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Wo leben Fledermäuse? Die Heimat der nachtaktiven Flughunde

Wo leben Fledermäuse? Die Heimat der nachtaktiven Flughunde

Kinderfragen

Fledermäuse sind geheimnisvolle Tiere. Du kennst sie wahrscheinlich fast nur aus Büchern, denn tagsüber sieht man sie nur selten. Wo leben Fledermäuse eigentlich?

Kinderleicht erklärt: Wo leben Fledermäuse?

Fledermäuse sind nachtaktive Tiere. Das bedeutet, dass sie tagsüber schlafen und nachts wach sind. Damit sie tagsüber, wenn es hell ist, gut schlafen können, ziehen sie sich gerne in dunkle Ecken zurück. So schlafen sie beispielsweise gerne in Felsspalten, Höhlen oder anderen dunklen Unterschlüpfen. Oft finden sie diese Unterschlüpfe in Parks, Laubwäldern, Gärten oder an Gewässern. Aber auch Hecken und Baumlöcher können schöne Unterschlüpfe für Fledermäuse darstellen.

Fledermäuse leben auf allen Kontinenten, nur in den Polarregionen kannst du sie nicht finden. Weil sie fast auf der ganzen Welt leben, gibt es viele verschiedene Fledermausarten. So unterscheiden sich auch die Lebensräume, denn jede Fledermaus hat andere Vorlieben. Wir möchten dir hier nun drei Arten vorstellen:

Hausfledermaus

Hausfledermäuse leben gerne dort, wo viele Gebäude stehen. Besonders bevorzugen sie warme, dunkle Dachböden. Aber auch hinter Hauswänden oder Rollläden nisten sie sich gerne ein. Manche von ihnen machen es sich auch gerne in den Glockentürmen von Kirchen gemütlich.

Waldfledermaus

Waldfledermäuse leben gerne in Bäumen. In Spalten der Baumrinde, aber auch in den von Spechten gehämmerten Löchern nisten sie sich gerne ein.

Zwergfledermaus

Zwergfledermäuse sind hier relativ verbreitet. Dies ist wahrscheinlich auch die Art von Fledermaus, die du schon mal gesehen hast, denn sie sind, anders als die meisten anderen Fledermäuse, nicht lichtscheu. Sie jagen ihre Beute oft im Licht der Straßenlaternen.

Was essen Fledermäuse?

Bei der Wahl des Lebensraums ist den Fledermäusen vor allem wichtig, dass genug Futter vorhanden ist. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten. Vor allem bevorzugen sie Mücken und Nachtfalter, die sie während des Flugs fangen.

Wissen für ältere Kinder: Wie kommunizieren Fledermäuse miteinander?

Man glaubt es kaum, aber Fledermäuse fliegen tatsächlich laut schreiend durch die Luft, um miteinander zu kommunizieren oder sich zu orientieren. Manchmal sind ihre Schreie so laut wie ein startender Düsenjet. Ihre Rufe ertönen allerdings im Ultraschallbereich. Das bedeutet, dass diese Töne zu hoch für unsere menschlichen Ohren sind und wir sie somit nicht hören können.

Ihre Beute jagen sie über die Echoortung: Die Schreie der Fledermaus bewegen sich mithilfe von Schallwellen durch die Luft. Wenn die Schallwellen auf einen Gegenstand, wie beispielsweise eine Mücke, treffen, werden diese anschließend wieder als Echo zurückgeworfen. Dadurch können sich Fledermäuse orientieren und leicht ihre Beute finden.

Ein selbstgebautes Winterquartier für die Fledermaus 

In den kalten Wintermonaten suchen Fledermäuse einen gemütlichen und vor allem frostsicheren Unterschlupf für ihren Winterschlaf. Damit es ihnen leichter fällt, ein passendes Plätzchen zu finden, kannst du, gemeinsam mit deiner Mama oder deinem Papa, ein Winterquartier bauen. Im Grunde genommen stapelt man dazu nur etwas Holz – wir zeigen dir, wie es funktioniert:

Das brauchst du:

  • viele Brennholzscheiten oder Rundhölzer (Länge 0,3 m - 1 m)
  • eine große Regenplane

Der Unterschlupf sollte später mindestens 0,8 m breit, 1 m tief und mindestens 1,5 m hoch sein.

Und so geht's:

  1. Suche dir zuerst einen wettergeschützen Ort. Am besten eignet sich hierfür eine Wand in einem wettergeschützen Bereich, der bestenfalls ein wenig überdacht ist. Der Untergrund sollte trocken sein – zu empfehlen wäre ein gepflasterter oder gekiester Boden.
  2. Lege zuerst den Boden mit Holz aus. Achte darauf, dass die ausgelegte Fläche mindestens 0,8 m x 1 m groß ist.
  3. Staple anschließend die Holzscheiten kreuzweise (erst waagerecht, dann senkrecht – ähnlich wie bei einem Jenga-Spiel). Wenn deine Scheite nicht lang genug sind, lege mehrere Holzscheiten nebeneinander, sodass du auf die Breite von 0,8 m - 1 m kommst.
  4. Damit das Holz nicht faul wird, lasse zwischen Wand und Holz einen Abstand von etwa 5 - 10 cm. So kann dazwischen noch etwas Luft zirkulieren.
  5. Lege anschließend eine Plane als Regenschutz über deinen Stapel. Schlage diese Plane bei sonnigem Wetter etwas zurück, sodass frische Luft hineingelangt.
  6. Lasse den Holzstapel bis zum Frühling unberührt stehen.

Bitte denke daran, dass Fledermäuse keinesfalls aus dem Winterschlaf geweckt werden sollen. Wie viele andere Tiere sammeln sie während des Schlafs wichtige Energie, die sie nach dem langen Schlaf dringend benötigen. Würden wir sie wecken, würde diese wichtige Energie verloren gehen. Neben den Fledermäusen halten auch Eichhörnchen Winterschlaf. Wir nennen dir ein paar spannende Fakten über den Lebensraum der kleinen Nager.

Diese Bilderstrecke zeigt dir, welche Tiere Winterschlaf halten und welche nicht:

Tiere im Winter: Wer hält Winterschlaf, wer nicht?

Tiere im Winter: Wer hält Winterschlaf, wer nicht?
Bilderstrecke starten (10 Bilder)

Fazit

Fledermäuse sind nachtaktive Tiere, die oft das Licht meiden. Daher leben sie auch gerne dort, wo es dunkel ist. Besonders für ihren Winterschlaf benötigen sie einen ruhigen, kühlen Platz. Doch immer mehr Lebensräume schwinden. Oft werden diese vom Menschen unbewusst zerstört, beispielsweise bei der Entfernung von Totholz an den Bäumen oder bei der Renovierung von Dachböden. Aus diesem Grund können wir mit unserem selbstgebauten Winterquartier viel für die kleinen Flughunde tun. Kennst du auch schon Koalas? Genau wie Fledermäuse sind auch sie nachtaktiv. Wir verraten dir, wo Koalabären leben.

Welches Tier bin ich? Finde es heraus!

Bildquelle: Pixabay/dustinthewind

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