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E-Bikes bei Stiftung Warentest: Die besten Elektro-Räder auf dem Markt

E-Bikes kosten ein kleines Vermögen, deswegen will der Kauf gut überlegt sein. Praktischerweise hat Stiftung Warentest im großen E-Bike-Test neun beliebte SUV-E-Bikes genauer unter die Lupe genommen, um euch den Kauf zu erleichtern. Diese Modelle sind ihr Geld wirklich wert.

E-Bike-Test: Die Testsieger im Überblick

Sie erleichtern uns den Weg zur Kita, lassen uns die Einkäufe ohne Mühe nach Hause bringen und machen aus Radtouren eine angenehme Spazierfahrt: E-Bikes, auch bekannt als Pedelecs, sind schon lange kein Rentner-Fahrzeug mehr, sondern ein beliebtes Verkehrsmittel für alle, die gerne mehr Zeit auf dem Rad verbringen möchten. Insgesamt wurden diesmal neun E-Bikes auf Herz und Nieren geprüft. Dabei schnitten immerhin sieben "gut" ab. Richtige Allrounder waren allerdings nur wenige Modelle. Das sind die beiden Testsieger.

Modell
Testsieger

KTM: Macina Aera 671 LFC

Simplon: Kagu Bosch CX 275 TR
Optik
ebike test - KTM Macina Aera 671 100x100
Gesamtnote 1,8 (Gut) 2,1 (Gut)
Preis 3.999 € (Fahrrad-XXL) 4.099 € (Idealo)
Rahmenform Tiefer Einstieg Trapezrahmen
Fahrradgewicht 28,3 kg 27,8 kg
Schaltung Ketten­schaltung Nabenschaltung
Anzahl Gänge 10 stufenlos
Akku: Ener­gie­inhalt 625 Wh 625 Wh
Ladedauer 3 h 20 min 3 h 20 min

*Die Preise können sich jederzeit ändern. Bei idealo könnt ihr den Preisverlauf gut im Blick behalten und checken, wo es das gewünschte Produkt aktuell am günstigsten gibt.

E-Bike-Test: So hat Stiftung Warentest bewertet

Für den E-Bike-Test nahm Stiftung Warentest insgesamt neun Pedelecs genauer unter die Lupe. Dabei handelte es sich diesmal speziell um SUV-E-Bikes, die einen Mix aus Mountain­bike, klassischem City-Tiefein­steiger- und Trekking-E-Bike darstellen. Die Preisspanne der getesteten Räder reicht von 3.300 bis 5.350 €. Alle Modelle sind sowohl für Frauen als auch Männer geeignet.

Am wichtigsten war bei der Bewertung das Fahrverhalten der Bikes, das mit 40 % gewichtet wurde. Dabei wurden unter anderem Komfort, Federungs­verhalten, Sitz- und Griff­position, die Schaltung, das Anfahren und die Fahr­stabilität mit und ohne Gepäck genauer betrachtet.

Der Antrieb fiel mit 20 % ins Gewicht. Bewertet wurden hier vor allem Ansprech­verhalten und Motor­unterstüt­zung, der Nach­lauf des Motors, die Dosierung der Unterstüt­zungs­stufen sowie die Schiebe­hilfe.

Auch die Handhabung machte 20 % der Gesamtnote aus. Die Testfahrer*innen bewerteten die Gebrauchsanleitung, das Einstellen und Anpassen von Vorbau und Sattel, die Bedien­elemente und die Anzeige. Außerdem wurde geprüft, wie gut sich die Akkus laden, ein- und ausbauen, und die Pedelecs tragen und reparieren lassen. Sicherheit und Halt­barkeit machten ebenfalls 20 % der Bewertung aus. Dabei wurden unter anderem die Bremsfunktion sowie die elektrische und funk­tionale Sicherheit überprüft.

E-Bike-Test: Die Testsieger im Detail

Testsieger: "Macina Aera 671 LFC" von KTM

ebike test - KTM Macina Aera 671
Bildquelle: Fahrrad-XXL

Das "Macina Aera 671 LFC" von KTM konnte mit einer Gesamtnote von 1,8 im wahrsten Sinne des Wortes den Testsieg einfahren. Die Tester*innen lobten, dass das sehr wendige Rad sich durchweg gut fahre und das Fahrerlebnis auch durch Gepäck nicht nennenswert beeinträchtigt werde. Allerdings liegt die erlaubte Zuladung beim KTM auch nur bei 10 kg.

Das E-Bike hat außerdem die beste Schaltung im Test, funk­tioniert auch berg­auf sehr gut und ist durch seine speziell geformten Zahnräder besonders ruckarm. Der Motor stammt aus dem Hause Bosch und ist sehr kräftig und gut abgestuft. Allerdings kritisierten die Fahrer*innen, dass er unter Belastung sehr laut werden kann.

Der 625-Watt­stunden-Akku ist in etwas mehr als 3 Stunden voll geladen und lässt sich unkom­pliziert von oben ein­setzen. Das KTM-Bike überzeugte sowohl auf als auch abseits der Straße und schneidet in Sachen Hand­habung von allen getesteten Rädern am besten ab. Der agile und vielseitige Testsieger ist aktuell für 3.999 € bei Fahrrad-XXL erhältlich.

KTM Macina Aera 671 jetzt ab 3.999,00 € bei Fahrrad XXL
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 14.08.2022 19:01 Uhr

"Kagu Bosch CX 275 TR" von Simplon

ebike test - Simplon Kagu Bosch CX 275 TR
Bildquelle: Idealo

Auf dem zweiten Platz landete das "Kagu Bosch CX 275 TR" von Simplon. Das E-Bike hat eine Naben­schaltung und begeisterte vor allem mit seinem guten, stabilen Fahr­ver­halten. Leider wird dieses mit dem zugelassenem 15-Kilo-Gepäck leicht ver­schlechtert.

Die Reifen und die stufenlose Schaltung mit Rie­men­antrieb eignen sich super für das Fahren auf Asphalt. Allerdings schaltet das Rad bei starker Belastung (z.B. berg­auf) nicht ideal und die Pedale werden bei Nässe rutschig.

Auch das Simplon-Bike verfügt über einen kräftigen und gut abge­stuften Bosch-Antrieb. Der Akku lädt ebenso wie der Testsieger in etwas mehr als 3 Stunden. Das Dis­play ist intuitiv bedienbar und auch an der Licht­anlage ist Stiftung Warentest zufolge absolut nichts auszusetzen. Das kom­fortable Asphaltrad ist aktuell ab 4.099 € bei Idealo erhältlich.

Welche E-Bike-Arten gibt es?

Inzwischen gibt es viele verschiedene Arten von E-Bikes, sodass man als Laie schnell den Überblick verlieren kann. Diese Pedelecs sind besonders verbreitet.

E-Mountain­bike

Die meisten E-Bikes, die ihr auf der Straße seht, sind vermutlich E-Mountainbikes. Sie verfügen häufig über eine Ketten­schaltung, kräftige Motoren und einen Sloping-Rahmen. Unterschieden wird zwischen "Hardtails", die nur vorne gefedert und für leichtes Gelände gedacht sind, und voll gefederten "Fullys", die sich für jeglichen Unter­grund eignen. Wenn ihr ein E-Mountainbike auch im normalen Straßenverkehr nutzen wollt, solltet ihr euch auf jeden Fall eine Klingel und Reflektoren zulegen, damit ihr keine Probleme bei einer Verkehrskontrolle bekommt.

Trekking-E-Bike

Das Trekking-E-Bike ist zwar immer noch sport­lich und eignet sich für lange Touren, es ist aber komfort­abler als ein Mountain­bike. Da sich diese Räder bestens für Viel­radler eignen, verfügen sie meist bereits über ein Licht­, Schutz­bleche und einen Gepäck­träger. Die Sitzposition ist hier meist leicht nach vorne geneigt, es wird über eine Ketten­schaltung geschaltet und das Fahrverhalten durch einen Diamant- oder Trapez­rahmen verbessert.

City-E-Bike

Das City-E-Bike – ihr ahnt es vielleicht bereits – eignet sich besonders für Kurz- und Mittel­stre­cken auf befestigten Wegen, also zum Beispiel in der Stadt. Durch die aufrechte Sitzposition behaltet ihr einen guten Überblick über den Straßenverkehr. Die häufig verwendete Naben­schaltung und der Riemen­antrieb sorgen dafür, dass das Fahrrad selten gewartet werden muss. Der tiefe Einstieg macht das City-E-Bike zu einem idealen Partner für kleinere oder weniger bewegliche Radfahrer*innen. Alternativ könnt ihr auch zu einem Urban-E-Bike greifen, das häufig minimalistischer und dadurch günstiger ist.

SUV-E-Bikes

SUV-E-Bikes, auch Allroad- oder Crossover-E-Bikes genannt, sind eine Mischung aus sportlichen und komfortablen Pedelecs. So haben sie oft breite, grob profilierte Reifen, eine Federung und kräftige Motoren und eignen sich damit auch für gröbere Pisten.

E-Lastenrad

Mit einem E-Lastenrad lassen sich nicht nur Einkäufe, sondern sogar Hunde und Kinder super transportieren. Laut Stiftung Warentest machten sie 2021 rund 6 % aller verkauften E-Bikes aus.

S-Pedelec

Das S-Pedelec ist ideal für Lang­stre­ckenradler*innen. Während "normale" Pedelecs nur eine Fahrgeschwindigkeit von 25 km/h hinlegen, schafft man mit einem S-Pedelec ein Tempo bis 45 km/h. Oft sind diese Modelle ziemlich schwer und vor allem teuer, und eignen sich daher besser als kostengünstigere Alternative zum Auto. Da sie offiziell nicht mehr als Fahrräder gewertet werden, gilt hier außerdem eine Helm- und Versicherungs­pflicht.

Kaufberatung: Darauf solltet ihr beim E-Bike-Kauf achten

Welche Akkugröße und Reich­weite brauche ich?

Inzwischen gibt es SUV-E-Bikes mit einem Energie­inhalt von rund 750 Watt­stunden. Entsprechende Akkus versprechen zwar mehr Reichweite, sind dafür aber auch ganz schön schwer. Stiftung Warentest empfiehlt für Kurz- und Mittel­stre­cken einen Akku mit 500 Watt­stunden. Zur Not kann die Reich­weite auch bei Pausen "nachgetankt" werden – zumindest, wenn ein gutes Ladegerät mitgeliefert wird, das mit einem relativ hohen Lade­strom läuft. Vier oder mehr Ampere sollte das Gerät auf jeden Fall mitbringen, alles andere ist Stiftung Warentest zufolge "nicht mehr zeitgemäß".

Schaltung: Kette oder Nabe?

Weniger Arbeit habt ihr definitiv mit einer Naben­schaltung. Diese müssen nicht nur seltener gewartet werden, sondern lassen sich auch im Stand schalten. Allerdings ist man damit berg­auf etwas im Nachteil. Eine Kette in Verbindung mit einer Ketten­schaltung ist häufig an sportlicheren Rädern zu finden, weil sie einen dyna­mischeren Fahr­stil ermöglicht. Diese muss man jedoch regelmäßig reinigen, fetten und hin und wieder sogar austauschen.

Kann man einen Kinder­sitz am E-Bike montieren?

Leider lässt sich durch die Form der Sitz­rohrs oder die Position des Akkus nicht jeder Kinder­sitz an jedem Pedelec montieren. Um herauszufinden, ob sich das Modell eurer Wahl mit einem Fahrradsitz kombinieren lässt, solltet ihr also einen Blick in die Unterlagen des E-Bikes werfen, in denen steht ob und unter welchen Bedingungen der Anbieter die Montage erlaubt. Ob ihr eurer Kind auf dem E-Bike transportieren könnt, hängt außerdem vom maximalen Transportgewicht des Fahrrads ab.

Lisa Purrio

Familientauglichkeit

Für Eltern besonders wichtig: Kann man bedenkenlos einen Kindersitz auf den Gepäckträger schnallen? Erlaubt ist es. Dafür bieten sich wohl die E-Bikes von KTM und Pegasus am besten an, denn laut Stiftung Warentest sind sie sehr stabil. Vom Modell der Marke Raleigh ist in diesem Fall abzuraten, denn es soll mit Gepäck nicht so stabil zu fahren sein. Wichtig ist, wenn ihr mit Kindersitz unterwegs seid, ein voller Akku. Denn die Räder sind schon so nicht leicht und mit Kind hinten auf dem Rad wird es sonst ganz schön anstrengend.

Mit und ohne Gepäck Probe fahren

Um herauszufinden, ob ein E_Bike euren Bedürfnissen gerecht wird, solltet ihr es selbstverständlich erst mal probefahren. Gebt euch hier am besten nicht mit einer Fahrt die Straße hoch und runter zufrieden, sondern leiht euch das Rad, sofern möglich, gleich für mehrere Stunden oder sogar ein ganzes Wochenende aus. Einige Händler bieten diesen Service gegen eine Leihgebühr an, die anschließend zum Kaufpreis dazu gerechnet wird. Es hilft außerdem, wenn ihr euer übliches Gepäck gleich mit zur Probefahrt nehmt. So wisst ihr, ob euer Fahrgefühl im Alltag negativ beeinträchtigt werden könnte.

Auf das Gewicht achten

Da viele E-Bike-Besitzer*innen ihre kostspielige Errungenschaft ungern vor der Tür parken wollen, wird das Rad häufig im Keller oder sogar der eigenen Wohnung verstaut. Es ist also wichtig, dass ihr einschätzen könnt, wie mühselig sich das Hoch- und Runterschleppen eures Bikes gestalten wird. Außerdem sollte das Rad im besten Fall eine gute Griffmöglichkeit haben. Hebt das Rad vor Ort also unbe­dingt mal an und tragt es einige Meter.

Quelle: Stiftung Warentest

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Bildquelle: Getty Images / AndreyPopov

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