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Tofu-Test: 2 von 15 Produkten sind gesundheits­gefährdend

Tofu-Test: 2 von 15 Produkten sind gesundheits­gefährdend

Stiftung Warentest

Tofu ist inzwischen nicht mehr aus der vegetarischen und veganen Küche wegzudenken. Ich selbst esse auch oft Tofu, er lässt sich einfach so vielseitig nutzen und ist schnell zubereitet. Endlich hat sich die Stiftung Warentest einmal dem Allzweck-Fleischersatz gewidmet und geschaut, welche Tofu-Produkte eigentlich gesund und unbedenklich sind. Das Ergebnis ist besser als erwartet.

Was ist eigentlich Tofu?

Tofu basiert auf getrockneten Sojabohnen, die traditionell in Wasser eingeweicht, gekocht und püriert werden. Nach dem Kochen werden etwaige Pflanzenfasern entfernt und Magnesiumchlorid oder Kaliumsulfat als Gerinnungsmittel hinzugesetzt, damit das Ganze fest wird. Die Sojamilch fängt dann an auszuflocken und Molke sowie Eiweiß trennen sich. Danach wird die Eiweißmasse gepresst, sodass das Wasser abfließen kann und nur noch das Soja übrig bleibt. So entsteht die feste weiße geschmacksneutrale Masse, die wir als Tofu kennen.

Tofu-Test: 10 von 15 Testprodukten sind gut

Die Stiftung Warentest hat zwischen Februar und März 2021 15 Sojaprodukte eingekauft, getestet und miteinander verglichen. Darunter sind günstige Marken unserer Supermärkte, Bio-Produkte und Tofu von Discountern. Getestet wurden Naturtofu (8 Sorten), geräucherter Tofu (5 Produkte) und der weichere Seidentofu (2 Produkte). Keine der Marken kam auf die Gesamtnote "sehr gut", doch sehr viele erhielten "gut".

Insgesamt kam heraus, dass zehn der Produkte unbedenklich sind und keine schädlichen Stoffe enthalten. Darunter Produkte von Alnatura, Taifun, Aldi, Lidl und Rewe. Einer der am besten bewerteten Tofus ist mit Note 2,3 Rewe Bio. Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und es wurden keine Schadstoffe gefunden. Welche Marken im Test weiterhin mit "gut" bewertet worden, könnt ihr bei Stiftung Wartentest nachlesen.

Beim Test wurde auf folgende Kriterien geachtet:

  • Geschmack
  • Sensorik
  • Geruch
  • Textur
  • Mundgefühl
  • Schadstoffe
  • Nährstoffe
  • Verpackung und Deklaration

"Äußerlich unterscheiden sich die Tofus einer Sorte meist wenig, geschmack­lich aber teil­weise deutlich. Die besten Tofus im Test punkteten bei unserer Verkostung im Labor durch aromatische Noten oder durch eine locker gestockte Konsistenz nach dem Braten."

Stiftung Warentest

Diese 2 Tofus sind nicht zu empfehlen

Spannend ist für uns Verbraucher vor allem, welche zwei Produkte eher durchgefallen sind. Im Test wurde bei einer Marke ein Schimmelpilzgift gefunden. Das Naturtofu von Kato erhielt daher die Note "ausreichend". Schimmelpilze wirkten in Tierversuchen krebserregend und erbgutschädigend, die Auswirkung auf den Menschen sei in geringer Menge noch akzeptabel laut Stiftung Warentest.

Eine weitere Negativbewertung erhielt das Tofu von Lidl: Das Naturtofu des Discounters enthielt eine erhöhte Anzahl von Keimen. Diese können Eiweiß abbauen und dafür sorgen, dass Lebensmittel schneller verderben.

Nur dieser Tofu trug den Hinweis, dass er vorm Verzehr erhitzt werden soll, plus ein Verbrauchs­datum. Das steht sonst nur auf leicht verderb­licher Ware wie frischem Geflügel. Ein Verbrauchs­datum sagt, dass nach Ablauf das Produkt eine Gesund­heits­gefahr darstellen kann und nicht mehr verzehrt werden sollte.

Stiftung Warentest

Wie nachhaltig ist Tofu?

Laut Stiftung Warentest ist der Verzehr von Tofu nachhaltig, da er klimaneutral produziert werden würde. Die Produktion von Tofu erzeuge 13 mal weniger Treibhausgase als die gleiche Menge Rindfleisch. Das sei schon mal eine gute Nachricht für alle, die sich Gedanken ums Klima machen und daher auf Fleisch verzichten. Tofu ist auch gesund: Es enthält viel Eisen, wenig Fett und wenig Kalorien.

Ihr möchtet euch gern nachhaltiger ernähren? Hier kommen unsere Tipps für klimafreundliche Mahlzeiten:

20 Gesundheitsmythen: Welche Weisheiten taugen wirklich was?

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