Second Hand Online-Shops: Was Sie beachten sollten

Besonders ein Problem von Second Hand Online-Shops: Sie können vorerst nur anhand der Bilder den Zustand der Kleidung beurteilen. Wie also lässt sich gute von schlechter Second-Hand-Ware unterscheiden? Und woran können Sie gute Shops erkennen?

Garantiert lupenrein

Auf Empfehlung von unserer Userin Katja haben wir uns auch den Second-Hand-Shop kiba-berlin.de einmal genauer angeschaut. Anders als Mamikreisel ist KiBa keine Tauschbörse, sondern ein richtiger Shop. Das Berliner Quintett um die Gründerinnen Claudia Nagel und Daphne Hering kaufen die Klamotten selbst ein, prüfen sie sorgfältig nach Mängeln, bessern gegebenenfalls Kleinigkeiten aus und verkaufen sie anschließend weiter. Was uns besonders überzeugt hat: Alle Second-Hand-Teile werden vor dem Verkauf nochmals gewaschen, so dass nur saubere und wohlriechende Second Hand Baby- und Kinderkleidung zu Ihnen nach Hause kommen.
Daphne Hering: „Wir versprechen unseren Kunden beim Kauf unserer Sets ein positives Lebensgefühl. Dazu gehört auch, dass sie ein Paket öffnen und die Kleidung die sie erhalten schön aussieht und gut riecht. Oft ist das beim Kauf von Second-Hand-Kleidung nicht so.“ Für Second-Hand-Skeptiker wie unsere Userin di Matteo dürften die meisten Bedenken damit auch ausgeräumt sein.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit - wie auch bei Online-Shops, die Neuware verkaufen - die Sets wieder zurückzuschicken, wenn etwas damit nicht stimmt. Sets? Genau! KiBa verkauft hauptsächlich komplette Sets mit bis zu 25 Teilen - die sind aber natürlich sorgfältig ausgesucht und farblich aufeinander abgestimmt. „Jedes KiBa-Set wird von unseren Designerinnen, Isabelle und Mareike, liebevoll gestaltet und ist ein Unikat – Überraschung inklusive. Prinzipiell bekommt man in einem Set alles, was man grundlegend für eine Woche braucht - außer Kinderschuhe“, erklärt Hering. Ein Qualitätskriterium bei KiBa ist also ganz klar: gut kombinierbare Komplett-Sets statt vieler Einzelteile.

Second Hand Shops: Kinderklamotten auf Wäscheleine


Etwa in der Mitte von Mamikreisel und KiBa liegt das Geschäftsmodell von dem Berliner Startup Kirondo . Kirondo ist im eigentlichen Sinne ebenfalls ein Online-Shop für Second-Hand-Klamotten. Allerdings können Sie das Warenangebot mitgestalten – ein bisschen wie bei Mamikreisel. Das funktioniert so: Sie können Ihre aussortierten Kinderklamotten versandkostenfrei an das Kirondo-Team schicken. Dieses prüft die Teile nach strengen Qualitätskriterien und wenn alles passt, dann kauft Ihnen Kirondo die Klamotten ab. So gelangt also Ihre Kleidung direkt in den Shop, aber Sie sind dennoch nicht selbst der Verkäufer.

Nachhaltigkeit fördern

Ein Qualitäts-Prinzip auf das Kirondo viel Wert legt: Hier wechseln ausschließlich getragene Marken-Klamotten den Besitzer. Damit soll gewährleistet werden, dass die Ware aus zweiter Hand billig und trotzdem hochwertig ist. Hendrik Schlereth, Geschäftsführer von Kirondo: „Wir wollen unseren Kunden ersparen, sich ständig Gedanken darüber zu machen, wo sie für Ihre Kinder gute Kleidung bekommen können, die auch noch nachhaltig und sozial verträglich ist.“
Discountware sei mit diesen grundlegenden Qualitätsansprüchen nicht vereinbar, vor allem was die sozial verträglichen und ökologischen Komponenten betrifft, erklärt Schlereth. Deshalb wird bei der Qualitätskontrolle auch ein sehr kritischer Blick auf das Etikett der Klamotten geworfen.
Wurde es herausgetrennt oder entspricht es nicht den Kirondo-Kriterien, wird es nicht in das Shop-Sortiment aufgenommen. Natürlich wird ebenfalls überprüft, ob die Kleidungsstücke zu große Gebrauchsspuren haben oder beschädigt sind, auch frisch gewaschen sollten sie sein.

So erkennen Sie gute Second-Hand-Klamotten

Aber egal ob Markenware oder nicht, das Angebot von Second-Hand-Ware wird immer größer. Die Gebraucht-Mode ist dem Zeitalter vom Flohmarktwühltisch entflohen und im digitalen gelandet. Startups wie kirondo.de werden nicht die letzten bleiben, die den Second-Hand-Markt erobern wollen.
Es ist zwar durchaus wünschenswert, dass wir viele schöne Einkaufsmöglichkeiten dafür haben, allerdings besteht die Gefahr, dass damit auch die Qualität und Unbedenklichkeit der Kleidungsstücke leidet. Besonders ein Problem von Online-Shops, Sie können vorerst nur anhand der Bilder den Zustand der Kleidung beurteilen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie die gekauften Second-Hand-Teile wieder zurückgeben können, falls Sie damit nicht zufrieden sind. Letztendlich ist vor allem der Eindruck entscheidend, wenn Sie die Klamotten zum ersten Mal selbst in der Hand halten. Und wie kann ich gute von schlechter Second-Hand-Ware unterscheiden?
Aus den Gesprächen mit den verschiedenen Shop- bzw. Tauschbörsengründern aber auch aus den Erfahrungen unserer User haben wir für Sie folgende Punkte zusammengetragen, was gute Second-Hand-Mode ausmacht:


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