Mutter-Kind-Kur: Zeit für Erholung

Schlafstörungen, totale Erschöpfung, Depressionen – der ganz normale Wahnsinn des Familienalltags reicht oft aus, um Mütter an die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu bringen. In Mutter-Kind-Kuren lernen Mütter, auf sich selbst zu achten. Wer hat Anspruch auf eine Kur? Welche Anlaufstellen gibt es? Was ist bei der Antragsstellung zu beachten?

Mutter-Kind-Kur als Erholung

Der Druck, unter dem Eltern heutzutage stehen, ist groß: Haushalt organisieren, sich um ein, zwei, drei, vier Kinder kümmern, im Job stets einsatzbereit sein – wenn dann auch noch eine Krankheit oder ein Pflegefall in der Familie dazu kommt, macht der enorme Druck nicht selten krank. Typisch sind psychosomatische Beschwerden wie zum Beispiel:

• Rückenschmerzen
• Herzrasen
• Schlafstörungen
• Depressionen
• Essprobleme

Mutter-Kind-Kur


Spätestens dann ist es höchste Zeit, neue Kraft und Zuversicht zu tanken. Doch mit einem Tapetenwechsel in den Ferien ist es meist nicht getan. Damit sich gestresste Mütter wirklich erholen können, brauchen sie eine Auszeit und richtig Abstand vom Alltag. Während einer Mutter-Kind-Kur lernen Mütter Grenzen zu setzen, Kraftreserven zu mobilisieren und Alltagsmuster langfristig zu ändern.

Mutter-Kind-Kur = Vater-Kind-Kur

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Mutter-Kind-Kur kann genauso eine Vater-Kind-Kur sein – wir bleiben bei dem Begriff „Mutter-Kind-Kur“. Einfach weil es nach wie vor allermeist die Mütter sind, die den Spagat Haushalt – Familie – Job bewältigen müssen und dabei oft dauerhaft überlastet sind.

Auf eine Auszeit in Form einer Mutter-Kur oder Mutter-Kind-Kur haben Sie inzwischen sogar Rechtsanspruch. Seit der Gesundheitsreform 2007 sind Kuraufenthalte für Eltern Pflichtleistung der Krankenkassen, der Leistungsumfang ist im Sozialgesetz festgelegt. Voraussetzung für den Kuraufenthalt ist natürlich, dass der Arzt die Notwendigkeit für eine Mutter-Kind-Kur gegeben sieht.

Familie.de wünscht einen schönen Tag!


Eine Mutter-Kind-Kur ist kein Urlaub auf Rezept - sondern eine medizinische Leistung, entweder zur Vorbeugung oder als Rehabilitationsmaßnahme nach einer Krankheit.
Mutter-Kind-Kur zur Vorbeugung: Die Kur soll verhindern, dass stark belastete Mütter ernsthaft erkranken. Deshalb werden sie während des dreiwöchigen Kuraufenthaltes nicht nur medizinisch betreut, sie lernen auch, den anstrengenden Alltag besser zu bewältigen. Für jede Mutter gibt es bei der Mutter-Kind-Kur einen individuellen, auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Behandlungsplan. Eine Mutter-Kur besteht zumeist aus:
• Bewegungsübungen
• Anleitung zu Entspannungsübungen
• psychotherapeutischen Gesprächen
• Erziehungsberatung
• Gesundheitsberatung
• Ernährungsberatung
• Betreuung der Kinder

Mutter-Kind-Kur als Rehabilitationsmaßnahme: Zur Erholung zum Beispiel nach einer Krebserkrankung oder bei Neurodermitis ist eine Mutter-Kind-Kur eine gute Maßnahme, sich zu erholen oder wieder auf die Beine zu kommen.

>> Lesen Sie weiter:Alles rund um die Beantragung, die Wahl der richtigen Klinik und die Vorbereitung auf die Kur.