Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
7 Fehler, die wir beim Sonnenbaden fast alle machen

7 Fehler, die wir beim Sonnenbaden fast alle machen

Vorsicht, Hautkrebs!

Ihr denkt sicherlich, dass ihr als Erwachsene über Sonnenschutz und das Thema Bräunen schon alles wisst. Wirklich? Dann testet doch mal, ob ihr nicht auch zu denjenigen gehört, die folgende typische Sonnenbadenfehler machen. Denn Sonnenbaden in Maßen ist gesund, wenn man es richtig macht.

Es ist kein Weltuntergang, wenn ihr einem Mythos Glauben geschenkt habt. Wichtig ist, dass ihr versteht, wie UV-Schutz funktioniert und wie bzw. wann man sich richtig schützt und eincremt. Vor allem unsere Kleinsten sollten wir vor Hautkrebs und Co. schützen, denn ihre Haut ist am empfindlichsten.

#1 Fehler: Im Schatten nicht eincremen

Einer der typischsten Fehler, den viele immer noch machen: Wir machen ja nur einen Waldspaziergang und um den See herum gibt es viel Grün, dann brauchen wir uns nicht so doll eincremen. Falsch! UV-Strahlung gibt es auch im Schatten. Auch Wolken bieten nur minimalen Schutz vor Sonnenlicht. Ihr solltet eure Familie immer eincremen, unabhängig davon, wo ihr euch aufhalten werdet und wie viel Schatten dort ist. UV-Strahlung wird leider viel zu oft unterschätzt.

#2 Fehler: Mittagssonne macht schön gebräunte Haut

Sonne ist wichtig, denn unsere Haut und unser Körper benötigen Vitamin D, das nur durch Sonneneinstrahlung produziert wird. Daher gibt man seit ein paar Jahren Neugeborenen Vitamin-D-Tabletten, weil sie dieses natürlicherweise in unseren Breiten nicht genügend bekommen würden und es für die Knochenentwicklung benötigen. Doch das heißt nicht, dass wir deswegen mit Kind und Kegel vor allem mittags ungeschützt in die Sonne sollten.

Die UV-Strahlung ist vor allem mittags am stärksten, daher sollten vor allem Kinder die Mittagssonne meiden. Es stimmt, dass die Mittagssonne die Haut besonders bräunt. Doch das heißt eher, dass ihr euch und vor allem eure Kinder zu dieser Tageszeit besonders gut eincremen solltet und das Sonnenbaden nicht übertreiben dürft. Hautalterung ist vorprogrammiert!

#3 Fehler: Nicht eincremen vor dem Sprung ins Wasser

"Wir brauchen dich nicht eincremen, du gehst ja eh gleich ins Wasser". Wie oft hab ich das schon am Strand oder See gehört. Die Annahme ist, dass die Sonnencreme vom Wasser sowieso entfernt wird und nichts bringt. Das stimmt so nicht. Heutige Sonnencreme ist wasserfester als früher und zieht richtig gut ein. Außerdem erreichen UV-Strahlung auch zu einem Bruchteil unter Wasser. Das solltet ihr nicht unterschätzen! Dass ein Teil der Sonnencreme verschwindet, ist jedoch richtig. Daher solltet ihr nach dem Wasserspaß den ganzen Körper nachcremen.

#4 Fehler: Viel Sonnencreme hilft auch viel

Früher wurde Sonnenlotion oft nach dem Prinzip "Viel hilft viel" genutzt. Das ist jedoch Quatsch. Eure Haut ist nicht besser geschützt, je mehr Creme ihr verwendet. Sondern wichtig ist, dass es die richtige Lotion für euren Hauttyp und der entsprechend hohe Lichtschutzfaktor (LSF) ist. Es stimmt auch nicht, dass ihr bei Creme mit niedrigem LSF öfter cremen oder mehr verwenden müsst und besser geschützt seid. Dass ihr euch gleichmäßig eincremt, ist das Ziel.

#5 Fehler: Mit Sonnencreme kann ich endlos in der Sonne bleiben

Auch diesem Mythos müssen wir leider widersprechen: Eine eingecremte Haut ist kein Freifahrtschein für endloses Sonnenbaden. Ihr solltet immer darauf achten, dass ihr Sonnenpausen macht, generell mittags nicht in der prallen Sonne liegt und die Kinder zwischendurch immer mal im Schatten sind.

Ein Nonstop-Tag am Meer oder See funktioniert nur, wenn ihr einen Strandkorb oder eine Strandmuschel nutzt, die Schatten spendet und die ganze Familie immer wieder nachcremt. Beim Spielen im Wasser solltet ihr alle zudem UV-Kleidung tragen, vor allem bei empfindlicher Haut, die zu Sonnenallergien neigt.

#6 Fehler: Beim Eincremen bestimmte Körperteile vergessen

Am häufigsten und naheliegendsten ist es, dass wir Gesicht, Schultern und Dekolleté eincremen. Doch es gibt viele weitere Körperteile, die ihr nicht vergessen dürft. Mir passiert das leider auf oft. Genau so wichtig sind auch:

  • Lippen
  • Ohren
  • Nase
  • Scheitel
  • Hände
  • Füße
  • Armhinterseite

Mein Hautarzt sagte immer: Vor allem die hohen Stellen gut eincremen, weil da die Sonnenstrahlen am schnellsten hinkommen.

#7 Fehler: Am Strand oder See einschlafen

Der Super-GAU: Ihr habt gemütlich zu Mittag gegessen, geht zum Strand und entspannt etwas in der Sonne. Dann überkommt euch die nachmittägliche Müdigkeit und ihr nickt ein. Das kann ein fataler Fehler sein und unschöne Sonnenbrände oder ein Hitzschlag sind vorprogrammiert.

Es ist daher besser, ihr geht nach dem Mittagessen nicht direkt zum Strand, sondern ruht euch etwas im Schatten aus. Auch wenn ihr denkt, dass ihr sicher nicht einschlafen werdet – schon ein Powernap von wenigen Minuten kann da zu viel sein. Vor allem eure Kinder sollten nicht bei direkter Sonneneinstrahlung auf der Decke einschlafen, sonst könnten sie einen unangenehmen Sonnenstich erleiden.

Sun is shining, weather is great ...

Ich möchte euch keinesfalls eure Freude am Sonnenbaden vermiesen. Es ist eben leider so, dass immer noch trotz der vielen Kampagnen zu Hautkrebs & Co das Risiko unterschätzt wird. Eltern sollten zudem wissen: Jeder Sonnenbrand, den ein Kind in den ersten Jahren bekommt, erhöht sein Risiko Hautkrebs zu entwickeln. Das können wir verhindern, in dem wir unsere Kinder eben mit den genannten Tipps schützen und auf sie und uns acht geben. Ich wünsche euch schöne und gesunde Sonnenstunden!

Bildquelle: Getty Images/Bicho_raro

Na, hat dir "7 Fehler, die wir beim Sonnenbaden fast alle machen" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Dann hinterlasse uns doch ein Like oder teile den Artikel mit anderen netten Leuten. Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Facebook, Instagram, Flipboard und Google News folgst.

Galerien
Lies auch
Teste dich