Das Geschlecht des Babys beeinflussen

Kennen Sie noch die „The Sims“-Spiele? Leidenschaftliche Spieler haben schnell herausgefunden, dass man in dem Simulationsgame das Geschlecht des Nachwuchses ganz einfach bestimmen kann. Die Mutter isst drei Wassermelonen und schwupp, wird es ein Mädchen. Und bei drei Äpfeln kommt ein Junge zur Welt. So einfach ist es im echten Leben zwar nicht, aber dennoch gibt es ein paar natürliche Methoden bzw. Umstände, die das Geschlecht des zukünftigen Babys beeinflussen können.

Das Geschlecht des Babys beeinflussen: Geht das?


Natürlich und zum Großteil harmlos: Ob von Großmutter oder aus den Weiten des Internets, es kursieren zahlreiche Tipps, wie Eltern das Geschlecht ihres Kindes auf natürlichem Wege beeinflussen können.
Viele dieser Theorien sind ziemlicher Humbug und wissenschaftlich nicht belegt: Also nein, ob der Mann beim Geschlechtsakt die Socken an hat oder nicht, beeinflusst das Geschlecht des Nachwuchses nicht. Ein paar Möglichkeiten, das Geschlecht etwas zu beeinflussen gibt es allerdings trotzdem.

Eine hundertprozentige Garantie, dass es ein Junge bzw. ein Mädchen wird, gibt es bei diesen natürlichen Methoden natürlich nicht – dafür wäre eine Geschlechtsselektion per Präimplantationsdiagnostik nötig – ein bisschen in die gewünschte Richtung lenken, lässt sich die Wahrscheinlichkeit aber schon. Und: Die Tipps sind absolut harmlos, ausprobieren schadet also nicht.

Mädchen oder Junge: Das Geschlecht beeinflussen

➤ Die Temperatur spielt zum Beispiel eine Rolle. So hat der Biologe Dr. Alexander Lerchl festgestellt, dass im Sommer mehr Jungs als Mädels gezeugt werden, weil das Y-Chromosom anscheinend hitzeresistenter ist als das X-Chromosom.
➤ Auch der PH-Wert der Scheidenflora spielt eine entscheidende Rolle beim Geschlecht. Je saurer die Scheidenflora ist, desto wahrscheinlicher ist es, Mädchen zu zeugen, da Y-Samenzellen nicht so gut in der sauren Umgebung überleben können. Schlecht für Frauen, die sich ein Mädchen wünschen: Nach einem Orgasmus ist die Scheidenflora alkalischer - und damit besser für männliche Samenzellen - als wenn Frau keinen Orgasmus hatte. Auf diese Methode, das Geschlecht des Embryos zu beeinflussen, ist übrigens eine US-Firma aufgesprungen und verkauft jetzt Boxen, mit deren Hilfe Frauen durch den PH-Wert ihrer Scheidenflora das Geschlecht ihres zukünftigen Kindes beeinflussen können.
➤ Des Weiteren scheint das Gewicht der Mutter eine Rolle für das Geschlecht des Babys zu spielen. Frauen mit einem Gewicht von unter 54 Kilo bringen deutlich häufiger Mädchen zur Welt. Und auch Stress soll bei der Geschlechterbestimmung eine Rolle spielen.

➤Das Alter von Mutter und Vater scheint ebenfalls das Geschlecht zu beeinflussen. So gibt es einige Hinweise darauf, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen mit zunehmendem Alter von Mutter und Vater steigt. Bei Frauen werden 35 Jahre angesetzt und bei Männern 40 Jahre. Grund ist das Hormon Gonadotropin, das bei der Bestimmung des Geschlechts mitwirkt und dessen Wert im Alter steigt. Bei Männern kommt hinzu, dass vermutet wird, dass mit steigendem Alter weniger "männliche Spermien" produziert werden.
➤ Eine englische Studie hat herausgefunden, dass auch die Nahrungszufuhr das Geschlecht des Kindes beeinflussen könnte. So deutet eine niedrige Kalorienzufuhr auf ein Mädchen und eine höhere Kalorienaufnahme auf einen Jungen hin. Es wird vermutet, dass dies damit zusammenhängt, dass männliche Embryos empfindlicher sind als weibliche. Ist die Nahrung also knapp, setzt die Evolution eher auf die "robustere" Variante.

➤ Auch die Position beim Geschlechtsverkehr kann Einfluss auf das Geschlecht des Nachwuchses nehmen: Je weiter der Penis in die Scheide eindringt, desto kürzer ist der Weg der Spermien zum Muttermund. Das ist ein Vorteil für die Y-Samenzellen, die generell schneller sind als die X-Zellen. Für die Zeugung von Mädchen eignet sich also eher die Missionarstellung, während Positionen von hinten die Chancen auf einen Jungen erhöhen.
➤ Nicht nur wie, sondern auch wann der Geschlechtsakt vollzogen wird, scheint auch eine Rolle zu spielen: Wenn Sie ein Mädchen möchten, sollten Sie etwa drei Tage vor dem Eisprung Sex haben, da weibliche Samenzellen länger überleben als männliche. Ist ein Junge gewünscht, dann sollten Sie lieber am Tag der Ovulation Sex haben, weil dann die schnelleren männlichen Samenzellen die Nase vorne haben.
Früher dachte man übrigens, man könne das Geschlecht des Babys bis zum Zeitpunkt der Geburt beeinflussen. Heute wissen wir es natürlich besser: Ob es ein Junge oder Mädchen wird, steht direkt bei der Zeugung fest und verantwortlich sind die Spermien des Mannes. Die Eizelle hat nämlich immer ein X-Chromosom, ob es dann ein Mädchen (also XX) oder ein Junge (also XY) wird, liegt daran, ob eine Samenzelle mit weiblichen oder männlichen Chromosom als erstes bis zur Eizelle vordringt.

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