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Wichtige Entscheidung: Darum zeigt Dreifach-Mutter Nina Bott ihre Kinder nicht mehr vollständig im Netz

Bilder im Darknet

Wichtige Entscheidung: Darum zeigt Dreifach-Mutter Nina Bott ihre Kinder nicht mehr vollständig im Netz

Schauspielerin Nina Bott zeigte bisher ihre Familie und auch die kleinen Kinder immer sehr gern offen auf Instagram. Bis das Ehepaar Pocher vor kurzem öffentlich machte, dass die Kinderbilder vieler Prominente auf Pädophilenseiten im Darknet kursieren. Da fand ein Umdenken bei der Mutter statt.

Harmloses Familienglück auf Instagram

Solche Fotos wird es bei Nina Bott ab sofort seltener geben. Sie zeigt sich Anfang des Jahres mit ihrer kleinen Tochter Luna. Noch im letzten Jahr gab es viele solcher Bilder, auch einige von ihrem jüngsten Sohn, Baby Lio, und ihrem Ältesten Sohn Lennox.

Aktuell ist die langjährige GZSZ-Schauspielerin mit dem vierten Baby schwanger und wird sich in Zukunft sehr gut überlegen, ob und wie sie den Nachwuchs auf Instagram zeigen wird. Zu diesem Umdenken kam es bei ihr durch eine Enthüllung von Komiker Oliver Pocher und dessen Frau Amira: Bilder ihres Babys und ihrer Tochter kursieren im Darknet.

Promi-Kinder tauchen auf Pädophilen-Seite im Darknet auf

Im Juni ging das Ehepaar Pocher mit brisanten Enthüllungen an die Öffentlichkeit: Amira Pocher wurden von einem Pädophilen Hinweise geschickt, dass Bilder vieler prominenter Kinder im Darknet auf einschlägigen Seiten kursieren würden. Darunter waren u.a. ganz harmlose Instagram-Bilder der Kinder von Nina Bott, Peer Kusmagk oder BTN-Darstellerin Anne Wünsche zu finden, die diese frei zugänglich für jeden bei Instagram geteilt hatten. Darauf hin recherchierte Amira genauer und kontaktierte die betroffenen Promis mit ihrer Entdeckung.

Peer Kusmagk hat sich nicht zurück gemeldet aber kurze Zeit später Klage eingereicht und Nina Bott hat als Einzige reagiert. Sie habe das erst einmal verarbeiten und darüber nachdenken müssen, denn es seien ja einfach "normale Situationen aus dem Familienalltag" gewesen.

"Es ist eben nicht ein sexy Outfit oder ein Badeanzug oder eine heiße Pose. Es ist einfach ein ganz normales Kinderfoto."

Nina Bott

Ab sofort "auf Nummer sicher"

Die Konfrontation mit diesen Bilder ihrer Kinder hat bei Nina Bott zum Umdenken geführt. Sie dachte sich bisher nichts dabei, ihre Kinder im Alltag auch mal auf Instagram zu zeigen. Doch dass auch ganz normale Posen und ein Lächeln schon triggernd wirken können, sei ihr jetzt erst klar geworden.

Die 42-Jährige postet seit einigen Wochen nur noch Bilder von sich oder auf denen ihre Kinder von der Seite oder von hinten sichtbar sind. Bei allen anderen Motiven ziert ein Emoji das Gesicht ihres Kindes. Ein wenig klingt sie wehmütig über ihre Entscheidung, doch gibt sie zu, das Ausmaß vollkommen unterschätzt zu haben.

Man sieht halt keine Kindergesichter mehr. Man sieht trotzdem den Familienalltag. Dieses Bild hätte ich sonst natürlich ohne Äffchen vor dem Gesicht gepostet. Aber jetzt geht es halt nicht mehr anders.

Nina Bott

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Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Meine Meinung

Dass Nina Bott aus den Enthüllungen der Pochers Konsequenzen gezogen hat, ist die einzig richtige Entscheidung. Das kann man von anderen Prominenten nicht behaupten. Hier fehlt immer noch ein sehr großes Stück Bewusstsein bei vielen Eltern, die unbedarft ihre Kinderfotos im Internet teilen.

Ich persönlich kann es gar nicht nachvollziehen, wieso man seine Kinder überhaupt so viel im Internet zeigen muss. Selbst wenn man als Influencerin mit seinem Alltag als Mama offen umgeht, gibt es Möglichkeiten, die Kinder da heraus zu halten und zu schützen. Eine exakte Handhabe über die mögliche Vervielfältigung der Fotos hat man nie. Egal, wie gut man seine Privatsphäreeinstellungen wählt. Es bleiben Fotos, die auf fremden Servern hochgeladen wurden und es gibt immer Möglichkeiten, da ran zu kommen, wenn bestimmte Personen dies möchten. Als Eltern sollte man sich daher der Gefahren einfach sehr klar bewusst sein und sich vorstellen, was passieren kann. Es geht schließlich um die Würde unserer Kinder.

Bildquelle: Getty Images/Christian Augustin

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