Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. familie.de
  2. Kleinkind
  3. Welche Kindersitz-Gruppen es gibt und wann ein Sitz definitiv zu klein ist

Auto-Kindersitze

Welche Kindersitz-Gruppen es gibt und wann ein Sitz definitiv zu klein ist

Kindersitz Gruppen: Niedliches Baby sitzt in Babyschale
© GettyImages / chanakon laorob

Als Eltern kommen ganz schön viele neue Dinge auf einen zu. Auch die Frage, welcher Kindersitz denn nun der beste für den Nachwuchs ist. Und plötzlich sieht man sich mit den verschiedenen Kindersitz-Gruppen konfrontiert und blickt gar nicht mehr durch. Wir helfen euch da durch.

Welche Kindersitz-Gruppen gibt es überhaupt?

Babyschale, Reboarder, Isofix... Das alles sind Begriffe, die auf uns Eltern einprasseln, wenn wir uns das erste Mal mit dem Thema Kindersitz auseinandersetzen. Dann gibt es noch mitwachsende Sitze und nicht-mitwachsende Sitze.

Anzeige

Es gibt zwei verschiedene Normen, nach denen die Sitze sortiert sind:

  • R 129 (i-Size): Hier sind die Kindersitze nach Körpergröße sortiert
  • R 44: Diese Zulassungsnorm sortiert nach Gewicht des Kindes

Was bedeutet i-Size (R129)?

Hierbei handelt es sich um eine neuere Norm. Die Kindersitze sind nicht mehr in Gewichtsklassen sortiert, sondern nach der Körpergröße des Kindes. Allerdings gibt es keine festgelegte Kategorisierung.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied: Ursprünglich wurden i-Size Kindersitze nur mit Isofix verkauft, um einen besseren Seitenaufprallschutz zu bieten. Dies ist auch so in der Norm R 126 gefordert. Mittlerweile gibt es aber i-Size Sitze, die sich mit dem Autogurt befestigen lassen.

Laut test.de schneiden die i-Size Kindersitze in den Tests meist besser ab, als die herkömmlichen Sitze. Eine Pflicht für i-Size Sitze gibt es allerdings nicht.

Tipp: Interessiert ihr euch für einen i-Size Kindersitz, solltet ihr daher unbedingt prüfen, ob euer Auto über das Isofix-System verfügt bzw. der Sitz auch mit dem Autogurt befestigt werden kann.
Anzeige

Norm 44: Kindersitz-Gruppen nach Gewicht

Das ist wohl die Einteilung, die wir alle kennen: Die Kindersitz-Gruppen 0 bis III. Hier geht alles nach dem Gewicht des Kindes. Zugegeben, diese Einteilung ist etwas einfacher, denn wir Eltern können uns einfach an den fest zugeordneten Gruppen orientieren und nicht viel falsch machen.

Mittlerweile dürfen nur noch Kindersitze verkauft werden, die die neusten beiden Normen (R 44-03 und R 44-04) erfüllen. Und die können in den meisten Fällen mit den i-Size Kindersitzen mithalten.

Wichtig für die Überblicks-Tabelle: Die Kindersitz-Gruppen sind nur nach Gewicht kategorisiert. Größe und Alter sind daher Richtangaben, können aber mitunter abweichen, wenn euer Nachwuchs beispielsweise sehr leicht aber groß ist.

Gewicht des Kindes

Größe des Kindes

Alter (ca.)

Nicht mitwachsende Kindersitze

Gruppe 0

bis 10 kg

bis 75 cm

Geburt bis 1 Jahr

Gruppe I

9 bis 18 kg

75 bis 100 cm

1 bis 4 Jahre

Gruppe II

15 bis 25 kg

bis 125 cm

3,5 bis 7 Jahre

Gruppe III

25 bis 36 kg

bis 150 cm

7 bis 12 Jahre

Mitwachsende Sitze

Gruppe 0+

bis 13 kg

bis 90 cm

Geburt bis 15 Monate

Gruppe 0+/I

bis 18 kg

bis 100 cm

Geburt bis 4 Jahre

Gruppe I/II

9 bis 25 kg

72 bis 125 cm

1 Jahr bis 7 Jahre

Gruppe I/II/III

9 bis 36 kg

74 bis 150

1 Jahr bis 12 Jahre

Gruppe II/III

15 bis 36 kg

95 bis 150 cm

3,5 bis 12 Jahre

Weil Kids unterschiedlich gebaut sind, solltet ihr euren Nachwuchs vor dem Kauf immer Probesitzen lassen.
Better save than sorry
Anzeige

Kindersitz-Gruppe 0: Die Babyschale für das erste Jahr

Eine Babyschale ist der erste Kindersitz fürs Baby. Sie wird immer rückwärts gerichtet im Auto montiert. Einzige Ausnahme ist der Jade von Maxi Cosi. Hier liegt das Baby quer zur Fahrtrichtung.

Zugelassen ist die Kindersitz-Gruppe 0 bis 10 kg. Ist euer Kind eher von der großen, aber leichten Sorte, könnt ihr euch auch an den 75 cm orientieren. 

Die Babyschale ist nicht zu klein, wenn die Füße etwas über den Rand hinausragen. Das ist okay. Gefährlich wird es, wenn der Kopf über die Babyschale hinausschaut. Dann ist es Zeit für einen neuen Kindersitz.

Ab wann ist ein Kindersitz der Gruppe 1 der richtige?

Spätestens wenn das Köpfchen über den Rand der Babyschale hinausragt, ist ein Kindersitz der Gruppe 1 oder ein mitwachsender Sitz angesagt. Diese Kindersitze sind ab 9 kg zugelassen und bis 18 kg nutzbar.

Ihr könnt einen Kindersitz aus Gruppe I dann ca. bis zum vierten Geburtstag nutzen, allerdings überschreiten nicht wenig Kinder dann bereits die 18 kg.

Anzeige

Ab wann ist ein Kindersitz der Gruppe 2 angesagt?

Wenn ihr auf der Suche nach einem Kindersitz ab 15 kg seid, dann ist Gruppe II die richtige. Allerdings muss man sagen, dass es nur noch wenige Kindersitze gibt, die ausschließlich der Gruppe 2 zugeordnet werden.

Alternativ sind dann die mitwachsenden Sitze der Gruppe I/II, Gruppe I/II/III oder der Gruppe II/III eine Option. Wählt ihr einen Kindersitz der letzten beiden Gruppen, ist das unter Umständen der letzte Kindersitz, denn sie sind alle bis 36 kg bzw. 150 cm zugelassen.

Ab wann ist ein Kindersitz der Gruppe 3 gut?

Zugelassen sind diese Kindersitze ab 25 kg. Hierbei handelt es sich um Sitzerhöher ohne Rückenlehne. Hiervor raten Experten laut test.de allerdings ausdrücklich ab, denn es ist kein Seitenaufprallschutz dabei. Nutzt am besten auch hier einen mitwachsenden Sitz und seid so auf der sicheren Seite. 

Cybex Solution T i-Fix

Cybex Solution T i-Fix

Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 22.06.2024 13:50 Uhr

Mitwachsende Kindersitze: Von Kindersitzgruppe 0+ bis II/III

Zwischen den Zeilen dürften die Vorteile dieser Kindersitz-Gruppen bereist klar geworden sein. Sie sind länger einsetzbar und so spart ihr am Ende Geld, da ihr nur zwei Sitze kaufen müsst: nämlich einen aus der Gruppe 0+/I und einen aus der Gruppe I/II/III bzw. II/III.

Anzeige

Der Nachteil: Sie sind weniger gut auf die je aktuelle Größe des Kindes angepasst. Und bei Kindersitzen der Gruppe 0+/I handelt es sich nicht um die klassischen Babyschalen, die einfach herausgenommen werden können, wenn das Baby eingeschlafen ist. Dafür habt ihr wiederum einen Sitz (Reboarder), den ihr meist von Geburt an bis zum ca. vierten Geburtstag nutzen könnt. Bei den meisten Sitzen habt ihr außerdem den Vorteil, dass ihr ihn in der Neigung einstellen könnt.

Babys, die nicht selbstständig sitzen können, müssen liegend transportiert werden und diese Einstellung könnt ihr euch auch bei größeren Kindern zu nutzemachen. Weiterer Vorteil: Kindersitze der Gruppe 0+/I sind immer rückwärts und vorwärts gewandt einsetzbar.

Säuglinge unter 9 Kilo bzw. unter sechs Monate müssen immer rückwärts gewandt fahren, so wie in der Babyschale auch. Und Tests haben bewiesen: Rückwärts gerichtet fahren ist am sichersten. Reboarder sind daher wahre Allrounder.

Ist euer Kleinkind aus dem Sitz gewachsen, könnt ihr dann auf einen Sitz der Gruppe I/II/III oder II/III umsteigen. Hierbei handelt es sich um Kindersitze, die mitwachsen und nach und nach verstellt werden.

Nutzbar sind die Kindersitze ab 9 bzw. 15 kg. Zu Beginn werden die Kinder entweder mit einem Fangkörper und dem Autogurt angeschnallt oder mit den Hosenträgergurten des Sitzes.

Sobald euer Nachwuchs 12 Jahre alt ist oder 1,50 cm groß, benötigt er keinen Kindersitz mehr. Experten raten dazu, hier eher nach der Größe als nach dem Alter zu gehen. Der Autogurt muss über die Schulter des Kindes laufen und darf nicht am Hals einschneiden.

Quellen: test.de, kindersitzprofis.de

Wie Kinder lernen: 7 unglaubliche Fakten Abonniere uns
auf YouTube

Das ultimative Kinderfilm-Quiz: Kennst du alle Klassiker?

Hat dir "Welche Kindersitz-Gruppen es gibt und wann ein Sitz definitiv zu klein ist" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Youtube, Instagram, Flipboard und Google News folgst.