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Eröffnungswehen: Geht's jetzt los?

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Eröffnungswehen: Geht's jetzt los?

Eröffnungswehen sind, wie der Name schon sagt, die Eröffnungsphase in eine Geburt. Allerdings fällt es nicht immer ganz leicht zu erkennen, wann es denn nun wirklich los geht.

Senkwehen, Eröffnungswehen, Austreibungsphase, die Hebammen in den Geburtsvorbereitungskursen werfen oft mit jeder Menge Begriffen um sich. Nur leider ist nicht immer klar, was das denn genau bedeutet. Die vielleicht wichtigste Frage ist doch: Woran erkennt man Eröffnungwehen? Und der Satz "Wenn es echte Wehen sind, dann merkt ihr das schon", der hilft leider gar nicht.

Was ist eine Wehe?

Eine Wehe, auch Kontraktion genannt, ist ein Zusammenziehen der Gebärmutter. Ob es sich bei dieser Wehe um eine Senkwehe oder eine Eröffnungswehe handelt, ist der Gebärmutter erstmal egal. Sie sieht sich zusammen und das bereitet dir unter Umständen für eine kurze Zeit Schmerzen.

Was sind Eröffnungswehen?

Eröffnungswehen treten zum Anfang einer Geburt alle 5 bis 30 Minuten auf. Sie dauern bis zu 30 Sekunden. Die Regelmäßigkeit ist tatsächlich ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Geburt nun wirklich los geht und die Wehen ein Ziel haben. Nämlich das, die Geburt zu starten.

Wenn ihr über Tage verteilt immer mal einzelne Wehen habt, dann können die ein Indiz dafür sein, dass die Geburt bald losgeht. Aber es handelt sich dabei nicht um Eröffnungswehen, weil ihnen die Regelmäßigkeit fehlt. Eine einzelne Wehe hier oder da macht eben leider noch keine Geburt.

Eröffnungswehen, welcher Abstand ist normal?

Sie treten im Abstand von fünf bis 30 Minuten auf. Zunächst sind sie 10 bis 20 Sekunden lang, das steigert sich im Laufe der Zeit und mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf bis zu 30 Sekunden.

Die Eröffnungswehen sorgen dafür, dass sich, nach und nach der Muttermund öffnet. Ist der 10 Zentimeter geöffnet, kann das Baby kommen.

Wie ist die Dauer der Eröffnungswehen?

Eröffnungswehen dauern durchschnittlich 30 Sekunden an. Das klingt nicht nach viel und das ist es auch nicht. Natürlich werdet ihr in diesen 30 Sekunden glauben, dass ihr nicht mehr könnt. Das ist total normal. Allerdings sind danach in aller Regel mehrere Minuten Pause, bis die nächste Wehe kommt. Und das solltet ihr immer wieder verinnerlichen, wenn ihr glaubt, ihr könnt nicht mehr.

Wo spürt man Eröffnungswehen?

Das ist von Frau zu Frau verschieden. Die einen spüren die Eröffnungswehen eher im Rücken, die anderen eher in der Leistengegend. Gerade wenn ihr eh am Ende der Schwangerschaft unter Rückenschmerzen leidet, kann es passieren, dass ihr die Wehen zunächst gar nicht bemerkt. Weil es sich dann einfach wie ein kurzes Pieksen anfühlt, das wieder vergeht.

Eröffnungswehen, wie fühlen sie sich an?

Das Schmerzempfinden ist unterschiedlich, deswegen ist eine pauschale Antwort schwierig. Die einen Frauen berichten, dass sie die Eröffnungswehen kaum spürten und sich wunderten, dass die Geburt tatsächlich schon begonnen hat. Andere erklären, dass sie schon diese Wehen veratmen mussten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Mich haben die sich immer wiederholenden Schmerzen alarmiert. An sich ließen sich die Wehen zunächst gut aushalten, aber umso regelmäßiger sie wurden, umso schmerzhafter wurden sie auch. Ich konnte mich allerdings immer noch gut unterhalten in den Pausen. Und genau darauf habe ich mich immer konzentriert, auf die Pausen zwischen den Wehen.

Eröffnungswehen, wie lange dauern sie?

Die Eröffnungswehen öffnen den Muttermund. Als Faustregel heißt es: Für jeden Zentimeter eine Stunde Wehen. Wenn der Muttermund dann vollständig geöffnet ist, beginnt die Austreibungsphase. Die dauert auch noch ein bis zwei Stunden. Das ist aber nur eine pauschale Ansage. Jede Schwangere ist anders. Und so ist es auch mit der Geburt so. Bei Mehrfachgebärenden ist die Eröffnungsphase in der Regel etwas verkürzt, sie dauert meist 6 bis 8 Stunden.

Eröffnungswehen, wann ins Krankenhaus?

Der Tipp der Hebamme: Wenn ihr euch Zuhause nicht mehr wohl fühlt. Das ist bei der einen Frau früher und bei der anderen später der Fall. Es geistert immer wieder die Angst durch Geburtsvorbereitungskurse, dass Schwangere zu lange warten und dann das Baby auf dem Parkplatz vor der Klinik zur Welt kommt. Das passiert sehr sehr selten. Es ist viel mehr oft so, dass ihr im Kreißsaal vielleicht warten müsst, weil ihr schlicht zu früh gekommen seid.

Was ist schlimmer, Eröffnungswehen oder Krankenhaus?

Die allermeisten Frauen fühlen sich zuhause in der ersten Phase der Geburt wohler. Im Kreißsaal kann es tatsächlich langweilig werden, wenn ihr zu früh dort vorbeikommt. Eventuell werdet ihr auch zum Spazieren gehen geschickt, weil Bewegung vielen Frauen unter der Geburt gut tut. Und, weil die Situation im Kreißsaal auch angespannt ist. Da ist es ungünstig, wenn eine Frau, die gerade erst am Anfang der Eröffnungsphase ist, den Kreißsaal über viele Stunden blockiert. Bleibt also solange, wie ihr euch sicher und gut fühlt, zuhause. Im Zweifelsfall werden euch die Hebammen eine Empfehlung geben, ruft einfach im Krankenhaus an.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass die Geburt losgeht und ihr Eröffnungswehen spürt, dann bleibt ruhig. Natürlich ist es aufregend, dass es nun bald ernst wird, dass ihr bald euren Nachwuchs kennenlernen könnt. Aber es ist in aller Regel immer noch genug Zeit, dass ihr ganz entspannt ins Krankenhaus kommt. Bleibt solange zuhause, wie ihr euch da wohlfühlt. Und bei der kleinsten Unsicherheit, könnt ihr im Kreißsaal oder bei eurer Hebamme anrufen. Sie wissen ziemlich gut Bescheid, wann ihr euch auf den Weg machen könnt.

Und hier findet ihr unserer Tipps zu den verschiedenen Geburtspositionen – denn spätestens mit Beginn der Eröffnungswehen solltet ihr euch Gedanken zur richtigen Geburtsposition machen. Denn eine individuelle Gebärstellung gehört zu einer schönen, möglichst unkomplizierten Geburt dazu.

Viele werdene Mamas fragen sich um den Geburtstermin: Geht es jetzt los? Sind das schon Anzeichen für die Geburt? Wir haben alle sicheren und unsicheren Zeichen für den Beginn der Geburt für dich auf einen Blick.

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Mein Fazit

Ich war bei allen drei Geburten sehr aufgeregt, als mir klar wurde, dass es wirklich losgeht. Und es hat sich jedes Mal anders angefühlt. Einmal zog es eher im Rücken, einmal vorn im Bauch. Während ich mich eher zurückzog, wurde mein Mann hektischer, packte die Tasche und koordinierte die Betreuung der anderen Kinder. Die Eröffnungswehen ließen sich, gerade zu Beginn, immer gut aushalten. Und als es Richtung Geburt ging, hielt ich immer an dem Mantra fest: Nach jeder Wehe gibt es eine Pause! Das half.

Bildquelle: getty images / Prostock-Studio

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