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Wer bis zum Umfallen trinkt, verdoppelt sein Risiko für diese Krankheit

Kenn dein Limit

Wer bis zum Umfallen trinkt, verdoppelt sein Risiko für diese Krankheit

Dass das Trinken bis zur Bewusstlosigkeit gefährlich ist, weiß eigentlich jeder. Eine britische Studie zeigt nun allerdings, dass die Folgeschäden schlimmer sein könnten, als wir bisher angenommen haben.

Zu viel Alkohol trinken, ist nie gut. Wir kennen die Gefahren wie Leber- oder Herz- und Kreislauferkrankungen, wenn Menschen regelmäßig zu tief ins Glas schauen. Ein britisches Forschungsteam hat jetzt allerdings herausgefunden, dass nicht nur regelmäßiges Trinken schwere gesundheitliche Folgeschäden hervorrufen kann: Wer einmal bis zur Bewusstlosigkeit trinkt, so die Studie, könnte ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Demenz zu erkranken.

Trinken bis zur Bewusstlosigkeit verdoppelt Demenzrisiko

Wie das Fachjournal "Jama Network Open" berichtet, haben Forschende des University College London mehrere Studien ausgewertet, in denen die Trinkgewohnheiten von insgesamt 131.415 Menschen im Alter zwischen 18 bis 77 untersucht wurden.

Die Wissenschaftler*innen fanden raus, dass für ein erhöhtes Demenzrisiko weniger entscheidend ist, wie viele Drinks ein Mensch wöchentlich zu sich nimmt. Eine viel größere Rolle spielt, wie ein Abend mit Alkohol endet. Denn egal, ob es sich um mäßige oder starke Trinker*innen handelte: Hatten die Studienteilnehmer*innen in den letzten 12 Monaten einmal bis zum Umkippen getrunken, verdoppelte sich ihr Demenzrisiko gegenüber denjenigen, die ihr Limit kannten. Dabei spielten weder das Geschlecht noch das Alter eine Rolle.

Ursache nicht ganz sicher

Das Forschungsteam weist allerdings darauf hin, dass die Studie keine Aussage darüber gibt, ob der Bewusstseinsverlust das Demenzrisiko verdoppelt oder ob Menschen mit einer höheren Demenzveranlagung einfach eher zum Rauschtrinken neigen. Ersteres sei aber deutlich wahrscheinlicher: „Ethanol ist neurotoxisch, überquert die Blut-Hirn-Schranke und kann in hohen Konzentrationen pathologische Prozesse auslösen, die die Gehirnzellen schädigen oder abtöten", so die Forschenden.

Über Alkoholkonsum sprechen

Etwa 9,5 Millionen Deutsche zwischen 18 bis 64 Jahren trinken laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) so viel, dass sie ihrer Gesundheit schaden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass vor allem in der Familie offen und ehrlich über dieses Thema gesprochen wird. Tipps für den Umgang in der Familie findet ihr hier.

Bildquelle: Getty Images/dzejdi

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