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Gehirnerschütterung: Welche Symptome sind beim Baby besorgniserregend?

Gehirnerschütterung: Welche Symptome sind beim Baby besorgniserregend?

Autsch!

Wie häufig ist mein Sohn mit seinen 15 Monaten schon auf den Kopf gefallen? Es lässt sich kaum mehr zählen. Sie klettern, ziehen sich hoch und nun kommen die ersten Laufversuche hinzu … Da landen die Kleinen auch schon mal auf dem Kopf. Wie äußert sich eine Gehirnerschütterung beim Kind?

Gehirnerschütterung: Welche Symptome zeigt ein Kleinkind?

Eine Gehirnerschütterung ist medizinisch gesehen die leichteste Art einer Schädel-Hirn-Verletzung. Sie entsteht, wenn das Gehirn bei einem Aufprall von innen gegen die Schädelwand stößt. Die gute Nachricht: Zu Folgeschäden kommt es in aller Regel nicht.

Ein Kind stürzt schon mal auf den Kopf. Aber wann müsst ihr zum Arzt? Erst mal stellt sich die Frage, ob das Kind überhaupt eine Gehirnerschütterung hat. Diese Symptome beim Baby bzw. Kleinkind sprechen dafür:

  • kurze Bewusstseinsstörung
  • (mehrmaliges) Erbrechen
  • kann nichts zum Sturz sagen, hat den Hergang und vielleicht sogar noch mehr vergessen
  • Kopfschmerzen und/oder Schwindel

Es treten bei einer Gehirnerschütterung nicht unbedingt alle Symptome zusammen auf. Wichtig ist, dass ihr das Baby bzw. Kleinkind im Blick behaltet.

Kind stürzt auf den Kopf: Was ist zu tun?

Hat sich das Kind den Kopf gestoßen, müsst ihr nicht gleich zum Arzt. Vermutet ihr eine Gehirnerschütterung bei eurem Baby, könnt ihr stattdessen beobachten: Dafür geht ihr mindestens die nächsten 12 Stunden jede Stunde folgende Punkte durch. Wiederholt diese Punkte stündlich, bemerkt ihr Verschlechterungen, ab zum Arzt.

  • Lagert den Kopf eures Kindes hoch. Kühlt ggf. die Stelle.
  • Sprecht das Kind an: Reagiert es und öffnet die Augen?
  • Kontrolliert den Nacken und Kopfbereich: Hat das Baby bzw. Kleinkind Kopfschmerzen oder einen steifen Nacken?
  • Ist dem Kind übel oder hat es sogar schon erbrochen?
  • Checkt auch die Pupillen: Sind beide gleich groß und reagieren normal auf Licht/werden größer bzw. kleiner?
  • Fragt euer Kind: Ob es irgendwo ein Ameisengefühl hat. Kribbeln also irgendwo die Arme oder Beine oder ist gar etwas taub?
  • Ist euer Baby bzw. Kleinkind normal drauf? Spricht/brabbelt es normal?
  • Und zu guter Letzt: Isst und trinkt das Kleine normal?

Treten innerhalb von zwei bis drei Tagen nach dem Unfall Schläfrigkeit, Nackensteifigkeit oder ein auffälliges Verhalten auf, oder ist gar keine Lücke bzw. Stufe im Schädel tastbar, ist ein Arztbesuch mehr als angebracht.

Vertraut auf euer Gefühl, wenn irgendetwas anders ist als sonst, geht zum Kinderarzt. Beginnt das Baby sofort nach dem Sturz zu weinen, bedeutet dies, dass es nicht bewusstlos ist. Das ist also ein gutes Zeichen. Weint es allerdings immer weiter und lässt sich nicht beruhigen und kommen weitere Symptome hinzu, solltet ihr einen Arzt aufsuchen.

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Ab ins Krankenhaus: Bei diesen Symptomen Notarzt rufen

Eine Gehirnerschütterung beim Kleinkind ist absolut kein Weltuntergang. Dennoch gibt es einige Symptome bei einer Gehirnerschütterung bei Kindern, die eine Kontrolle beim Arzt bzw. im Krankenhaus bedürfen.

Geht der Sturz mit Bewusstlosigkeit einher, ist die Lage ernster: Bringt das Kind in die stabile Seitenlage, einen Säugling besser in die Bauchlage. Ruft dann sofort den Notarzt. Kontrolliert den Puls und die Atmung. Essen und trinken ist erst mal tabu, bis sich ein Arzt das Kind angesehen hat. Es besteht die Gefahr des Verschluckens bzw. Erbrechens.

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Außerdem solltet ihr ins Krankenhaus, wenn bis 24 Stunden nach dem Unfall bei einer Gehirnerschütterung folgende Symptome beim Baby auftreten:

  • Bewusstlosigkeit
  • starke und schlimmer werdende Kopfschmerzen
  • mehrfaches Erbrechen
  • auffällige Verhaltensveränderungen, lallende Sprache
  • Kopfverletzungen
  • Veränderungen an den Augen, z. B. Schielen
  • Kribbeln oder Lähmungen der Arme und/oder Beine
  • Krampfanfälle
  • Austritte einer wässrigen Flüssigkeit oder Blut aus Ohren oder Nase
  • und sowieso immer, wenn ihr ein komisches Gefühl habt

Ihr seht, die Symptome sind nicht zu übersehen und ihr handelt sicherlich richtig. Seid ihr euch unsicher, ruft bei eurem Kinderarzt an und fragt, was zu tun ist.

Quellen: Dr. med. Petra Riesinger, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. über Gehirnerschütterung

Nur die Ruhe

Es passiert einfach ohne, dass man es verhindern kann - der Sturz auf den Kopf. Und in den allermeisten Fällen hilft trösten und kuscheln. Ich denke, es braucht schon einiges, damit es zu einer Gehirnerschütterung kommt und wir Eltern würden es sofort merken, wenn etwas nicht stimmt. Ich kann immer nur dazu raten, auf sein Bauchgefühl zu achten -  und vielleicht was zum Kühlen parat zu haben.

Bildquelle: Gettyimages/Halfpoint

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