Tag der Handschrift: 5 Tipps, wie ihr eure Kinder fördern könnt

Mit Füller & Kuli

Tag der Handschrift: 5 Tipps, wie ihr eure Kinder fördern könnt

Nachrichten auf dem Smartphone tippen oder am Laptop schreiben: Das fällt unserem Nachwuchs ganz leicht. Mit der Handschrift sieht es da schon etwas schwerer aus. Wieso das Handschreiben so wichtig ist und wie ihr eure Kids dabei fördern könnt.

Auch wenn Laptop, Smartphone und Tablet mittlerweile unsere Schreibgeräte Nummer Eins sind, gilt: Wer nicht gut und flüssig mit der Hand schreiben kann, tut sich auch bei grundlegenden Skills wie Lesen oder Rechtschreibung schwerer. Darauf verweist das Schreibmotorik Institut zum heutigen Tag der Handschrift. Diese Probleme haben dann oft nicht nur Konsequenzen für schulische Leistungen, sondern gegebenenfalls auch für das spätere Berufsleben.

37 % der Kinder hat Probleme mit der Handschrift

Immer mehr Kindern fällt es schwer, mit der Hand zu schreiben – das zeigt zumindest die aktuelle STEP-Studie des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) und des Schreibmotorik Instituts. Grundschullehrkräfte sagten dabei, dass etwa 37 % der Kinder Probleme haben, eine gut leserliche, flüssige Handschrift zu entwickeln. Was die Gründe dafür sind, ist nur schwer zu sagen. Vielleicht liegt es daran, dass unser Nachwuchs immer weniger mit Handschrift, dafür verstärkt mit digitalen Texten und Notizen in Berührung kommt.

Dr. Marianela Diaz Meyer, Ergonomie-Expertin und Geschäftsführerin des gemeinnützigen Schreibmotorik Instituts, betont: „Es zeigt sich, dass sich die Kindheit in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert hat. Kinder verbringen immer weniger Zeit mit Bewegungsspielen, was sich dann bei der Motorik, auch bei der Fein- und Schreibmotorik, bemerkbar macht. Kindergarten und Grundschule sollten hier gegensteuern – aber auch die Eltern sind gefordert. Denn es geht beim Handschreiben nicht um eine schöne, aber im Zeitalter der Digitalisierung doch verzichtbare Kulturtechnik, sondern um echte Bildungschancen.“

5 Tipps, wie ihr die Handschrift eurer Kinder fördern könnt

Doch was können wir tun, um unsere Kinder beim Handschreiben zu fördern? „Den Weg dahin müssen wir attraktiver machen“, erklärt Dr. Marianela Diaz Meyer vom Schreibmotorik Institut. Dafür hat sie fünf Tipps:

  1. Wertschätzung: Hier sind wir alle gefordert und müssen als gutes Beispiel vorangehen. Wir müssen zeigen, wie wichtig das Handschreibens ist, und unsere Kinder motivieren und unterstützen. Diaz Meyer betont, dass wir auch wieder mehr feinmotorische Freizeitaktivitäten – etwa Gesellschaftsspiele, bei denen es auf geschickte Finger ankommt, brauchen.
  2. Stifthaltung: Lasst eure Kinder bei ihren ersten Schreibversuchen nicht alleine. Unterstützt sie mit spielerischen Übungen dabei, den Stift locker und unverkrampft zu halten und zu führen.
  3. Geduld: Wie bei allem, was wir neu lernen, braucht es auch beim Handschreiben viel Geduld. Wenn es nicht so richtig klappen will, lobt immer wieder das bereits Erreichte und sprecht mit dem Kind darüber. Was genau klappt nicht? Warum klappt es nicht? Schmerzt womöglich die Hand? Was gefällt dem Kind nicht? Entwickelt gemeinsame Lösungen.
  4. Ganzheitlich lernen: Zeigt euren Kindern, wie sehr sie vom Handschreiben profitieren: Wörter merkt man sich schließlich besser, wenn man sie mehrfach von Hand aufschreibt. Gleichzeitig fördert das auch die Rechtschreibung, genauso wie das Lesen. Ganz abgesehen vom Textverständnis, das sowohl durch regelmäßiges Lesen als auch durch häufiges Handschreiben geschult wird.
  5. Gezielter Unterricht: Laut Expertin Marianela Diaz Mayer reicht eine Übungsstunde pro Woche für die Handschrift aus, damit sich positive Effekte einstellen. Überfordert also eure Kinder nicht. Wichtig: Buchstaben sollten nicht abgemalt, sondern frei geübt werden. Gut geeignet sind z. B. gezielte Bewegungsspiele für Druck und Lesbarkeit und Übungen zum schnellen Schreiben von Anfang an.
Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

An der Motivation scheitert das Handschreiben unserer Kids sicher nicht: Wer einmal Vier- und Fünfjährige bei ihren ersten Schreibversuchen beobachtet hat, weiß, wie sehr sie nur so vor Begeisterung und Elan strotzen. Schließlich gibt es doch nichts cooleres, als seinen eigenen Namen schreiben zu können! Diese positive Energie können Eltern wunderbar nutzen, um ihre Kinder in puncto Handschrift frühzeitig zu fördern. Auf unserer Seite findet ihr noch viele weitere Tipps, wie das spielend gelingen kann.

Bildquelle: Getty Images/gpointstudio

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