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Selbstverteidigung für Kinder: Warum das schon für die Kleinen Sinn macht

© Getty Images / Canetti
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Selbstverteidung für Kinder? Es scheint zunächst absurd, dass sich die Kleinen gegen einen Erwachsenen körperlich zur Wehr setzen können – Kurs hin oder her. Wir erklären, warum so ein Training trotzdem Sinn macht.

Was sind die Ziele von Selbstverteidigung für Kinder?

Schon klar: Ein vierjähriges Kind wird sich im Zweifel niemals körperlich gegen einen 40-jährigen Mann wehren können. Aber dafür ist ein Selbstverteidigungskurs für Kinder auch gar nicht da.

Die Ziele von Selbstverteidigung für Kinder sind vielmehr:

  • Lernen, Grenzen zu ziehen
  • Lernen, "Nein" zu sagen
  • Selbstbewusstsein aufbauen, auch gegenüber Erwachsenen
  • richtige Einschätzung und richtiges Verhalten in gefährlichen Situationen
  • Hilfe gegen Gefahren im Alltag
  • Werkzeug gegen Mobbing
  • Möglichkeit, sich selbst zu schützen

Vermittelt Selbstverteidigung für Kinder "Kampftechniken"?

In Selbstverteidigungskursen lernen Kinder verschiedene Techniken, um sich aus Haltegriffen zu befreien oder einem/r Angreifer*in gezielt Schmerzen zuzufügen. Allerdings wird ganz deutlich vermittelt, dass das das allerletzte Mittel der Wahl ist. Viel wichtigere Ziele des Trainings sind, dass die Kids lernen, Verlockungen durch Fremde zu widerstehen und, wenn sie in eine komische oder bedrohliche Situation mit einem Fremden geraten, zu schreien, Abstand zu halten, wegzulaufen und um Hilfe zu rufen.

Selbstverteidigung für Kinder: Ab wann?

Schon ab dem Kindergartenalter wird Selbstverteidigung angeboten. Wichtiges Learning für die ganz Kleinen: Zuhause und auch in der Betreuung wird ihnen eingetrichtert, möglichst wenig zu schreien. In einem Selbstverteidigungskurs wird ihnen dagegen beigebracht, dass lautes Schreien auch zur Verteidigung dienen kann.

Wenn die Kinder älter – und kräftiger – werden, kommen immer mehr körperliche Verteidigungsmöglichkeiten hinzu: Wie kann man sich aus Griffen befreien? Wie lässt sich ein Angreifer durch Tritte und Schläge aufhalten? Und wie fällt man so, dass man sich nicht verletzt? All das sind Inhalte von Selbstverteidungskursen für etwas größere Kinder. Ab etwa zwölf Jahren sind Teenager übrigens in der Lage, es mit den richtigen, trainierten Techniken mit einem Erwachsenen körperlich aufzunehmen.

Wie läuft Selbstverteidigung für Kinder ab?

Manchmal findet ein solcher Kurs "getrennt" in reinen Mädchen- oder Jungen-Gruppen statt, manchmal auch in gemischten Gruppen. Ein Vorteil ist es, wenn die Kinder ungefähr im gleichen Alter sind.

Meist wird Selbstverteidigung als Block angeboten, also beispielsweise 15 Stunden in einer (Ferien-)Woche oder je zwei Stunden pro Woche über sechs Wochen hinweg. So bekommen die Kinder in relativ kurzer Zeit über situationsbezogene Übungen und Rollenspiele geballtes Wissen vermittelt. Das ist nicht immer nur ein Vorteil: Oft haben sie nach einiger Zeit das meiste wieder vergessen. Nachhaltiger wirkt deshalb ein regelmäßiges Training.

Selbstverteidigung für Kinder: Kampfsport als Alternative?

Wer möchte, dass seine Kinder regelmäßig richtiges Verhalten in Gefahrensituationen trainieren, der kann eine Anmeldung bei einem Kampfsportzentrum setzen. Dafür in Frage kommen zum Beispiel Karate, Krav Maga und WingTsun. Auch dort werden Kinder in Sicherheitstechniken geschult, die durch die regelmäßige Wiederholung tief verinnerlicht werden. Sie lernen dort Selbstbehauptung, auch gegenüber Gleichaltrigen, Respekt anderen gegenüber, bekommen ein besseres Körpergefühl und mehr Selbstbewusstsein.

Quellen:
kita.de
deine-selbstverteidigung.de
polizei-dein-partner.de

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