PEKiP: Das Prager-Eltern-Kind-Programm

PEKiP ist das Kurzwort für Prager-Eltern-Kind-Programm. Was einen PEKiP-Kurs auszeichnet und welche Ziele dieses Konzept hat.


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Wie gut eine Krabbelgruppe wirklich ist, hängt größtenteils davon ab, wie engagiert die Gruppenleiterin ist. So zahlreich die Angebote, so unterschiedlich ist auch das professionelle Niveau. Nicht jede Krabbelgruppe wird von einer Diplom-Pädagogin geleitet – und das ist auch nicht erforderlich.

Wem es aber lieber ist, dass die Gruppenaktivitäten Teil eines übergreifenden Konzepts sind, der mag sich eher für eine PEKiP-Gruppe entscheiden, ob als Alternative oder als Ergänzung zur „herkömmlichen“ Krabbelgruppe: Das Prager-Eltern-Kind-Programm hat sich als Bestandteil der Frühförderung während des ersten Lebensjahres bewährt. 

PEKiP verbessert das Körpergefühl



PEKiP: Das Baby besser kennenlernen und fördern


© Thinkstock
Diplom-Sozialpädagogin Reni Kindermann-Wille, die als Leiterin von PEKiP-Kursen in Berlin arbeitet, stellt aber gleich klar: „Wir fördern nicht, wir unterstützen die Entwicklung, die ohnehin gerade da ist.“ Indem sich die Kinder frei, ohne Kleidung und ohne festes Programm im gut geheizten Raum bewegen, erhalten sie vielerlei Anregungen. „Sie entdecken den Spaß an der Bewegung, und so verbessert sich ihr Körpergefühl“, erklärt Kindermann-Wille. Und derweil ihre Kinder windellos und glücklich in der Mitte herumkrabbeln, sitzen die Mütter am Rand und tauschen sich aus. „Die Mütter sehen, dass sie mit ihren Fragen nicht allein sind“, sagt Reni Kindermann-Wille.

Im PEKiP-Kurs das Baby besser kennenlernen


Aber mehr noch als Austausch zwischen den Eltern und der altersgerechten Förderung des Babys steht das Zueinanderfinden von Eltern und Kind im Mittelpunkt eines PEKiP-Kurses. Die Gruppenleiter unterstützen diesen Prozess durch entsprechende Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen. Es geht darum, dass sich Eltern ganz ihrem Baby widmen und es bewusst erleben. Indem sie sich ganz auf ihr Kind einlassen, werden sie nach und nach feinfühliger für seine Bedürfnisse, was der Eltern-Kind-Kommunikation zu Gute kommt. Und je besser sich Baby und Eltern verstehen, desto stärker wird die Bindung zwischen ihnen und desto besser die Beziehung zueinander.

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Gruppenleiter informieren über die Entwicklung

Einen PEKiP-Kurs leiten darf nur, wer nach seiner pädagogischen Ausbildung eine berufliche Fortbildung zum PEKiP-Gruppenleiter gemacht hat. Das heißt, die Gruppenleiter haben alle eine fundierte Ausbildung und stehen den Eltern daher mit Fachwissen und Erfahrung zur Seite.

Mehr Informationen zum PEKiP-Konzept und eine Gruppensuche für Ihre Region finden Sie hier.


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