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Corona-Folgeerkrankung PIMS: Sollten Eltern sich jetzt auch bei uns Sorgen machen?

Corona-Folgeerkrankung PIMS: Sollten Eltern sich jetzt auch bei uns Sorgen machen?

Kinder betroffen

Kliniken in Großbritannien meldeten kürzlich, dass die seltene schwere Kinderkrankheit PIMS sich stärker verbreitet. Nun häufen sich auch die Fälle in Schweden und bei uns. Ärzt*innen sehen in der Verbreitung einen Zusammenhang mit dem Coronavirus. Müssen wir uns Sorgen machen?

Immer mehr Kinder mit PIMS

Die ersten Meldungen über die steigenden Fälle des Pediatric Inflammatory Mulitsystem Syndrom (PIMS) kamen aus Großbritannien. Kliniken meldeten, dass hier mehr und mehr Kinder mit dieser schweren Kinderkrankheit eingeliefert wurden. Die Krankheit, die eigentlich sehr selten vorkommt, äußert sich in hohem Fieber, Durchfall, Erbrechen und Entzündungsreaktionen an der Haut. Bei der Krankheit handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems, woraufhin sich in den Organen eine Entzündung ausbreitet. Viele der Kinder mussten intensivmedizinisch behandelt werden.

Danach meldeten auch schwedische Krankenhäuser einen Anstieg der Fälle von PIMS laut RTL.de. Bei uns in Deutschland gäbe es nach Berichten von NTV.de bisher 169 gemeldete PIMS-Fälle. Insgesamt stellten Kliniken aus fast allen deutschen Regionen das Auftreten dieser sehr seltenen Kinderkrankheit fest.

Zusammenhang mit Covid-19

Ärzt*innen in Großbritannien bemerkten, dass die Erkrankung häufiger bei Kindern auftritt, die vorher mit dem Coronavirus infiziert waren. Dort nimmt man an, dass es eine Folgeerkrankung des Virus sein könnte, denn es häufte sich in jenen Regionen, in denen auch die Coronafälle stiegen. Zudem tauchte die Krankheit bei den Kindern ca. 4 bis 6 Wochen nach einer überstandenen Coronafektion auf.

Insgesamt würden die meisten der behandelten Kinder ohne Folgeschäden wieder genesen, wenn die Krankheit früh erkannt und behandelt wird. Einen schweren Verlauf gab es nur in Einzelfällen.

Diese Kinder erkrankten öfter

Britische Mediziner*innen stellten fest, dass vor allem Jungen aus einem bestimmten sozialen Milieu an PIMS erkrankten. Die Fälle der Kinderkrankheit traten vor allem bei Kindern und Jugendlichen arabischer, afrikanischer und karibischer Herkunft auf. Es wird angenommen, dass die Verbreitung vor allem bei jenen Familien dieser Herkunft anstieg, die in sehr beengten Verhältnissen und mit schlechteren hygienischen Möglichkeiten leben. Denn auch das Coronavirus verbreitete sich rasanter.

Auch in Deutschland erkrankten laut NTV.de zudem Jungen ebenfalls häufiger an PIMS als Mädchen. Die Infektionszahlen häuften sich auch dort, wo die Coronazahlen ebenfalls hoch waren.

Daran merken Eltern, dass es sich um PIMS handeln könnte

Eltern sollten jetzt definitiv nicht in Panik verfallen, aber dann hellhörig werden, wenn das Kind nach einer überstandenen Coronainfektion hohes Fieber bekommt. Weitere Symptome seien Durchfall, Erbrechen und Hautausschläge. Es kann zudem auch Kinder treffen, die einen milden Coronaverlauf hatten. Eltern kontaktieren am besten direkt den Kinderarzt bzw. die Ärztin, wenn hohes Fieber länger als einen Tag auftritt und weitere Symptome dazukommen.

Bildquelle: Getty Images/Serhii Sobolevskyi

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