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Verrechnungsscheck einlösen: Wie ihr an euer Geld kommt

© Getty Images/Everyday better to do everything you love
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Zwar sind sie heutzutage selten geworden, doch Verrechnungsschecks als Zahlungsmöglichkeit gibt es nach wie vor. Dabei erfolgt die Auszahlung des betagten Wertpapiers nicht bar, sondern direkt auf das Konto des Zahlungsempfängers. Wie und wo ihr einen Verrechnungsscheck einlösen könnt und welche Fristen ihr beachten müsst, erfahrt ihr hier.

Was ist ein Verrechnungsscheck?

Es war einmal vor langer Zeit ... Kommt es euch vielleicht auch so ähnlich vor, wenn ihr an die mittlerweile eher veraltete Zahlungsweise mit Schecks denkt? Nichtsdestotrotz schlagen sich vor allem Verrechnungsschecks nach wie vor wacker gegen Sofortüberweisungen, Überweisungen im Allgemeinen sowie andere bargeldlose Geldtransaktionen.

Bei einem Verrechnungsscheck handelt es sich um eine nachvollziehbare Zahlung mit relativ hoher Sicherheit. Denn anders als bei einem Barscheck wird der auf dem Scheck ausgewiesene Geldbetrag der oder dem Berechtigten nicht bar ausgezahlt.

Stattdessen wird der Betrag von der Bank auf das Girokonto des Zahlungsempfängers überwiesen. Somit ist das Risiko eines Missbrauchs von Dritten gering, da die Bank nachvollziehen kann, wer das Geld erhalten hat.

Damit ihr einen Verrechnungsscheck als solchen erkennt, haben wir euch die wichtigsten Merkmale laut dem deutschen Scheckgesetz zusammengefasst:

  • Vermerk „Nur zur Verrechnung" sowie das Wort „Scheck" müssen vorhanden sein
  • Geldbetrag sowohl in Ziffern als auch ausgeschrieben in Worten
  • verbindliche Anweisung, wie zum Beispiel „Zahlung bei Vorlage des Schecks"
  • Datum und Ausstellungsort
  • Name der auszuzahlenden Bank
  • Unterschrift des zahlungspflichtigen Scheckausstellers
  • Angabe des Zahlungsorts

Wie kann man den Verrechnungsscheck einlösen?

Wollt ihr einen Verrechnungsscheck einlösen, führt der erste Weg zu eurer Bank, bei der ihr euer Giro- bzw. Sparkonto habt. Dort füllt ihr – ähnlich wie bei einer Überweisung – ein Formular zur Scheckeinreichung aus und reicht es beim Schalter zur zeitnahen Bearbeitung ein.

Bei einer Online-Bank oder Direktbank ohne Filialen vor Ort könnt ihr das Formular online auf der entsprechenden Homepage ausdrucken und ausgefüllt über den Postweg an das jeweilige Kreditinstitut schicken. Alternativ könnt ihr den Verrechnungsscheck mit Angabe eurer IBAN und Unterschrift der Direktbank zukommen lassen.

Wer kann einen Verrechnungsscheck einlösen?

In der Regel befindet sich kein Name auf dem Verrechnungsscheck. Das bedeutet, dass im Prinzip jeder einen korrekt ausgestellten Verrechnungsscheck bei seiner Bank einlösen kann. Da allerdings nachverfolgbar ist, auf welches Konto der Verrechnungsscheck eingezahlt wurde, handelt es sich dennoch um eine sichere Zahlungsmethode.

Noch sicherer sieht es beim sogenannten Orderscheck aus. Dieser kann ausschließlich bei der Bank gegen Vorlage eines Ausweisdokuments eingelöst werden, da der Name des Zahlungsempfängers auf dem Scheck vermerkt ist.

Wie lange ist der Verrechnungsscheck gültig?

Die Einlösung eines Verrechnungsschecks sollte am besten zeitnah erfolgen, denn zumindest für deutsche Schecks und wenn nichts anderes vermerkt ist, beträgt die Frist lediglich acht Tage und zwar ab dem Ausstellungsdatum.

Ist die Frist abgelaufen, sind die Banken nicht mehr zur Überweisung und somit Auszahlung des Geldbetrags verpflichtet. In diesem Fall könnt ihr bei eurer Bank um Kulanz beten oder der Scheckaussteller stellt euch einen neuen Verrechnungsscheck aus.

Wurde der Verrechnungsscheck außerhalb Deutschlands, aber innerhalb der EU ausgestellt, kann er innerhalb von 20 Tagen eingelöst werden. Außerhalb der EU beträgt die Frist sogar bis zu 70 Tage.

Gut zu wissen: Unter anderem bei von Krankenkassen ausgestellten Dividendenschecks beträgt die Ablauffrist bis zu einem Jahr.

Margit Huber

Wann wird ausgezahlt?

Bis der Betrag nach dem Einreichen des Verrechnungsschecks auf euer Girokonto eingeht, müsst ihr einige Tage Geduld mitbringen und zwar so lange, bis das Geld vom Konto des Ausstellers abgebucht wurde.

Spätestens nach 10 Tagen sollte der Betrag jedoch auf eurem Konto gutgeschrieben und verfügbar sein – vorausgesetzt, das Konto des Zahlungspflichtigen ist ausreichend gedeckt.

Für was werden Verrechnungsschecks verwendet?

Habt ihr zum Beispiel Geld bei einem Preisausschreiben gewonnen oder wollt euch Spenden auszahlen lassen, ist die Auszahlung via Verrechnungsscheck nicht unüblich.

Doch auch bei Lohnauszahlungen, Warenein- bzw. verkäufen sowie dem Hinterlegen von höheren Kautionsbeträgen kommen hin und wieder noch Verrechnungsschecks zum Einsatz.

Einige gesetzliche Krankenkassen, Versicherungen sowie Energieversorger nutzen ebenfalls Verrechnungsschecks, um zum Beispiel Überschüsse bzw. Geld aus einem Schadensersatz an ihre Mitglieder auszuzahlen.

Fallen für einen Verrechnungsscheck Gebühren an?

Für das Einlösen eines Verrechnungsschecks werden häufig Gebühren für die Bearbeitung verlangt. Wie hoch diese ausfallen, ist zum einen von der jeweiligen Bank sowie dem Kontomodell und zum anderen davon abhängig, in welchem Land der Scheck ausgestellt wurde. In der Regel liegen die Gebühren jedoch zwischen 2 und 10 Euro.

Wie wird ein Verrechnungsscheck ausgestellt?

Mithilfe eines Scheckvordruckes bei eurer Bank oder einem Online-Vordruck könnt ihr selbst einen Verrechnungsscheck für bestimmte Zahlungen ausfüllen. Voraussetzung hierfür ist, dass euer Konto ausreichend gedeckt ist und ihr alle nötigen Felder ausfüllt.

Tipp: Notiert euch am besten die jeweilige Schecknummer, damit der Verrechnungsscheck im Notfall gesperrt und die Zahlung gestoppt werden kann.

Im folgenden Video seht ihr, wie Geldtransfer via PayPal funktioniert!

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