HPV-Impfung: Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei jeder Impfung können auch bei der HPV-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Berichte von schweren Nebenwirkungen verunsicherten Eltern, aber das Robert-Koch-Institut wehrt die Vorwürfe ab.

Bislang hat sich die Mehrheit der Jugendlichen noch nicht impfen lassen: Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte Zahlen und demnach haben sich bis 2018 nur um die 45 Prozent von jungen Mädchen in Deutschland impfen lassen. Das sieht in Großbritannien ganz anders aus - über 80 Prozent aller jungen Frauen zwischen 15 und 26 Jahren sind geimpft. Es gab dort eine groß angelegte Kampagne, die Wirkung zeigte. In Deutschland hat man die Zielgruppe nicht so gut erreichen können. Die Kinder und Jugendlichen können sich von Frauenärzten, Kinderärzten oder  Allgemeinmedizinern impfen lassen. Der Impuls muss aber von den Eltern kommen, und viele wissen nichts von der Impfung oder sind sich unsicher, weil in den Medien von schweren Nebenwirkungen berichtet wurde.

Spritze

Ein kleiner Pieks - mit welchen Nebenwirkungen?


Nebenwirkungen einer HPV-Impfung

Wie bei jeder Impfung kann es Nebenwirkungen geben. Es wird von Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Hautrötungen, Kopfschmerzen oder Schwindel bzw. Ohnmacht berichtet. Letzteres sollten die Ärzte im Auge haben und die Empfehlung lautet, dass die Patienten eine Viertelstunde nach der Impfung beobachtet werden sollten. Für Verunsicherungen haben Berichte gesorgt, dass die Impfungen bei einigen Mädchen schwerwiegende Autoimmunerkrankungen hervorgerufen haben. Hierzu muss noch geforscht werden, ob diese Folgeschäden tatsächlich durch die Impfung verursacht wurden.

Das staatliche Robert-Koch-Institut denkt jedenfalls, dass dies nicht der Fall ist und brachte im März 2019 ein Merkblatt zur HPV-Impfung heraus. Dort heißt es zum Thema Risiken: "Dabei wurden keine schweren Nebenwirkungen, d.h. Nebenwirkungen, die die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen, im ursächlichen Zusammenhang mit der HPV-Impfung festgestellt. In den Untersuchungen bestand insbesondere kein Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen oder neurologischen Komplikationen. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Abgeschlagenheit sind häufig und können auch in einer schweren Form auftreten. Diese sind jedoch zeitlich begrenzt und vollständig reversibel."

Generelle Impfgegner wird dies wahrscheinlich nicht überzeugen, ebenso Menschen, die eine 100-prozentige Wirkung von Impfungen haben möchten, denn diese Zahlen kann die HPV-Impfung nicht liefern. Für die offiziellen Stellen ist das Ziel, Gebärmutterhalskrebserkrankungen zu verringern. Bei der jetzigen Impfrate von 45 Prozent sagen das Robert-Koch-Institut, dass die Krebsrate in den nächsten hundert Jahren halbiert werden könnte, das würde 163.000 Frauen betreffen, die nicht erkranken.


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