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Trampolin für Kinder: Gefahren, Sicherheitstipps und die besten Modelle

Trampolin für Kinder: Gefahren, Sicherheitstipps und die besten Modelle

Austoben

Ein Trampolin im Garten oder in der Wohnung ist für Kinder ein Riesenspaß! Das Hüpfen macht gute Laune und die Kinder werden überschüssige Energie los. Die andere Seite des lustigen Hüpfgeräts lautet allerdings: Wenn Kinder sich hoch in die Luft katapultieren, kommt es immer wieder zu Verletzungen und Unfällen. Wir beleuchten das Trampolin von allen Seiten und haben Tipps für mehr Sicherheit.

Kaum kommt der Frühling, wird Hüpfen wieder zur nachmittäglichen Lieblingsbeschäftigung. Freunde, Nachbarskinder – alle finden sich ein zur großen Hüpf-Show. Hier lässt sich’s wunderbar toben und Spaß haben. Und ganz nebenbei ist Trampolinspringen auch noch gesund:

  • Trampolinspringen fördert die Fitness,
  • ... schult den Gleichgewichtssinn,
  • ... verbessert die Kondition,
  • ... ist gut für die Interaktion der beiden Gehirnhälften,
  • ... macht stark,
  • ... baut Stress ab,
  • ... stärkt das Körpergefühl
  • ... und macht glücklich!
Der Testszieger bei Stiftung Warentest: Springfree Trampolin
Der Testszieger bei Stiftung Warentest: Springfree Trampolin

Ist Trampolinspringen schädlich für Kinder?

Den vielen positiven Eigenschaften gegenüber stehen leider einige Risiken. Mediziner*innen und die Expert*innen vom TÜV warnen vor (zum Teil schweren) Unfällen auf dem Trampolin.

Professor Dr. Reinhard Hoffmann von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. warnt in einer Pressemitteilung: "Das Trampolin ist ein Sport- und kein Spielgerät. Mit dem richtigen Gefahrenbewusstsein und der nötigen technischen Sicherheit lässt sich die Unfallgefahr verringern." Besonders verletzungsgefährdet seien Kleinkinder wegen ihrer wenig ausgebildeten koordinativen und motorischen Fähigkeiten und ihrer instabilen Gelenke.

Um ein besseres Gefühl für die potenziellen Gefahren zu bekommen, lest ihr hier die häufigsten Gründe für Verletzungen auf dem Trampolin:

  • Hoch, höher, am höchsten! Wenn man mit den besten Kumpels auf dem Trampolin springt, führt das gerne mal zu Selbstüberschätzung. Und damit zu einem erhöhten Verletzungsrisiko. Es sollte also immer ein Erwachsener in der Nähe sein, der die tobenden Kinder bremst, wenn nötig.
  • Kleine Kinder sind den Kräften, die beim Hüpfen entstehen, noch nicht gewachsen: Die Knochen brechen schnell. Bei Kindern unter fünf Jahren schaut die Unfallstatistik am schlechtesten aus. Für Eltern heißt das: Je kleiner die Kinder, umso mehr müsst ihr darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden.
  • Saltos und ähnliche Tricks erhöhen das Risiko für Kopf- und Rückenverletzungen und sollten lieber nicht auf dem Gartentrampolin geübt werden. Wer Lust auf trickreiche Sprünge hat, sollte schauen, ob der Turnverein Trampolinspringen im Angebot hat. Oft ist das tageweise im Rahmen des Ferienprogramms der Fall.
  • Je mehr Kinder auf einmal springen, desto höher ist die Gefahr, dass etwas passiert. Und ganz besonders problematisch ist es, wenn zwischen den Kindern große Gewichtsunterschiede bestehen. Deshalb: Lasst unterschiedlich schwere Kinder lieber nicht zusammen hüpfen. Und auch ihr als Erwachsene solltet euch besser alleine auf dem Trampolin auspowern, nicht zusammen mit euren Kindern.
  • Trampoline mit Stahlfedern haben keine besonders gute Federung und bei Stürze auf die Federn können sehr schmerzhaft werden. Wählt unbedingt ein Modell mit Gummiseilen.

Wie viele Kinder dürfen zusammen aufs Trampolin?

Die Regeln der Expert*innen von Stiftung Warentest sind knallhart und verderben ein bisschen den großen Hüpfspaß. Demzufolge haben Kinder unter sechs Jahren auf dem Trampolin nichts verloren und gehüpft werden darf grundsätzlich nur alleine. Alleine springen ist definitiv die sicherste Variante, um Unfälle zu vermeiden. Das zeigt auch die Statistik. Leider aber auch die langweiligste ... Der Kompromiss könnte lauten: Niemals mehr als zwei Kinder aufs Trampolin lassen. So haben die beiden sich gegenseitig gut im Blick und können notfalls ausweichen.

Trampolin Regeln: 7 Regeln für mehr Spaß

Unser Tipp: Ausdrucken und am Trampolin befestigen!

Hier gibt's die Trampolin-Regeln zum Ausdrucken!

Und wenn ihr schon länger ein Gartentrampolin habt, helfen diese drei Sicherheitstipps:

  1. Veraltete Netze sind gefährlich und müssen unbedingt ersetzt werden. Vor allem, wenn das Trampolin tagein, tagaus Wind und Wetter ausgesetzt ist, setzt die UV-Strahlung dem Material zu. Vor allem das Netz ist gefährdet und kann bei zu hoher Beanspruchung reißen.
  2. Material regelmäßig überprüfen, vor allem zu Beginn der Saison.
  3. Den Ein- und Ausstieg des Trampolins immer verschließen.

Welches ist das beste Trampolin für Kinder?

Im aktuellste Trampolin Test von Stiftung Warentest wurden zehn Gartentrampoline getestet und bewertet. Neben den Bereichen "Einsteigen und Springen", "Sicherheit", "Montage und Aufbau" und "Verarbeitung" wurden die Modelle auch auf Schadstoffe getestet.

Etwa die Hälfte der Trampoline konnten im Test überzeugen: Testsieger wurde das Modell
Medium Round R79 von Springfree, das für den Punkt "Sicherheit" sogar die Note 1,1 bekam. Mit ca. 1.500 € ist es ein echtes High-End-Produkt.

Der Testszieger bei Stiftung Warentest: Springfree Trampolin
Der Testszieger bei Stiftung Warentest: Springfree Trampolin

Wer es etwas günstiger möchte, der könnte u. a. mit dem Modell Fantastic Trampolin 300V der Marke Hudora gut beraten sein, das mit der Note 1,8 bewertet wurde aber deutlich weniger kostet:

Fantastic Trampolin 300V, HUDORA
Fantastic Trampolin 300V, HUDORA

Mehr zum Stiftung Warentest Trampolin Test lest ihr hier:

Welches Indoor Trampolin für Kinder?

Einen professionellen Test für Indoor-Trampoline für Kinder gibt es leider nicht. Die Seite Ergotipps hat eine Übersicht zusammengestellt, worauf ihr beim Kauf achten solltet:

Gut bewertet, mit Gummifedern, mit 1,40 m Durchmesser ist das Kinetic Sports Trampolin "Jumper". Im Gegensatz zu den meisten anderen Indoor-Trampolinen ist es mit einem Sicherheitsnetz ausgestattet, das vor dem Herausfallen schützen soll. Dazu gibt es ein Bodennetz, das davor schützt, dass nicht doch mal jemand unter das Sprungtuch krabbelt.

Kinetic Sports Trampolin Kinder Indoortrampolin Jumper 140 cm
Kinetic Sports Trampolin Kinder Indoortrampolin Jumper 140 cm

Trampoline für den Bodeneinbau

Jede*r Gartenbesitzer*in möchte, dass sich sein Trampolin schön in den Garten integriert. Die optimale Lösung: der Bodeneinbau. Sogenannte "InGround-Trampoline" fallen kaum auf. Der Rahmen ruht auf speziellen, niedrigen Füßen, die mit den mitgelieferten Bodenankern solide im Untergrund fixiert werden. Das sorgt dafür, dass sich das Sprungtuch des Trampolins nur 20 cm über dem Boden befindet. Damit ist es leichter zugänglich und die Unfallgefahr wird gleichzeitig wesentlich verringert.

Etan Hi-Flyer Outdoor Boden Trampolin – Inground Gartentrampolin
Etan Hi-Flyer Outdoor Boden Trampolin – Inground Gartentrampolin

Trampolinspringen: Auch für Erwachsene ein toller Sport

Ein Trampolin ist alles andere als ein reines Kinderspielzeug! Für Erwachsene ist das es ein echtes Fitnessgerät. Viele Sportvereine bieten sogar "Jump Fitness"-Kurse an, bei denen Eltern so richtig ins Schwitzen kommen können.

SportPlus Fitness-Trampolin, TÜV-Geprüft
SportPlus Fitness-Trampolin, TÜV-Geprüft

Also: Mama, Papa, rauf aufs Trampolin, springt euch sich fit und glücklich! Beim Trampolinspringen werden viele Kalorien verbrannt und der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zufolge ist Trampolinspringen 68% effektiver als Joggen.

Bildquelle: Getty Images/Antonio_Diaz
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