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Armutsgefährdung gestiegen: Besonders betroffen sind Alleinerziehende

Neue Zahlen

Armutsgefährdung gestiegen: Besonders betroffen sind Alleinerziehende

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zur Armutsgefährdung veröffentlicht. Und die zeigen: Im Zeitraum von 2009 bis 2019 ist die sogenannte Armutsgefährdungsquote in allen westlichen Bundesländern und in Berlin gestiegen.

Was bedeutet Armutsgefährdungsquote?

Verdient eine Person weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung, gilt sie als armutsgefährdet. Diese Einkommensgrenze ist die Armutsgefährdungsquote.

Armutsgefährdung in westlichen Bundesländern und Berlin gestiegen

Hinsichtlich der Armutsgefährdung hat es die westlichen Bundesländer im Zehnjahresvergleich besonders getroffen, teilt das Statistische Bundesamt mit. In Bremen beispielsweise waren 2019 fast ein Viertel der Bevölkerung armutsgefährdet, 2009 waren es noch ein Fünftel. Auch in NRW und Hessen ist die Quote stark angestiegen.

Rückgang in den östlichen Bundesländern

Ganz anders sieht es in den östlichen Bundesländern aus (mit Ausnahme Berlin). Hier ist die Armutsgefährdunsgquote über die zehn Jahre zurückgegangen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete den stärksten Rückgang von 23,1 % auf 19,4 %.

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Schon 2017 waren besonders Alleinerziehende von Armutsgefährdung betroffen

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung waren 2017 rund ein Drittel der Alleinerziehenden armutsgefährdet. Und damit sind natürlich auch die Kinder von Alleinerziehenden besonders von Armut bedroht.

Eine Spirale für die Familie: Um alle über Wasser halten zu können, müssen besonders Alleinerziehende viel arbeiten, damit bleibt weniger Zeit für die Kinder. Arbeiten sie weniger, stehen sie den Kindern zwar zu Verfügung, aber Hobbies oder Urlaube sind dann kaum mehr drin.

Senioren ebenfalls überdurchschnittlich gefährdet

Die neusten Zahlen von 2019 offenbaren auch: Besonders Senioren über 65 sind von Armut bedroht. Sind im Durchschnitt 16 % der Bevölkerung armutsgefährdet, sind es bei den Senioren 18,2 %.

Die Zahlen zeigen einmal mehr, an welchen Stellen die Politik gefordert ist, um das Gleichgewicht in der Gesellschaft zu bewahren.

Quellen: Destatis, Bundeszentrale für politische Bildung

Bildquelle: Gettyimages/romrodinka

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