5 Wege, wie Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes stärken

In einer Welt von unrealistischen Schönheitsidealen und grenzenlosem Leistungsdruck wollen wir unseren Kindern etwas mitgeben, das sie für die Herausforderungen des Lebens stärkt. Fünf Tipps wie Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes unterstützen.

Selbstvertrauen aufbauen: Eine Lebensaufgabe

Selbstbewusstsein bedeutet nicht, eingebildet oder selbstverliebt zu sein. Selbstbewusstsein zeichnet sich durch ein gutes Maß an Selbstachtung und Selbstvertrauen aus. Die Fähigkeit, sich selbst auch einmal auf die Schulter zu klopfen und sich zu sagen, gut gemacht! Selbstachtung beinhaltet aber auch, sich Fehler einzugestehen und mit Enttäuschungen umzugehen, ohne sich selbst gedanklich zu steinigen. Wer gefestigt ist und sich wortwörtlich selbst vertraut, schöpft aus Misserfolgen neue Motivation und macht es beim nächsten Mal besser. Insofern ist Selbstachtung noch mehr als Selbstbewusstsein, denn es beschreibt die Haltung eines Menschen zu sich selbst.

Junge mit Skateboard

Die Pubertät bringt viel Verunsicherung mit sich. Eltern müssen hier Fingerspitzengefühl beweisen.


Vor allem zu Beginn und während der Pubertät sind Kinder sehr verunsichert und auf der Suche, wer oder wie sie sein wollen. Gerade hier ist es besonders wichtig, Kinder auf ihrem Weg unterstützen:

1. Lassen Sie Ihr Kind eigene Entscheidungen treffen

Als Eltern ist es Ihre Aufgabe, Ihr Kind auf seinem Weg zu leiten und zu führen. Doch für die Entwicklung ist es wichtig, dass es auch eigene Entscheidungen trifft und lernt, mit den Konsequenzen umzugehen. Zu erleben, wie es sein Leben selbst beeinflussen kann, fördert das Selbstbewusstsein. Wenn Ihr Kind die falsche Entscheidung getroffen hat, stehen Sie ihm bei und beratschlagen Sie, was es beim nächsten Mal besser machen könnte. Nur wenn es sich ausprobiert, lernt es, auf seine eigene Urteilsfähigkeit und sein Können zu vertrauen.

2. Verherrlichen Sie nicht die Taten Ihres Kindes

Liebe und Anerkennung der Eltern sind die Voraussetzung für die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins. Aber: Exzessives Loben bewirkt genau das Gegenteil. Selbstsicherheit erwächst aus der Erfahrung, in bestimmten Dingen besonders gut zu sein. Wird einfach alles in den Himmel gelobt, ist das Kind irgendwann nicht mehr motiviert, sich zu verbessern oder Neues zu lernen. Loben sollte immer aufrichtig und ehrlich sein, sonst wird das gutgemeinte Lob schlichtweg inflationär, verliert also durch die Häufigkeit seinen Wert.

3. Setzen Sie hohe, aber realistische Erwartungen

Psychologen fanden heraus, dass ein Umfeld, das hohe Erwartungen an Kinder hat, die ideale Voraussetzung für die Entwicklung des Selbstbewusstseins ist. Dabei sollten diese Erwartungen das Kind aber niemals überfordern oder belasten! Es geht nicht darum, dass das Kind immer der Beste von allen sein oder überdurchschnittliche Leistungen bringen soll. Der Maßstab ist das Kind selbst, nicht der Durchschnitt, die anderen Kinder oder sonstige Vergleichsgrößen. Sie kennen Ihr Kind am besten. Wenn Sie ihm viel zutrauen, wächst auch sein eigenes Vertrauen in sich selbst. Indem Sie die Stärken und auch Schwächen Ihres Kindes kennen, können Sie es mit Liebe und Unterstützung zu seinen persönlichen Zielen begleiten.

4. Gehen Sie auf die Interessen Ihres Kindes ein

Nicht nur mental, sondern auch in der Praxis können Sie Ihren Nachwuchs in seiner Person und damit in der Festigung seines Selbstbewusstseins unterstützen. Ist Ihr Kind eine Leseratte? Stöbern Sie in den Freizeitangeboten der örtlichen Bibliothek! Hier gibt Lesewettbewerbe, Schreibworkshops und vieles mehr, was Ihr Kind in seinen Vorlieben fördert – und fordert. Je mehr Erfahrungen Ihr Kind in seinem Interessensgebiet sammelt, desto selbstbewusster wird es. Gleichzeitig zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es in seinen Hobbys ernst nehmen und unterstützen wollen.

5. Vermitteln Sie Ihrem Kind: Es kann erreichen, was immer es will

Erfolg ist eine Sache der Einstellung. Wer nicht an eine Sache glaubt, wird sie auch nicht erreichen, doch wer für etwas brennt, sich anstrengt, nicht aufgibt und sich auch von Rückschlägen nicht bremsen lässt, wird Großes bewirken. Ein wichtiger Pfeiler von Selbstbewusstsein ist daher der Glaube und das Vertrauen in sich und die Welt. Es geht nicht gleich darum, das neue Facebook zu erfinden oder den Nobelpreis abzustauben. Schon im Kleinen müssen wir uns tagtäglich überwinden und allen Mut zusammennehmen, um einem Freund eine ehrliche Meinung zu sagen, den Doppelsalto im Akrobatikkurs zu wagen oder vor der Klasse ein Lied vorzusingen. Von „Ich schaff‘ das nie!“ zu „Ich schaffe das!“ und dem erfolgreichen Bestehen der Situation liegt viel Charakterstärke. Ermutigen Sie Ihr Kind und sehen Sie dabei zu, wie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes wächst und gedeiht.

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Sophia Gesierich
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