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Nichts bereuen

Erstes Fahrrad: Mit diesen 7 Tipps trefft ihr die richtige Wahl

Erstes Fahrrad: Tipps für den Kauf
Erstes Fahrrad: Tipps für den Kauf (© getty images / iStock / Getty Images Plus / Kyryl Gorlov)

Das erste Fahrrad ist nicht nur für Kinder total spannend, sondern oft genug auch für uns Eltern. Denn nicht nur, dass wir natürlich aufs Geld schauen müssen (Kinderfahrräder können ganz schön viel kosten), es gibt auch bei der Höhe, beim Gewicht und der Ausstattung einiges zu beachten. Diese sieben Tipps verhindern, dass ihr euren Kauf bereut.

Bevor die Kleinen ihr erstes Fahrrad zum ersten Mal ausfahren, solltet ihr euch auch Gedanken zum Fahrradhelm machen. Im Video findet ihr alle wichtigen Hinweise.

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#1 Laufrad und erstes Fahrrad

Vor dem ersten Fahrrad ist der Kauf eines Laufrades keine schlechte Idee. Denn dadurch bekommen eure Kinder einen Vorteil wenn es darum geht, das Gleichgewicht zu halten. Kinder die mit den Laufrädern schon sehr sicher und auch mal mit hochgezogenen Beinen um die Ecken flitzen, tun sich auf dem ersten Fahrrad leichter.

Alternativ ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn eure Kinder erstmal eine zeitlang mit ihrem ersten Fahrrad durch die Gegend rollern und noch nicht gleich in die Pedale treten. Kinder nähern sich neuen Herausforderungen auf ihre ganz eigene Weise.

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#2 Erstes Fahrrad: Aufs Alter achten

Nur weil alle anderen Kinder in der Kitagruppe bereits mit vier Jahren unfallfrei Fahrrad fahren können, müsst ihr eurem Nachwuchs keinen Stress machen. Kinder sind einfach unterschiedlich und der richtige Zeitpunkt fürs erste Fahrrad ist es auch. Ihr müsst keinen Plan verfolgen bis zu dem euer Kind Rad fahren können muss.

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Hat euer Nachwuchs schon früh Interesse daran, könnt ihr das fördern. Will es sich aber Zeit lassen, würde ich mein Kind nicht versuchen zu überreden, es doch jetzt unbedingt zu probieren, weil die anderen es ja auch können. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und es ist total ok, dem zu folgen.

Andrea Zschocher

Jede*r im eigenen Tempo

Meine drei Kinder haben alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten Fahrrad fahren gelernt, die eine früher, der andere später. Vielleicht ist das das "Glück" von Eltern mit mehreren Kindern: Man bekommt immer wieder vor Augen geführt, dass Kinder bei gleicher Erziehung sehr unterschiedlich auf Gegebenheiten reagieren. Und Rad fahren haben sie im Endeffekt alle gelernt, auf ganz unterschiedliche Art und Weise. 

Andrea Zschocher

#3 Geringes Gewicht fürs erste Fahrrad

Ein geringes Eigengewicht vom Fahrrad ist tatsächlich von großem Vorteil. Je geringer das Gewicht bei einem leichten Fahrrad, desto leichter können die Kinder es auch bewegen. Je nachdem welches Körpergewicht eure Kinder mitbringen, liegt das ideale Fahrradgewicht zwischen 5 - 8 kg.

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Leichte Fahrräder gibt es u.a. von

Wir haben in der Redaktion mit unseren Kindern erste Fahrräder verschiedener Hersteller getestet. Die Testberichte zum woom2, woom 3 Automagic und Early Rider findet ihr bei uns. 

#4 Erstes Fahrrad: Auf Stützräder verzichten

Auch wenn es total verlockend ist, als erstes Fahrrad eines mit Stützrädern zu besorgen, ihr tut eurem Kind damit keinen Gefalen. Denn auch wenn das erste Fahren damit vielleicht schneller geht, weil die Stützräder den zu übenden Gleichgewichtssinn ausbalancieren, irgendwann kommt der Moment, wo die Unterstützung dann weg muss. Und dann fängt das Fahrrad fahren lernen von vorne an.

#5 Rücktrittsbremse

Für die Frage, ob eine Rücktrittsbremse fürs erste Fahrrad wichtig ist, gibt es keine pauschale Antwort. Viele Kinder kommen besser damit zurecht, wenn sie für den Anfang erst mal nur rückwärts treten müssen, um zum Stillstand zu kommen. Das kann sich intuitiver anfühlen und ein Gefühl von Sicherheit geben.  

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Andere sprechen sich dafür aus, gleich das Bremsen mit der Handbremse zu üben, denn die meisten Folgeräder verfügen auch nicht mehr über einen Rücktritt. Und wer noch nie ein Rad mit Rücktrittbremse gefahren ist, der weiß auch nicht, wie sich das anfühlt und kann sich trotzdem sicher mit dem Fahrrad bewegen.

Schaut am besten, womit euer Kind hier gut zurecht kommt, welche Vorbilder es hat. Denn wenn alle im Freundeskreis mit Rücktrittsbremse unterwegs sind, ist es vielleicht einfacher, als erstes Fahrrad auch ein solches Modell zu wählen. Und andersrum gilt dieser Rat natürlich auch.

#6 Wieviel Zoll fürs erste Fahrrad?

Es kommt natürlich ein bisschen auf die Ausgangsgröße eurer Kinder an. Denn nach der bemisst sich die Zollgröße des ersten Fahrrads. Oft wird dazu geraten, die Schrittlänge der Kinder zu berechen, um dann die Rahmengröße des ersten Fahrrads zu bemessen. Bei Kinderfahrrädern spielt diese aber nur eine untergeordnete Rolle. Viel entscheidender sind die verbauten Reifen im Rad.

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Eine Faustregel besagt:

  • Körpergröße ab 95 cm: 12 Zoll Fahrrad
  • Körpergröße ab 100 cm: 14 Zoll Fahrrad
  • Körpergröße ab 105 cm: 16 Zoll Fahrrad
  • Körpergröße ab 110 cm: 18 Zoll Fahrrad

Woll ihr unbedingt die Rahmengröße des ersten Fahrrads bestimmen und die Schrittlänge eures Nachwuchs berechnen, macht ihr das folgendermaßen: Messt das Innenbein von den Füßen bis hoch zum Schritt. Wichtig: Eure Kinder sollten dabei Schuhe tragen, denn das werden sie beim Radfahren aller Voraussicht nach ebenfalls tun. Viele Hersteller unterstützen auch mit individuellen Hilfestellungen und Größenrechnern.

#7 Nachhaltig, aber ...

Natürlich ist es nachhaltig und auch preiswerter, ein gebrauchtes Fahrrad zu kaufen. Aber schaut es euch bitte genau an, bevor ihr euren Nachwuchs damit fahren lasst. Wenn das erste Fahrrad total verrostet ist oder die Bremsen nicht funktionieren, solltet ihr besser die Finger davon lassen oder alles fachmännisch reparieren (lassen).

Es ist vollkommen in Ordnung als erstes Fahrrad ein sehr abgeliebtes Modell zu fahren, aber es sollte auf jeden Fall noch verkehrstüchtig und nicht gefährlich beim Fahren sein. Fehlen Einzelteile wie eine Klingel, Licht oder Katzenaugen, ersetzt die bitte vor der ersten Radfahrrunde. Auch wenn die Kleinen erstmal auf dem Bürgersteig fahren dürfen, sollte das Fahrrad tauglich für den Alltag sein.

Mach den PISA-Test!

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