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Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch: Die EU hat einen Plan

Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch: Die EU hat einen Plan

Es wird Zeit

Kindesmissbrauch ist leider weltweit ein Thema. Die EU will nun in Kürze gemeinsam aktiv werden und ein Maßnahmenpaket beschließen.

Die Mühlen mahlen auch in der EU langsam. Ein wenig unverständlich ist es schon, dass das Thema Kindesmissbrauch nicht schon früher auf europäischer Ebene diskutiert, und Maßnahmen dagegen beschlossen wurden.

EU-weites Maßnahmenpaket

Nun soll es endlich soweit sein, in naher Zukunft, ein genauer Termin steht noch nicht fest, soll ein EU-weit gültiges Maßnahmenpaket zur Prävention und zur Strafverfolgung von Kindesmissbrauch diskutiert werden.

Es mussten zunächst erst entsprechende Gesetze in einigen EU-Mitgliedsstaaten beschlossen werden, bevor das Paket überhaupt in Kraft treten kann. Mithilfe von Gesetzen und Initiativen soll es möglich werden, dem sexuellen Missbrauch von Kindern mehr als bisher entgegenzusetzen. Die Strafverfolgung wird auf diese Weise gestärkt, die Prävention erhält mehr Unterstützung.

Prävention und Strafverfolgung

Das Verzahnen dieser zwei unterschiedlichen Ansätze, Prävention auf der einen und Strafverfolgung auf der anderen Seite, war vorher EU-weit nicht im Fokus. Bisher ging es eher darum, den sexuellen Missbrauch an Kindern zu verhindern. Wenn eine Tat begangen wurde, war die Strafverfolgung bisher von Land zu Land unterschiedlich.

Kindesmissbrauch kennt keine Landesgrenzen

Das ist aus mehreren Gründen problematisch, ein Hauptargument ist aber, dass viele Missbrauchstaten über das Internet geteilt werden. Während das Internet keine Ländergrenzen kennt, sind sie im realen Leben eben doch vorhanden. Und da Strafverfolgung immer Landessache ist, war ein in der gesamten EU geltendes Gesetz notwendig. Denn wenn die Täter wissen, dass in ihrem Land weniger strenge Gesetze gelten, fühlen sie sich sicherer.

EU- Zentrum zum besseren Schutz von Kindern

Neben dem Maßnahmenpaket ist auch ein EU-Zentrum zum besseren Schutz von Kindern geplant. Hier sollen sich die Mitgliedsstaaten mithilfe von Zusammenarbeit und Forschung im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch an Kindern gegenseitig unterstützen und Ergebnisse zur Missbrauchsverhinderung teilen.

Dass diese Arbeit dringend nötig ist, zeigen neue Statistiken. Seit Beginn der Corona-Krise habe sich die Nachfrage nach Material, das sexuellen Kindesmissbrauch beinhaltet, in einigen EU-Ländern um bis zu 30 % erhöht.

Mein Fazit

Kindesmissbrauch ist eines dieser Themen, mit denen Eltern eigentlich gar nichts zu tun haben wollen. Weil es so unvorstellbar furchtbar ist. Und doch müssen wir alle uns damit auseinander setzen, weil es tagtäglich sexuelle Übergriffe auf Kinder gibt. Dass jetzt endlich über Ländergrenzen hinweg dagegen vorgegangen wird, war in meinen Augen lange überfällig. Denn im Netz gibt es keine Grenzen und das Teilen und Weiterverbreiten von kinderpornographischem Material, dieser andauernde Missbrauch an Kindern, muss überall konsequent verfolgt und die Täter zur Anzeige gebracht werden.

Bildquelle: getty images / energyy

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