Schadstoffe in Kinderschminke: So könnt ihr Allergene entlarven

Mama warnt!

Schadstoffe in Kinderschminke: So könnt ihr Allergene entlarven

Faschingszeit ist Schminkzeit! Aber Vorsicht: Denn wo Kinderschminke drauf steht, ist nicht immer Ungefährliches drin. Auch Faschings-Make-Up für Kinder kann allergische Reaktionen auslösen – besonders, wenn es nicht regulierte Schadstoffe enthält. Wie bei der kleinen Lydia.

Als Mama Kylie Jo Cravens im Supermarkt noch schnell eine Packung Kinderschminke mitnahm, wusste sie, dass ihre dreijährige Tochter bisher auf kein Kinder-Make-Up reagiert hat. Und ist ja extra für Kinder, richtig?

Allergische Reaktion durch Supermarkt-Kinderschminke

Auf ihrer Facebook-Seite berichtete die Mama, was sie und ihre kleine Tochter durchmachten. Denn Lydias allergische Reaktion war so schwer, dass sie ins Krankenhaus musste:

"Wir hätten nie gedacht, dass das Schminken der Augenlider und Lippen dazu führen würde, dass unser schlimmster Alptraum wahr wird. Das Make-Up enthält sechs Chemikalien, die dafür bekannt sind, allergische Reaktionen auszulösen."

Tochter Lydia erwischte es leider total: Mit einem schweren Hautausschlag am ganzen Körper und zugeschwollenen Augen musste sie in die Kinderklinik.

"Wir mussten ihr alle 30 Minuten kühlende Umschläge machen, weil ihre Haut so sehr brannte. Sie konnte tagelang nicht richtig essen, weil sich an ihren Lippen Bläschen bildeten und aufrissen.“

Es brauchte einige Tage, bis sich die kleine Lydia von der allergischen Reaktion erholte. Tage, die sowohl für das Mädchen als auch ihre Eltern ein Trauma bedeuteten. Lydias Fall ist extrem, aber ein wichtiger Reminder, dass Kinderhaut sehr empfindlich auch Inhaltsstoffe reagieren kann. Und dass selbst als sicher beworbene Kinderschminke manchmal fiese Schadstoffe enthält, deren Verwendung noch nicht gesetzlich reguliert ist.

Kinderschminke immer auf Schadstoffe und Allergene prüfen

Um euch und eure Kids vor unliebsamen allergischen Reaktionen wie Lydias zu schützen, könnt ihr zunächst die Zutatenliste überprüfen. Bei folgenden Schadstoffen in der Kinderschminke sollten euch die Ohren klingeln:

  • Lackrot (CI 15585)
  • PHMB

Beide Stoffe werden als krebserregend eingestuft, sind derzeit aber noch nicht verboten. Selbst wenn viele Hersteller die Stoffe nicht verwenden: In Zeiten von Online-Shopping wird es immer schwieriger, bei internationalen Marken den Überblick zu behalten.

Schadstoffe in Kinderschminke: Am besten auf geprüfte Marken setzen

Verdächtige Stoffe in Kosmetik sind leider nicht immer so leicht zu entlarven, denn sie können sich hinter harmlosen Namen verstecken: So sind sogenannte MOAH krebserregende Mineralölkohlenwasserstoffe, die sich in enthaltenem Paraffin verbergen können. Im Kinderschminke Test von Öko-Test 2017 wurden auch häufig PAK nachgewiesen, die ebenfalls als krebserregend gelten. Oft, aber nicht immer sind Bio-Produkte die bessere Wahl: Eine der natürlichen Schminken im Test wies z. B erhöhte Nickelwerte auf. Nickel kann besonders bei empfindlicher Kinderhaut allergische Reaktionen auslösen. Alle Testergebnisse findet ihr hier für 1 € bei Öko-Test.

Unser Tipp: Bio-Kinderschminke kaufen und an einer kleinen Stelle testen. So umgeht ihr die lange Liste potentieller krebserregender Stoffe und geht sicher, dass euer Nachwuchs nicht doch eine Allergie gegen weniger bedenkliche Inhaltsstoffe hat. Von Öko-Test empfohlen ist z. B. das Jovrika Nature For Fun Schminkset, hier für rund 29 € bei Amazon erhältlich.

Zum Schluss: Die Freude am Schminken nicht vergessen!

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Bildquelle: Getty Images/triocean

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