Fünf Sätze, um ein wütendes Kind zu beruhigen

Als Eltern legen wir das Fundament dafür, wie unsere Kinder mit Ärger und Wut umgehen. Diese fünf Sätze können helfen, besser mit schwierigen Situationen zurecht zu kommen.


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Sätze für wütende Kinder

Sätze, die angespannte Situationen erleichtern


© iStock
Kinder können anstrengend sein. Das ist nun mal so. Wie anstrengend Ihr Kind aber sein kann, hängt auch viel damit zusammen, wie Sie mit ihm umgehen. So sprechen Sie auf einer Augenhöhe mit Ihrem Kind und deeskalieren schwierige Situationen:

Wenn das Kind rot sieht: Fünf Sätze, die den Nachwuchs beruhigen


1. Anstatt: "Schrei nicht so rum!"
Probieren Sie: "Es ist ganz normal, auch mal wütend zu sein. Was würde dir denn jetzt helfen, dich besser zu fühlen?"

 
Sie kennen es bestimmt selber: Nichts ist so schlimm, wie wenn unsere Gefühle nicht ernst genommen werden. Ein schreiendes Kind nur aufzufordern, mit dem Gebrüll aufzuhören, bringt also nur das genaue Gegenteil: Ihr Kind fühlt sich noch unverstandener und versucht, sich noch lauter Gehör zu verschaffen – das kann vor allem in der Trotzphase sehr anstrengend werden. Stattdessen sollten Sie auf die Gefühle Ihres Kindes eingehen und versuchen zu verstehen, warum es sich gerade so fühlt, wie es sich fühlt. Dann können Sie sich gemeinsam Strategien überlegen, wie Sie die schlechte Stimmung vertreiben können. Vielleicht ist das sogar eine gemeinsame Brüll-Session? Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Schreien tatsächlich Schmerzimpulse im Gehirn unterbrechen kann – Lautwerden kann sich manchmal also tatsächlich lohnen.
 
2. Anstatt: "Wage es nicht, deine Schwester zu schlagen!"
Probieren Sie: "Es ist vollkommen OK, dass du wütend bist. Aber schlagen hilft da nicht weiter, sondern macht andere Menschen nur traurig."

 
Erkennen Sie die Gefühle Ihres Nachwuchses an, vermitteln Sie ihm, dass es in Ordnung ist, sich wütend zu fühlen. Erklären Sie ihm aber auch, dass der Impuls, andere zu schlagen, dagegen nicht in Ordnung ist und andere verletzt. Lehren Sie Ihrem Kind, dass seine Taten Folgen haben und anderen wehtun können. So fördern Sie die Empathiefähigkeit Ihres Kindes.
 

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3. Anstatt: "Hör auf, die ganze Zeit zu nörgeln!"
Probieren Sie: "Ich hab dich verstanden. Hast du eine Idee, wie wir die Sache anders lösen können?"

 
So bringen Sie Ihrem Kind nicht nur bei, dass es gehört wird und dass Ihnen seine Meinung wichtig ist, Sie lehren ihm auch, selbst Verantwortung für seine Situation zu übernehmen.
 
4. Anstatt: "Wie oft muss ich es denn noch sagen?"
Probieren Sie: "Du hast mich beim ersten Mal anscheinend nicht gehört. Kannst du deshalb jetzt nochmal wiederholen, was ich gesagt habe? Damit wir beide auf dem gleichen Stand sind."

 
Lassen Sie Ihr Kind das Gesagte wiederholen, prägt es sich Ihre Nachricht besser ein. Mit dem letzten Satz unterstreichen Sie, dass Sie beide auf einer Seite stehen und nicht das Kind alleine angeprangert wird.
 
5. Anstatt: "Ich hab jetzt keine Lust, mit dir zu diskutieren!"
Probieren Sie: "Gerade wird das alles sehr viel. Ich setz mich jetzt fünf Minuten auf das Sofa und versuche, die ganzen blöden Sachen einfach auszuatmen. Willst du mitmachen?"

 
So bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es in Ordnung ist, über Gefühle zu sprechen und auch einmal eine Auszeit zu brauchen. Außerdem beziehen Sie den Nachwuchs in Ihre Pause mit ein und gestalten diese spielerisch.

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von Nicole Metz




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