Spätes Babyglück und seine Vorteile

Die gängige Meinung lautet: Kinder sollte man möglichst früh bekommen. Der Blick in die Statistik zeigt: Die Realität hierzulande sieht anders aus. Das erste Kind mit 40 ist heute keine Seltenheit mehr. Aber keine Sorge: Das späte Mutter- und Elternglück hat unglaublich viele Vorteile!


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Spät Mama zu werden hat viele Vorteile!
Kaum haben werdende Mütter die magische 35 passiert, bekommen sie von ihrem Frauenarzt den Stempel "spätgebärend" aufs Auge, bzw. in den Mutterpass gedrückt. Die Schwangerschaft wird damit ganz automatisch zur Risikoschwangerschaft. Werdenden Müttern wird suggeriert, den richtigen Zeitpunkt für die Familienplanung verpasst zu haben und ihr Kind unnötigen Risiken auszusetzen. Dabei ist das erste Kind jenseits der 35 heute völlig normal: Jedes vierte Baby hat bei der Geburt eine Mutter, die die 35 überschritten hat. Tendenz steigend.


© iStock
Klar, gewisse Vorteile hat es, jung Mama zu werden. Vor allem einer darf dabei nicht vernachlässigt werden: Das Risiko für Fehlbildungen ist bei jüngeren Müttern geringer als bei älteren. Dazu kommt: Das Nervenkostüm ist in jungen Jahren vielleicht noch eine Spur robuster. Und die Wahrscheinlichkeit, die eigenen Urenkel noch zu erleben, ist größer. Darüber hinaus bringt es aber jede Menge Vorteile mit sich, eine 40 plus Mutter zu sein:

10 Vorteile, die ältere Mütter haben


1. Ganz wichtig ist das Plus an Lebenserfahrung. Wer beim ersten Kind nicht mehr ganz jung ist, hat schon viel erlebt, viel gelebt – und sich dabei hoffentlich ausgelebt. Rauschende Partys, wilde Konzerte, durchfeierte Nächte, sexuelle Abenteuer? Kennen diese Frauen – und brauchen sie nicht mehr! Was für ein Glück!

2. Kinder zu haben ist wunderschön, das neue Leben ist aber mit Verzicht verbunden. Weniger Spontaneität, weniger Zeit für Freunde und Hobby. Hier zurückzustecken fällt älteren Müttern leichter. Sie sind im Leben angekommen und kümmern sich mit mehr Geduld und Hingabe um ihre Kinder.

3. Die meisten der etwas reiferen Mütter haben im Job schon einiges erreicht. Ein Teilzeitjob lässt sich leichter realisieren, wenn man nicht mehr ganz am Anfang seiner Berufslaufbahn steht.

4. Positive Begleiterscheinung: Die längere Berufstätigkeit bringt bei den meisten Paaren ein besseres finanzielles Polster mit sich. Wer sein Familiennest ohne finanzielle Sorgen bauen kann, lebt deutlich entspannter!

5. Mit um die 40 wird man allermeist nicht mehr "aus Versehen" schwanger. Die Kinder älterer Mütter sind damit fast ausnahmslos Wunschkinder. Und wer erwünscht und willkommen ist, hat beste Chancen, ein glückliches Leben zu führen.

6. Wer später Kinder bekommt, geht entspannter und gelassener durchs Leben. Ein paar Jahre plus in Sachen Lebenserfahrung haben dafür gesorgt, dass man stabile Wurzeln gebildet hat und fest im Leben steht. Während Jung-Mamas sich schnell Sorgen machen - zum Beispiel, weil es in der Kita doch tatsächlich Ostereier aus echter Schokolade geben soll (und die ist nicht mal bio!), freuen sich die Mamas älteren Semesters einfach, dass ihr Kind Besuch vom Osterhasen bekommt.

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Immer mehr Mütter erleben ihr erstes Mamaglück heute jenseits der 35. Das bringt Risiken, aber auch Chancen mit sich.


7. Wer nicht ganz jung Kinder bekommt, lebt allermeist in einer stabileren Partnerschaft. Für die Kinder bedeutet das mehr Sicherheit und Stabilität.

8. Ältere Mütter gehen mit mehr Selbstvertrauen durchs Leben. Und dieses Selbstvertrauen leben sie ganz automatisch ihren Kindern vor, die davon profitieren.

9. Eine Studie der London School of Economics hat gezeigt, dass die Kinder älterer Mütter in kognitiven Leistungstests bessere Ergebnisse erzielen. Und eine Studie des Max Planck Instituts für demografische Forschung und der London School of Economics kommt zu dem Schluss, dass die Kinder älter Mütter nicht nur gebildeter sind (sie erzielen bessere Schulleistungen und besuchen mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Universität), sondern auch gesünder aufwachsen. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass die biologischen Risiken, die mit einer späten Schwangerschaft einhergehen, von den positiven Veränderungen kompensiert werden.

10. Und nochmals ein Beweis der Wissenschaft, dass ältere Mamas gut für ihre Kinder sind: Eine dänische Studie zeigt, dass ältere Mütter besser auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen können. Sie haben einen freundlicheren Umgangston mit ihren Kindern. Und die Kinder neigen weniger zu emotionalen und sozialen Problemen.


Liebe Mamas jenseits der 40, ihr dürft also cool bleiben. Und vergesst dabei nicht: Das Alter ist bekanntlich nicht mehr als eine Zahl. Wie heißt es doch so schön? Jeder ist so alt wie er sich fühlt. Da ist viel Wahres dran. Denn ob die Zukunft uns ein langes Leben mit guter Gesundheit bereit hält, wissen wir alle nicht. Freuen wir uns also heute an dem Glück, das unsere Kinder für uns bedeuten!



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