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Schul- und Kita-Öffnung im Überblick: Nur Sachsen geht einen Sonderweg

Schul- und Kita-Öffnung im Überblick: Nur Sachsen geht einen Sonderweg

Öffnungsplan

Gestern entschied die Bundesregierung auf dem Corona-Gipfel, dass der Lockdown bis in den März verlängert wird. Doch wie geht es mit den Schulen und Kitas weiter? Hier dürfen die einzelnen Länder selbst entscheiden. Es zeichnet sich ein einheitliches Öffnungsdatum ab, doch Sachsen hat einen eigenen Plan.

Ab 22. Februar öffnen die meisten Grundschulen wieder

Nachdem viele Kinder- und Jugendärzte nochmal betont haben, wie sehr die Kinder unter der dauerhaften Schulschließung und häuslichen Isolation leiden, einigte man sich auf einen Öffnungstermin. Es war ein zähes Ringen um die Öffnung, doch alle waren sich einig, dass der Gesundheitsschutz gewahrt werden muss, gleichzeitig aber der Schulbetrieb langsam wieder losgehen soll.

Einige Politiker forderten einen einheitlichen gesamtdeutschen Öffnungsplan. Ein entsprechendes Hygienekonzept für den Präsenzunterricht wurde bereits am Montag vorgelegt. Doch da die Kultushoheit in Deutschland immer noch föderal bestimmt ist, dürfen die Länder dies selbst bestimmen. Einige drängten auf zügige Öffnung, in anderen Ländern gibt es noch keine konkreten Termine oder Bekanntgaben.

Die Öffnungstermine für die einzelnen Länder

Die folgenden Bundesländer konnten sich bereits auf einen Öffnungstermin einigen. Vor allem die Kitas und Grundschulen werden Ende Februar/Anfang März laut ZDF.de wieder mit einem teilweise eingeschränkten Regelbetrieb öffnen.

  • Baden-Württemberg: Kitas und Grundschulen öffnen schrittweise ab 22. Februar
  • Berlin: Grundschulen öffnen ab 22. Februar
  • Brandenburg: Wechselunterricht in den Grundschulen bis Klasse 6 ab 22. Februar
  • Hessen: Wechselunterricht in den Grundschulen bis Klasse 6 ab 22. Februar
  • Mecklenburg-Vorpommern: Kitas und Grundschulen öffnen ab 22. Februar
  • Nordrhein-Westfalen: Schrittweise Schulöffnung ab 22. Februar
  • Rheinland-Pfalz: Wechselunterricht ab 22. Februar
  • Saarland: Wechselunterricht in Grundschulen ab 22. Februar
  • Sachsen: Kitas und Grundschulen öffnen ab 15. Februar
  • Sachsen-Anhalt: Kitas und Schulen öffnen ab 1. März
  • Schleswig-Holstein: Kitas und Grundschulen öffnen ab 22. Februar

Sachsen ist das einzige Bundesland, dass bereits Kitas und Grundschulen vor dem 22. Februar öffnet. Dieser Alleingang wurde schon vor dem Coronagipfel bekannt gegeben.

Diese Bundesländer haben noch keinen Öffnungstermin

Einige Länder debattieren jedoch noch um die richtige Öffnungsstrategie je nach Infektionslage in ihrer Region. Für die folgenden Länder ist noch kein Termin bekannt.

  • Bayern: Noch kein Termin bekannt
  • Bremen: Noch kein Termin bekannt
  • Hamburg: Keine Änderung bis Mitte März, Öffnungstermin noch nicht bekannt
  • Niedersachsen: Noch kein Termin bekannt
  • Thüringen: Noch kein Termin bekannt, Stufenplan nach Inzidenzwert

So wollen die Länder den Gesundheitsschutz umsetzen

Die Länder waren sich alle einig, dass die Schulen nicht wie bisher öffnen können, sondern es strengere Hygienemaßnahmen geben muss. In vielen Bundesländern wird es daher Wechselunterricht geben und es soll ein besseres Lüftungskonzept durchgesetzt werden. Berlin und viele weitere Bundesländer wollen zudem mit regelmäßigen Schnelltests arbeiten, so dass man die Infektionssituation schnell überblicken könne.

Kritik am Öffnungsplan

Der Deutsche Lehrerverband kritisiert indessen, das die Öffnungstrategie nicht an eine Inzidenz gekoppelt sei. Er befürchtet, dass die Schulen sonst vorzeitig wieder im April oder Mai schließen müssen, wenn es zu einer dritten Welle kommen würde. Der Verband Bildung und Erziehung fordert zudem deutschlandweit mehr Masken und Coronatests für Kita- und Lehrerpersonal. Der Verein kritisiert, dass es hier wieder keine einheitlichen Maßnahmen gibt.

"Die Bundeskanzlerin wäre gut beraten gewesen, sich auch bei den Sicherheitsvorkehrungen an den Schulen durchzusetzen, um den wilden Öffnungsfantasien einiger Ministerpräsidenten und Kultusminister keinen freien Lauf zu lassen."

Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands laut news4teachers.de
Bildquelle: Getty Images/Halfpoint

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