Lustlosigkeit: Kein Bock auf Lernen

Irgendwann kommt die Phase, wenn eure Kinder nicht mehr mit Begeisterung lernen. Mit diesen Tipps könnt ihr ein paar Motivationsfunken wieder sprühen lassen.

Lustlosigkeit: Kein Bock auf Lernen

Lustlosigkeit Schule: Irgendwann kommt die Phase, wenn eure Kinder nicht mehr mit Begeisterung lernen. Was tun?


Fast jedes Kind hat eine Phase, in der es nicht mehr lernen möchte. Manchmal kommt sie früh, manchmal erst in der Pubertät, wo Lustlosigkeit eines der Hauptsymptome sein kann. Es gibt viele Gründe, warum Kinder keine Lust mehr haben zu lernen, und die gilt es zu ergründen, damit ihr als Eltern sie besser motivieren könnt.

Lustlosigkeit: Wenn das Lernen keinen Spaß macht

Wie gesagt, die Gründe sind zahlreich und so lange es nur eine kurze Phase ist, braucht euch das nicht in Alarmstimmung zu versetzen. Trotzdem solltet ihr nach den Gründen fragen, denn diese kurzfristige Lustlosigkeit kann in eine Lernverweigerung ausarten und dies kann wiederum ernsthafte Konsequenzen haben. Da kann dann die Versetzung gefährdet sein oder die Unlust ist so weit fortgeschritten, dass die Kinder erst gar nicht im Unterricht auftauchen, weil sie keine Perspektive sehen, den versäumten Lernstoff wieder aufzuholen. Das sind allerdings auch die Extremsituationen.

Die meisten von euch werden die Situation kennen, dass bei den Schulaufgaben getrödelt wird oder sie auf wundersame Weise in zehn Minuten erledigt sind. Dann werden Unterrichtsmaterialien absichtlich oder unabsichtlich vergessen. Beim Lernen geht es um Motivation und die könnt ihr nicht antrainieren, denn der Antrieb muss aus euren Kindern selbst kommen.

Belohnung und Bestrafung bringen nur kurzfristige Erfolge

Ihr könnt eure Tochter oder euren Sohn natürlich damit motivieren, dass erfolgreiches Lernen ein Eis, ein Spielzeug oder Geld bedeutet. Genauso gut könnte es für eine Weile klappen, dass Tablets und Handys eingezogen werden, wenn nicht genügend gelernt wird. Aber das sind alles nur kurzfristige Erfolge, denn ihr müsst euch überlegen, ob ihr diese Strategie langfristig durchhalten wollt. Soll es immer ein Eis nach dem Lernen geben? Soll es immer Sanktionen hageln, wenn die Vokabeln oder mathematischen Formeln nicht gelernt wurden? Gerade die Verbote sind für das Familienleben ziemlich anstrengend. Gleich aufgeben solltet ihr aber auch nicht.

Lernfrust: Hilft eine bessere Lernumgebung?

Eins der einfacheren Dinge, die ihr als Eltern angehen könnt, sind die Rahmenbedingungen, die das Lernen besser fördern können. Hat euer Kind die richtige Lernumgebung? Ist es ein Platz, wo es sich zurückziehen kann? Ist es ein heller, aufgeräumter Ort, wo es kaum Ablenkung gibt?Manchmal hilft es tatsächlich, den Platz zu ändern, an dem das Kind die Hausaufgaben macht. Oder es bekommt einen bestimmten Tisch und weiß, dass dies der Lerntisch ist. So kommt es besser in die richtige Lernstimmung und es fällt leichter, zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden.

Es ist auch entscheidend, wie euer Nachwuchs überhaupt die Dinge begreift. Was für ein Lerntyp ist er - muss er alles besprechen oder aufschreiben? Muss euer Kind vielleicht alles erst durchspielen, bevor es ein Konzept verstanden hat? Bessere Lernstrategien motivieren enorm.

Elternfalle Hausaufgaben

Ein Grund für das lustlose Lernen kann aber auch sein, dass der Schulstoff nicht verstanden worden ist. Hier greift man als Elternteil manchmal gern ein und schießt über das Ziel hinaus. Hilfestellungen sind super, aber ihr solltet dann nicht die Hausaufgaben für eure Kinder übernehmen.

Keine Lust auf lernen: Bestätigung motiviert

Auch lernunwillige Kinder haben bestimmte Themen, die sie interessieren. Und da könnt ihr ansetzen. Loben und bestätigen bringt Selbstbewusstsein. Dieses verbesserte Selbstbewusstsein kann wiederum dazu führen, dass eure Tochter oder euer Sohn auch die langweilige Geografieaufgabe meistert. Wir alle tragen so genannte Glaubenssätze mit uns herum - "Ich kann kein Mathe" oder "Ich kann keine Fremdsprachen". Das behindert ungemein, denn damit machen wir unnötig alle Schotten dicht und und geben dem als schwierig empfundenen Lernstoff erst gar keine Chance.

Was bedeutet dies nun für die Lustlosigkeit beim Lernen? Wenn eure Kinder euch erzählen, dass der Schulstoff zu schwer ist und sie "ein Fach nicht können", macht sie darauf aufmerksam, dass sie bestimmte Aspekte begriffen haben. So nach dem Motto: "Ja, bei Algebra hast du Schwierigkeiten, aber schau mal, bei Geometrie hattest du keine Probleme." Das macht sie jetzt nicht zu Mathe-Assen, aber lässt sie auch nicht in Hoffnungslosigkeit versinken, dass sie den gesamten Lernstoff nie kapieren werden.

Dies alles sind Lösungsansätze, die voraussetzen, dass ihr überhaupt wisst, was los ist und warum eure Kinder plötzlich keine Lust mehr haben zu lernen. Nehmt den Druck aus der Unterhaltung, wenn ihr nachfragt, warum es nicht mehr so klappt und schaut, wo ihr helfen könnt. Liegt es am Schulstoff, liegt es an den Lehrern oder sind die Rahmenbedingungen ungünstig? Setzt dort an, wo ihr helfen und unterstützen könnt. Die Hauptarbeit müssen sowieso eure Kinder machen, denn sie müssen sich schließlich gegen die Lustlosigkeit, was Schule und Lernen betrifft, stemmen. Aber mit eurer Hilfe könnten allerdings wieder einige Motivationsfunken entfacht werden.

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