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Winterzauber

Magie der Rauhnächte: Warum die Chancen auf eine Schwangerschaft direkt nach Weihnachten am höchsten sind

Rauhnächte: Winterlandschaft
© Getty Images/Smitt

Rauhnächte erfüllen Babywünsche, so hieß es einst. Der tiefste Winter ist eine ganz besondere und für manche magische Zeit. Was sind eigentlich diese "Rauhnächte" und woher kommt der Mythos der Fruchbarkeit?

Alter Mythos Rauhnächte

Es ist noch gar nicht so lange her, da kannte jeder die sogenannten "Rauhnächte". Die Tage um Weihnachten und den Jahreswechsel galt als eine besonders spirituelle, aber auch gefährliche Zeit. Heute besinnen sich viele auf diese Tradition und zelebrieren die lichteren Aspekte dieser Phase wieder bewusst. Und einige glauben sogar, dass wir in dieser Zeit unsere Bestimmung finden, unsere Wünsche erfüllen und besonders leicht schwanger werden können.

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Welche Nächte sind die Rauhnächte?

Die Rauhnächte sind nach neuerem Brauch die 12 Nächte vom 25. Dezember bis zum 6. Januar. Manche Quellen zählen schon die Nacht der Wintersonnenwende, auch Thomasnacht genannt, am 21. Dezember dazu. Das liegt am Umstieg vom Mond- auf den Sonnenkalender: Statt 254 Tage waren es dann 365.

Rauhnächte: Älter als Weihnachten

Die Rauhnächte, die am 20./21. Dezember, also in der längsten Nacht, beginnen, sind in unterschiedlicher Form in vielen Ländern Europas bekannt und haben ihre Wurzeln teilweise sogar in vorchristlicher Zeit. Mythische Kämpfe zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gut und Böse sollen während der dunkelsten Wintertage ausgetragen werden. Ab Silvester reitet demnach die Wilde Jagd, die die Mächte des Bösen verkörpern.

In der Generation der Großeltern und Urgroßeltern war es oft genug noch üblich, in den Rauhnächten keine Wäsche draußen aufzuhängen, damit sich die Wilde Jagd oder andere böse Geister nicht darin verfangen und ins Haus gelangen könnten. Dass die Tage im Januar wieder länger werden, galt als Beweis für den Sieg des Lichts über die Finsternis.

Eine Theorie über die Entstehung der Rauhnächte besagt, dass sie in Zeiten festgelegt wurden, als die Menschen noch nach einem reinen Mondkalender lebten. Zwölf Mondmonate ergeben jedoch nur 354 Tage, sodass elf Tage übrig waren, um das 365 Tage lange Sonnenjahr zu vollenden. Heute leben wir mit einer Mischung aus Sonnen- und Mondkalender und die Rauhnächte sind lediglich eine alte Tradition oder ein Aberglaube.

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Die spirituelle Qualität der Rauhnächte

Die Gesetze der Natur werden in den Rauhnächten außer Kraft gesetzt und andere Welten, das Jenseits oder die Geisterwelt, sind unserem Alltag näher als zu jeder anderen Zeit. Auch wer selbst keinen direkten Zugang zu diesen überlieferten Geschichten hat, kann den tiefsten Winter als eine Zeit begreifen, in der wir nach innen schauen und uns wie die Pflanzenwelt auf ein neues Wachstum im Frühjahr vorbereiten.

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Gerade für jene, die die Nase voll haben vom Konsumrausch und Trubel, der in der Vorweihnachtszeit oft herrscht, können die Rauhnächte Wege aufzeigen, wie man sich auf sich selbst besinnt. Und selbst, wenn dir die mystischen Geschichten einfach nur gefallen, weil sie Winterzauber verbreiten, wenn man sich zu Hause einkuschelt – auch so kannst du die Rauhnächte genießen.

Dabei helfen natürlich auch Bücher und CDs, die die alten Bräuche und Legenden der Rauhnächte beschreiben und Rituale wie das Räuchern oder geeignete Meditationen erklären:

Werden um Weihnachten mehr Kinder gezeugt?

Die Rauhnächte gelten traditionell als eine Zeit, in der wir uns auf unsere tiefsten Sehnsüchte besinnen und Wünsche wahr werden lassen können. Darum galten diese Tage auch als eine besonders gute Zeit, um ein Kind zu zeugen.

Die Statistiken scheinen dies zu bestätigen: Der geburtenstärkste Monat war in Deutschland in den vergangenen Jahren der September. US-amerikanischen Auswertungen der Geburtsjahrgänge 1963 bis 1999 ermittelten den 16. September als geburtenstärksten Tag – der wahrscheinlichste Tag laut Zeugungsrechner wäre dann der 23. Dezember und die Zeit davor und danach. Doch wann der geburtenstärkste Monat liegt, ändert sich immer mal wieder und unterliegt auch regionalen Schwankungen – oft sind es die Sommermonate.

Über die Gründe für die vielen Septemberbabys kann man nur mutmaßen; nicht jeder wird das wohl auf die Rauhnächte schieben. Aber was liegt näher, als sich im tiefsten Winter und über die vielen Feiertage aneinander zu kuscheln? So können die kürzesten Tage und längsten Nächte des Jahres bei Paaren mit Kinderwunsch ihre Baby-Magie entfalten.

Renate Oetjens

Einfach verzaubern lassen!

Ob du nun von den Rauhnächten fasziniert bist oder sie als alten Aberglauben abtust - dass die Winterzeit eine ganz besondere Zeit ist, lässt sich nicht leugnen. Bilanz ziehen, Kraft tanken, neue Pläne schmieden und Wünsche wahr werden lassen, wer sich dafür Zeit nimmt, kann sich auf ein schönes neues Jahr freuen.

Renate Oetjens

Silvester-Quiz: Weißt du, wie andere Länder Silvester feiern?

Bildquelle: Getty Images/Smitt

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