Schwanger fliegen: Risiken

Sauerstoffmangel, Strahlung und Co: Welche Risiken es wirklich beim Fliegen mit Babybauch gibt und warum Sie nicht in Panik verfallen sollten …


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Fliegen in der Schwangerschaft: Erhöhte Thrombosegefahr?



Fliegen in der Schwangerschaft: Gibt es Risiken?


© Thinkstock
Das stimmt. Das Thromboserisiko ist für Schwangere beim Fliegen erhöht, deswegen sollten Sie vorbeugend Kompressionsstrümpfe (Klasse 2) tragen. Achten Sie bei der Buchung außerdem darauf, einen Platz mit mehr Beinfreiheit zu bekommen und trinken Sie während des Fluges ausreichend. 
Geringer Sauerstoffgehalt im Flieger
Immer wieder hört man, dass der geringere Sauerstoffgehalt der Luft im Flugzeug dem Baby schaden kann und dies in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten das Risiko einer Fehlgeburt erhöht. Stimmt das?

Nicht ganz:
Obwohl der Sauerstoffgehalt der Luft niedriger als normal ist, hat das in der Regel keine Auswirkungen auf das ungeborene Kind. Zu diesem Ergebnis kommt Ricarda Huch, ehemalige Professorin für Gynäkologie an der Universität Zürich in ihrer Studie aus dem Jahr 2001. Sie schickte Schwangere auf die Reise und überwachte während der Flüge die Herzfrequenz der Babys. Und fand keine Anzeichen für einen Sauerstoffmangel.
Aber: Dies gilt nur für eine normale, komplikationslose Schwangerschaft. Besteht bereits eine Unterversorgung des Kindes, kann die Flugsituation diese noch zusätzlich verschlechtern. 

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Damit Mutter und Kind sicher an Ziel kommen, sollten Sie diese Tipps unbedingt beachten.


Kosmische Strahlung im Flugzeug?

Im Flugzeug ist die Strahlungsbelastung höher als am Boden und das kann dem Baby schaden, so die Argumentation. Auch hier kann Ricarda Huch beruhigen: Selbst wenn man täglich fliegen würde, wäre die Strahlenbelastung nur um die Hälfte höher als am Boden. Ein einzelner Flug macht hier nur einen Bruchteil aus. Außerdem variiert die Strahlendosis am Boden regional so stark, dass sie im Zweifel sogar höher sein kann als über den Wolken.