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Wie reagieren Eltern richtig, wenn ihr Kind beißt?

Zähne fletschen

Wie reagieren Eltern richtig, wenn ihr Kind beißt?

Haben wir alle schon erlebt, dass unsere Kleinen mit ihren Milchzähnchen mal ordentlich zugebissen haben, oder? Und das tut richtig weh! Doch es gibt Kinder, da bleibt es nicht bei einer einmaligen Attacke, sondern der Nachwuchs beißt häufiger zu. Was können Eltern tun, wenn das Kind beißt?

Hilfe, mein Kind beißt!

“Warum beißen Kinder?” Dieser Frage versuchen wir auf den Grund zu gehen, denn zu verstehen, was hinter dem Verhalten steckt, ist ein guter Anfang, um diesem zu begegnen. Zwischen zwei und fünf Jahren ist die Beißphase besonders ausgeprägt.

Warum Kleinkinder ihre Zähne zum Einsatz bringen, kann verschiedene Gründe haben. Manche beißen aus einer (positiven) Emotion heraus. Sie werden einfach übermannt und verschaffen sich Erleichterung. Andere sind wirklich wütend. Das eine Kind schmeißt sich dann auf den Boden, ein anderes stampft und manche beißen.

Kinder in diesem Alter können nicht wie Erwachsene “richtig” reagieren, weil ihr Gehirn das noch nicht gelernt hat. Stattdessen reagieren sie eben reflexartig. Wir halten also fest: Ein Kind beißt nicht, um uns weh zu tun bzw. in böser Absicht. Sie haben einfach keine andere Ausdrucksmöglichkeit. Sie können nicht komplex kommunizieren oder gar diskutieren.

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Warum ein Baby beißt

Ein anderes Phänomen: Das Baby beißt. Häufig kommt es dazu in den Zahnungsphasen. Manche Babys verspüren Erleichterung, wenn sie fest zubeißen können. Es lindert scheinbar den Schmerz. Versucht doch eurem Kind dann eine Alternative zu bieten, wie einen (kühlen) Beißring oder einen nassen, kalten Waschlappen.

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Häufig passiert in dieser Phase dann auch noch etwas anderes und jetzt wird es schon beim Lesen schmerzhaft: Das Baby beißt beim Stillen. Auch hier kann natürlich das Zahnen ein Grund sein, denkbar ist aber auch, dass das Baby den Mund nicht richtig öffnet oder ein kurzes Lippen- bzw. Zungenbändchen vorliegt. Sprecht darüber mit eurer Hebamme oder einer Stillberaterin.

Was auch denkbar ist: das Baby ist noch durch die Geburt verspannt. Das kann sich auch in der Kiefermuskulatur äußern. Hier hilft ein Osteopath.

Wenn Kinder beißen: Nach erstem “Aua” ruhig bleiben

Unabhängig davon, warum das Kind beißt und wie alt es ist, gilt: Natürlich dürft ihr erst mal impulsiv reagieren und “Aua” rufen. Aber dann solltet ihr versuchen, euch wieder zu fangen. Denn sie beißen ja nicht, um euch wehzutun.

Beißt euer Nachwuchs ein anderes Kind, liegt es natürlich in unserer Verantwortung, das gebissene Kind zu schützen. Also sofort dazwischen gehen und sich um das gebissene Kind kümmern. Und dann in Verbindung zum eigenen Kind gehen: Warum ist das gerade passiert?

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Kinder in diesem Alter können sich in die Gefühle anderer noch nicht hineinversetzen. Dennoch können sie an eurer Reaktion aber merken, dass etwas nicht in Ordnung war. Darüber hinaus macht es wenig Sinn, aggressiv zu reagieren, wenn ihr eurem Kind gerade klar machen wollt, dass es selbst nicht aggressiv agieren soll.

Bietet eurem Kind, das beißt, Alternativen an. Vielleicht hilft noch mal ein Beißring oder ein Kissen. Vielleicht hilft auch stampfen. Beißt euer Kind, weil es sich nicht verstanden fühlt? Dann probiert durch ein Gespräch herauszubekommen, was es fühlt und welches Bedürfnis gerade unerfüllt ist.

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Kleinkindern das Beißen abgewöhnen?

Wenn das Kleinkind beißt, steckt häufig etwas dahinter. Wenn ihr zusammen mit dem Kind versucht herauszufinden, was los ist, lässt auch das Beißen nach. Es fühlt sich verstanden und gehört.

Darüber hinaus gibt es sich mit wachsendem Wortschatz meist eh, weil die Kinder dann besser kommunizieren können. Ist euer Kleines häufig wütend, könnt ihr die Aggression vielleicht auch anders abbauen. Vielleicht hilft Sport?

In den meisten Fällen gibt sich diese Beißphase von alleine, wie sich andere Kinder auch irgendwann nicht mehr auf den Boden schmeißen, wenn sie wütend sind. Auch ein dreijähriges Kind beißt vielleicht noch, aber bis zum fünften Lebensjahr ist es dann meist überstanden. Es gilt also: Alles nur ‘ne Phase. Wenn euch das Verhalten eures Kindes besorgt, könnt ihr euch natürlich an euren Kinderarzt wenden.

Quellen: Diplom-Pädagogin Susanne Mierau über "Hilfe, mein Kind beißt!", Hebamme Anja Constance Gaca über Beißem beim Stillen

Sarah Plück
Das sagtSarah Plück:

Mein Fazit

Mein Sohn hat mich bisher erst einmal gebissen, da wollte er wohl seine Zähne ausprobieren und ich habe auch ziemlich impulsiv reagiert, weil es echt höllisch wehtat. So langsam kommt er in das Alter, wo er klar versucht zum Ausdruck zu bringen, was ihm passt und was nicht. Ein Mal hat er sich tatsächlich auch schon auf den Boden geschmissen…

Bildquelle: Gettyimages/Halfpoint

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