So erkennen Sie Abwehrschwächen

Ist das Baby immerzu krank, kann eine Abwehrschwäche die Ursache sein. Woran Sie die erkennen.

So erkennen Sie eine Abwehrschwäche beim Baby

Was aber angeboren sein kann: eine Abwehrschwäche. „Doch diese Fälle sind selten“, versichert Speckmann. „Meistens haben Kinder mit einer Abwehrschwäche oft Infekte, die einen Krankenhausaufenthalt nötig machen. Ein Alarmzeichen kann zum Beispiel sein, wenn ein Kind im ersten Lebensjahr wiederholt schwere Erkrankungen wie eine Lungenentzündung hatte.“ Oft kann es sich aber auch nicht um einen Immundefekt, sondern um ein anatomisches Problem handeln. „Ein Hinweis dafür ist, wenn ein Kind immer wieder gleiche Erkrankungen durchmacht - z.B. eine Mittelohrentzündung immer nur auf einer bestimmten Seite.“
Lesen Sie mehr in unserem Lexikon: Kinderkrankheiten.

Infekt-Tagebuch verschafft Überblick

Ein Tipp des Mediziners, der in der Immundefektambulanz Freiburg arbeitet: Wenn Sie denken, Ihr Kind habe zu viele Infekte, führen Sie ein Infekt-Tagebuch. „Darin sollte stehen: Welche Symptome hat mein Kind? Hat es Fieber? Trinkt es schlecht?“ Wichtig ist auch, nach Erkrankungen in der Familie zu forschen. Hat jemand Asthma? Kann es sein, dass die häufigen Bronchitis-Erkrankungen mit einer Neigung zu Asthma zusammenhängen? Solche Fragen können mit dem Kinderarzt gemeinsam geklärt werden. „Häufig ist es dann aber doch der Fall, dass das Kind in den normalen Bereich von acht bis zwölf leichten Infektionen pro Jahr fällt.“ Dazu gehört, dass das Kind etwa jeweils vier bis fünf Tage Husten und Schnupfen hat. Die Krankheiten können auch von Fieber begleitet sein. „Das muss aber nicht immer schlimm sein. Es gibt Kinder, denen es mit 39 Grad Fieber noch gut geht. Zum Kinderarzt sollte man gehen, wenn das Kind unter einem Jahr ist oder einen schlappen Eindruck macht.“