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Mittelalter

Wissen für Kinder: Wer war Karl der Große?

© Pixabay/Thomas Wolter

War Karl der Große tatsächlich groß? Wir verraten dir, wer Kaiser Karl war, was er Großes geleistet hat und wozu er Kriege führte.

Wer war Karl der Große?

Carolus Magnus lautete lateinisch der Name Karls des Großen, französisch und englisch Charlemagne. Er lebte im Frühmittelalter von 747 bis 814 und war der erste Kaiser in Westeuropa. Über seine Kindheit wissen wir wenig. Seine Eltern waren König Pippin der Dritte und dessen Frau Bertrada. Die Familie war vom Geschlecht der Karolinger, das über große Teile Westeuropas herrschte. Nach dem Tod ihres Vaters erbten die Brüder Karl und Karlmann gemeinsam das Reich. Schnell gerieten sie in Streit um die einzelnen Gebiete. Bevor es zum Krieg zwischen ihnen kommen konnte, verstarb Karlmann, und Karl war nun alleiniger Herrscher über das Fränkische Reich, das der Vorläufer von Deutschland und Frankreich war. Mit seiner Krönung zum Kaiser zu Weihnachten des Jahres 800 festigte Karl endgültig seine Herrschaft in Europa und das Fränkische Reich etablierte sich als Großmacht.

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Mehr wissen: Wieso nennen wir Karl den Großen?

Kaiser Karl verfolgte nicht nur die Vergrößerung seines Landes. Er wollte auch die Verbreitung des christlichen Glaubens in seinem Reich. Um dieses Ziel zu erreichen, führte er zahlreiche Kriege, von denen wir zwei im nächsten Abschnitt vorstellen. Mit neuen Gesetzen und einer Vereinheitlichung der Geldwährung regelte er außerdem das Leben der Menschen neu und legte Grundsteine für die Entwicklung Europas. Auch im Bereich Bildung änderte sich während Karls Regierungszeit einiges. Er förderte in den Klöstern das Lesen und Schreiben und er ließ die Schrift reformieren: Die ersten Kleinbuchstaben, die karolingische Minuskel, wurden eingeführt. Das ermöglichte eine einfachere und schnellere Wissensweitergabe und brachte die Menschen im Mittelalter auf den Weg der Bildung. Karl legte den Grundstein für Schulen, wie wir sie heute kennen, wenngleich sie lange Zeit nur wenigen Privilegierten offenstanden. Die Bezeichnung „der Große“ erhielt der Kaiser vor allem wegen seiner großen Macht und Wirkung, weniger wegen seiner Körpergröße. Allerdings galt er durchaus auch körperlich als stattlicher Mann.

Welche Kriege führte Karl der Große?

Kaiser Karl war ein mächtiger Herrscher, weil er mit seinen Kriegen immer wieder Erfolg hatte und so sein Reich mit jedem Sieg vergrößerte. Die zwei bekanntesten Kriege sind folgende:

  • 773 bis 774: Eroberung des Langobardenreichs in Italien.
  • 772 bis 804: In dieser Zeit führte Karl der Große den Sachsenkrieg. Ziel dieses Kriegs war, dass die Bevölkerung in seinem ganzen Reich dem christlichen Glauben folgte. Und nebenbei wollte der Kaiser sein Land weiter vergrößern.
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Karl der Große ging als erster Kaiser Westeuropas in die Geschichte ein. Durch Kriege vergrößerte er stetig sein Reich und brachte Veränderung und Fortschritt in die vielen zugehörigen Länder, die er auch regelmäßig bereiste. Im Winter hielt er sich gerne in seiner Pfalz in Aachen auf. Hier starb Karl der Große am 28. Januar 814. Auf den Spuren des Kaisers in Aachen entdeckst du im Dom seinen Thron und zahlreiche andere Denkmäler. Bei gutem Wetter lohnt sich danach ein Ausflug auf den Abenteuerspielplatz „Zum Kirschbäumchen“.

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