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Mit Größentabelle

Wie ihr die Schuhgröße eures Baby messt? So klappt es…

© Getty Images / AnnaNahabed
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Die kleinste Schuhgröße für Babys ist die 16. Aber auch wenn so winzige Schühchen zuckersüß aussehen, ein Säugling – wir ahnen es – braucht sie nicht. Wer trotzdem wissen möchte, wel­che Schuhgrös­se seinem Baby wann ungefähr passt, findet hier eine Schuhgrößentabelle und eine Formel, mit der sich Babyschuhgrößen berechnen lassen. Plus: Worauf ihr bei Kin­der­schu­hen achten solltet, damit sie auch wirklich passen.

Ab wann brauchen Babys Schuhe?

Expert*innen sind sich einig: Säuglinge brauchen keine Schuhe. Selbst wenn ein Kind ab dem 9. Monat oder später laufen lernt, raten Kinderärzt*innen erstmal von Babyschuhen ab. Es ist nämlich viel gesünder, wenn unsere Kleinen ihre ersten Schritte barfuss oder – falls es dafür zu kalt ist – in dünnen Stopper-Söckchen oder Krabbelstrumpfhosen machen.

Schuhe braucht ein Kind erst, wenn es so gut läuft, dass es auch draußen auf eigenen Beinen vorankommen möchte – als Schutz, falls es zu kalt bzw. heiß ist oder Verletzungsgefahr besteht. Dann sollten sie allerdings ganz genau zu seinen Füßen passen.

 

„Beim Barfuß laufen erschließt sich dem Kind eine neue Welt, besonders im Sommer. Es erlebt zum ersten Mal, wie sich Sand, Gras, Kies, warmer oder nasser Boden anfühlt. Es lernt, mit seinem Fuß die unterschiedliche Beschaffenheit des Untergrunds zu ertasten. Das Laufen über Unebenheiten kräftigt die Muskulatur, festigt das Knochengerüst, trainiert die Gleichgewichtsempfindung und macht damit den Gang sicherer“.

Kinder- und Jugendarzt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit:

 

 

Die Babyschuh-Größentabelle: für einen ersten Überblick

Braucht ihr einen Anhaltspunkt, welche Schuhgrößen Babys und Kleinkinder im Durchschnitt haben, hilft euch diese Beispiel-Tabelle weiter:

Länge des Fußes Schuhgröße durchschnittliches Alter
9,7 cm 16 0 bis 3 Monate
10,4 cm 17 0 bis 6 Monate
11 cm 18 3 bis 6 Monate
11,5 cm 19 6 bis 12 Monate
12,3 cm 20 6 bis 12 Monate
13 cm 21 1 bis 3 Jahre
13,7 cm 22 1 bis 3 Jahre
14,3 cm 23 1 bis 3 Jahre
14,9 cm 24 1 bis 3 Jahre
15,5 cm 25 2 bis 3 Jahre
16,2 cm 26 2 bis 3 Jahre

 

Diese Zahlen sind Richtwerte und beruhen auf dem statistischen Durchschnitt. Für einen ersten Überblick sind sie super. Aber wir alle wissen: Kinder wachsen sehr unterschiedlich und die Fußform ist individuell. Manche Füße sind schmal, andere breit – und dann kommt noch dazu, dass die Größen auf Kinderschuhen leider nicht wirklich genormt und damit nicht immer verlässlich sind.

Wollt ihr euch ganz sicher sein, schaut bitte auch auf die Herstellerseite des gewünschten Schuhs. Viele Marken veröffentlichen dort eine eigene Größentabelle, nach der ihr euch richten könnt. Und messt vor jedem Kauf nach. Baby- und Kinderfüße wachsen rasant – bis zu 1,5 mm im Monat. Je jünger die Kleinen sind, desto schneller ändert sich ihre Fußlänge und -breite.

Wie messe ich die Schuhgröße bei (m)einem Baby?

Der einfachste Weg: Ihr lasst die Schuhgröße eures Babys in einem guten Schuhgeschäft vom Fachpersonal messen. Die genauesten Ergebnisse liefern fotografische Messgeräte und Scanner. Ihr könnt vorher fragen, ob es ein Innenschuhmessgerät gibt. Viele Hersteller arbeiten auch mit dem WMS-System vom Deutschen Schuh-Institut, um die Länge und Weite der Füße zu bestimmen und bieten passende Schuhe für unterschiedliche Fußformen an.

Die Faustregel „Eine Daumenlänge muss vorne Platz bleiben" gibt nur einen Hinweis darauf, ob dein Baby die richtige Schuhgröße trägt. Expert*innen raten, bei Kinderschuhen mindestens 12 mm (bis ca. 17 mm) Zugabe zu lassen, damit der Fuß ungestaucht abrollen kann. Das entspricht ungefähr zwei Schuhgrößen.

DIY-Babyschuhgrößentest: der Fuß-Umriss-Hack

Um selbst die optimale Schuhgröße fürs Baby zu finden, könnt ihr euch zuhause eine Schablone basteln und diese mit ins Schuhgeschäft nehmen:

  • Zeichnet einfach die Füße eures Kindes auf dicker Pappe nach und gebt vorne noch etwa zwölf mm Länge dazu. Läuft euer Kind schon sicher, dürfen es auch bis zu 17 mm sein.
  • Schneidet die Umrisse nun aus und nehmt sie mit zum Schuh-Kauf. Passen die DIY-Fußabdrücke optimal in den Schuh eurer Wahl, hat er die richtige Größe.
  • Bei vielen Schuhen könnt ihr die Sohle rausnehmen und den Fußumriss darauf legen. So seht ihr direkt, ob vorn, an der Ferse und seitlich ausreichend Bewegungsspielraum bleibt.
  • Noch besser: Macht euer Baby mit, stellt es probeweise auf die Sohle. So seht ihr an seinen Füßen, ob der Schuh passt, oder nicht. Die Ferse steht am besten 1 cm vor dem hinteren Rand – und nach dem längsten Zeh gebt ihr nochmal 12 mm dazu. Ihr müsst nur darauf achten, dass euer Kind seine Zehen nicht einzieht.
Andrea Zschocher

Ich schwöre auf den Sohlen-Test

Mein Tipp: Bei den allermeisten Kinderschuhen lassen sich die Sohlen rausnehmen. Und auf die kann man das Kind dann stellen und so wirklich ganz leicht ermitteln, ob die Schuhe gut passen und genug Platz ist.

Nicht jeder Schuh passt für jede Fußform

Klingt banal, wird aber trotzdem oft zu wenig beachtet: Schlanke Füße brauchen für den richtigen Halt anders geformte Schuhe als kräftige. Ein Großteil der Kinderschuhe ist auf eine mittlere Weite genormt. Je nach Marke und Modell können sie aber auch schmal oder weit ausfallen.

Möchtet ihr die Weite selbst überprüfen, messt ihr mit einem Maßband den breitesten Punkt am Kinderfuß und vergleicht die Maße mit der Innensohle der Schuhe. Schlappt ein Kind aus seinen Schuhen heraus, braucht es übrigens oft engere Schuhe, nicht größere.

Maika Karasz

Wir messen alle 3 Monate nach

Etwa alle 12 Wochen gehen wir in einen Kinderschuhladen, um nachzumessen und gegebenenfalls neue Schuhe mitzunehmen. Auch wenn es deutlich teurer ist – die Füße meines Kindes sind es mir wert. Unsere Tochter hat sehr schmale Füße, daher passen ihr die meisten Standard-Schuhe einfach nicht – und dank dem WMS-System wissen wir zum Glück, worauf wir achten müssen.

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Messt immer beide Füße!

Bei Babys und Kids sind Unterschiede von bis zu zwei Schuhgrößen zwischen dem linken und dem rechten Fuß nämlich keine Seltenheit. Gekauft wird dann natürlich der Schuh, der auch dem größeren Fuß passt.

Ihr könnt auch diese Schuhgrößen-Formel nutzen

Um die Schuhgröße deines Babys zu berechnen, misst du zuerst die Größe seiner Füße – den Abstand von der Ferse bis zum längsten Zeh. Zu diesem Wert zählt ihr 1,2 cm (also die genannte Mindestzugabe von 12 mm) hinzu. Die Summe multipliziert ihr dann mit 1,5.

(Fußlänge in cm + 1,5) x 1,5 = die Baby Schuhgröße

 

Aber wie schon erwähnt: Checkt immer auch die cm- und Größen-Angaben der Hersteller und macht den Praxis-Test.

Katja Nauck

Wir kaufen eher online

Unsere Tochter hat bei ihrem ersten Schuhkauf nur gebrüllt, wollte nicht aus dem Wagen steigen, keinesfalls ihren Fuß zum Anprobieren heraushalten und der Verkäufer hat ihr Angst gemacht, obwohl es ein Kinderschuhladen war und er sich echt Mühe gab.

Allen Eltern, deren Kinder Schuhe anprobieren ebenfalls nicht mögen, empfehle ich daher sie online zu kaufen: Messt zu Hause die Füße aus, orientiert euch an Herstellerangaben und Kundenmeinungen und bestellt mindestens drei Größen. Dann probiert ihr in Ruhe zu Hause aus und schickt die unpassenden Modelle zurück.

Mittlerweile ist meine Tochter drei und Schuhe kaufen, klappt auch im Laden.

Schützt die optimale Baby-Schuhgröße vor Schäden im Erwachsenenalter?

Definitiv. Baby- und Kinderfüße wachsen bis etwa zum 16. Lebensjahr und sind deshalb noch sehr weich und verformbar. Das heißt, sie passen sich auch Schuhen an, die nicht der richtigen Form oder Größe entsprechen. Kinderschuhe dürfen die Füße deshalb keinesfalls einengen, weil sie so nicht optimal abrollen. „Sind die Schuhe zu kurz und ihre Sohlen steif, können sie den Bewegungen des Fußes nicht folgen. Es kommt zur Senkung der Fußmitte und zur Schiefstellung der Großzehe“, warnt die Stiftung Kindergesundheit.

Bei zu weiten Schuhen wiederum hat das Kind keinen Halt. Der Fuß rutscht vor, wird gequetscht und die Ferse schlappt heraus. Um das zu verhindern, krallen sich die Kids mit den Zehen fest. Ein weiteres Warnsignal sind Druckstellen und Blasen. Kinder- und Jugendarzt Professor Berthold Koletzko. „Nicht der Fuß soll sich dem Schuh anpassen, sondern der Schuh dem Fuß“.

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Checkliste für optimale Baby- und Kleinkindschuhe

Darauf könnt ihr achten, um den passenden Schuh zu finden:

  • Passt er zum Fuß? Schaut euch die nackten Füße eures Kindes an: So ungefähr sollten seine Schuhe geformt sein. Füße von Baby und Kleinkindern sind oft relativ breit. Achtet also beim Anprobieren darauf, dass der Schuh nicht zu schmal ist, damit die kleinen Füße nicht eingeengt werden. Haben die Zehen genug Platz? Das könnt ihr mit euren eigenen Fingern prüfen. Und wie ihr die Babyschuhgröße messt, wisst ihr ja schon.
  • Stichwort Material: Besteht der Schuh aus einem atmungsaktiven Material (wie z.B. Leder), das auch Feuchtigkeit aufsaugt? Ist die Sohle rutsch­fest, wind- sowie wasserdicht und zugleich atmungsaktiv? Lässt sie sich quer und längs easy bie­gen? Und ist der Schuh insgesamt leicht genug für ein Kleinkind?
  • Praxis-Test: Wurde der Schuh hochwertig und innen weich, ohne störende Näh­te verarbeitet? Ist er robust und lässt er sich individuell anpassen? Ideal sind Klettverschlüsse oder Schnallen (Schnürsenkel sind bei Kleinkindern eher unpraktisch). Schaut euch auch an, ob euer Kind gut in den Schuhen läuft.

 

Maike Mauer

Passen die Schuhe, Spatz?

Das kann euer Kleinkind leider nicht sagen bzw. zeigen. Weil sich das Nervensystem bei Kids noch entwickelt, sind ihre Füße nicht so sensibel, wie die von Erwachsenen. Daher melden sich die Kleinen beim Anprobieren oft nicht, obwohl vielleicht doch irgendwo der Schuh drückt. Erst 10-jährige können wirklich Feedback geben, ob ihr Schuh die richtige Größe hat – oder nicht.

Ist es okay, meinem Baby oder Kleinkind schon getragene Schuhe anzuziehen?

Wenig genutzte Schuhe vom großen Bruder, der Cousine oder dem Nachbarskind: Darf mein Kind die denn auftragen – oder ist es ein absolutes No-go, ihm gebrauchte Schuhe anzuziehen? Das fragen sich viele Eltern. Expert*innen sind sich nicht ganz einig. Aber es gibt eine Faustregel:

  • Passt der Schuh von der Länge und Breite her,
  • ist er weder verformt, noch einseitig abgelaufen
  • und läuft das Kind gut darin, ist es schon in Ordnung Schuhe aufzutragen.

Am besten habt ihr sowieso mehrere Paare, zwischen denen euer Kind wechseln kann. Denn Baby- und Kinderfüße schwitzen schnell. Die Schuhe brauchen also Pausen, um ganz durchzutrocknen. Außerdem beugt der Wechsel Verformungen vor, wenn ein Schuh doch mal nicht so optimal zum Fuß passt.

Gummistiefel sind für Laufanfänger übrigens leider nicht geeignet, da sie dem Fuß nicht genug Halt bieten. Wetterfeste, stabile Kinderschuhe machen mehr Sinn. Und auch bei Sandalen ist es wichtig, auf die richtige Schuhgröße fürs Baby zu achten. Sonst drohen Blasen an den Zehen.

Und noch so eine Frage, die sich Eltern oft stellen: Wie ziehe ich mein Kind nicht zu dünn und nicht zu dick an?

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