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Hoffnung

Kinderwunsch­behandlung: Methoden, Chancen und Risiken

Wenn ihr auf natürlichem Wege nicht schwanger werdet, hilft eine Kinderwunschbehandlung. Dies betrifft mittlerweile immer mehr Paare, denn es gibt viele Gründe für Unfruchtbarkeit. Wir stellen verschiedene Methoden der Fruchtbarkeitsbehandlung bzw. Kinderwunschbehandlung vor, klären über Risiken und Kosten auf.

Wann ist Mann oder Frau unfruchtbar?

Etwa jedes siebte Paar in Deutschland hat einen unerfüllten Kinderwunsch. Was unfruchtbar heißt, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert: "Ein Paar gilt dann als unfruchtbar, wenn die Frau innerhalb eines Jahres, in dem sie regelmäßig ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte, nicht schwanger geworden ist." In Deutschland sprechen viele Ärzte allerdings erst nach zwei Jahren von Unfruchtbarkeit.

Gründe für Unfruchtbarkeit und Kinderwunschbehandlung

Die Gründe für eine Unfruchtbarkeit sind vielfältig und liegen zu gleichen Teilen bei Mann und Frau. Es gibt viele psychische Ursachen dafür, dass sich eine Schwangerschaft nicht durch Sex einstellt. Der Hormonhaushalt der Frau wird z.B. von sehr vielen psychischen Faktoren beeinflusst und sobald er unausgeglichen ist, kann das schon schwierig werden.

Doch nicht immer hilft dann der häufig gehörte Rat, einfach zu entspannen. Denn es gibt einfach ganz eindeutige organische Ursachen bei der Frau oder dem Mann, die eine bestimmte Behandlung notwendig machen. Die Reproduktionsmedizin ist inzwischen so weit, dass es von Hormonbehandlungen bis zu künstlicher Befruchtung eine Vielzahl an Fruchtbarkeitsbehandlungen gibt, die den Kinderwunsch erfüllen können.

Bei 30 bis 40 Prozent der betroffenen Frauen geht der unerfüllte Kinderwunsch zum Beispiel auf eine hormonelle Störung zurück, welche mit Medikamenten behandelt werden kann. Bei Männern ist es häufig die fehlende Quantität oder Qualität der Spermien. Die Therapie muss daher genau auf die Ursachen der Unfruchtbarkeit abgestimmt werden und es werden immer beide Partner untersucht und einbezogen.

Fruchtbarkeitsbehandlung bei Frauen

Hormonelle Störungen sind bei Frauen nicht selten. Daher ist eine Hormontherapie mit Tabletten oft der erste Schritt einer Kinderwunschbehandlung. Dadurch sollen der Zyklus wieder reguliert und die Eierstöcke anreget werden, Eizellen zu produzieren. Ärzte nennen das ovarielle oder hormonelle Stimulation. Ein Hormon, das häufig im ersten Schritt einer Fruchtbarkeitsbehandlung eingesetzt wird, ist Clomifen. Es wird in Form von Tabletten eingenommen. Bei uns erfahrt ihr, was ihr zur Behandlung und Nebenwirkungen von Clomifen wissen müsst.

Auch das Follikelstimulierende Hormon (FSH) oder das Humane Menopausengonadotropin (HMG) können verabreicht werden, um die Eireifung zu unterstützen. Sie müssen allerdings gespritzt werden. Damit der Eisprung der sorgfältig aufgepäppelten Eizellen auch zum richtigen Zeitpunkt stattfindet, wird die Behandlung häufig noch durch weitere Hormone ergänzt, welche einen vorzeitigen Eisprung verhindern bzw. einen geplanten Eisprung auslösen. Diese muss sich die Frau mittels einer Hormonspritze injizieren.

Wie erfolgreich die Fruchtbarkeitsbehandlung mittels Hormonen ist, hängt natürlich auch von der Schwere der Hormonstörung ab. Dennoch werden im Durchschnitt nach der Behandlung etwa 30 Prozent der Frauen auf natürliche Weise schwanger, also ohne zusätzliche künstliche Befruchtung.

Weitere Kinderwunschbehandlungen

Die Ursache der Unfruchtbarkeit entscheidet über die Fruchtbarkeitsbehandlung. Haben die Voruntersuchungen gezeigt, dass beide Partner keine organischen oder hormonellen Störungen haben, dann kann eine geringe Spermaqualität und/oder ein feindliches Scheidenmilieu Grund für den unerfüllten Kinderwunsch sein. In diesem Fall wird eine Insemination (Samenübertragung) gemacht. Bei dieser Methode werden aus dem Ejakulat des Mannes die fittesten Spermien aussortiert und mit Hilfe einer Spritze oder indirekt über einen Plastikschlauch (Katheter) in die Gebärmutter eingebracht. Die Keimzellen beider Partner erhalten auf diese Weise eine Starthilfe, damit sie leichter zueinander finden. Die Insemination findet auch dann statt, wenn auf Spendersamen zurückgegriffen werden muss.

Was so einfach klingt, hat jedoch nur eine begrenzte Erfolgsquote: Oft liegt sie zusammen mit hormoneller Stimulation nur bei 15 Prozent. Über mehrere Zyklen kann laut Kinderwunschzentrum an der Oper in München eine Erfolgsaussicht von 30 % erreicht werden.

Die statistische Wahrscheinlichkeit, bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr schwanger zu werden, liegt bei nur 10 %. Eine Insemination nach vorangegangener Eileiter-Untersuchung steigert sie auf 25 bis 30 % pro Versuch.

Kinderwunschzentrum an der Oper, München

Methoden der künstlichen Befruchtung

IVF

Sind bereits mehrere Inseminationsversuche fehlgeschlagen oder liegt eine Einschränkung der Spermienqualität oder Quantität vor, können verschiedenste Methoden der künstlichen Befruchtung durchgeführt werden. Die Frau erhält dabei Hormone, um innerhalb eines Zykluses gleich mehrere Eibläschen heranreifen zu lassen. Diese werden über die Scheide abgesaugt und im Reagenzglas mit dem "vorsortierten" Sperma des Vaters gemischt. Das erfolgreiche Spermium muss selbstständig in die Eizelle eindringen. Nach drei Tagen werden höchstens drei befruchtete Eizellen in die Gebärmutter eingepflanzt. Dank Kryokonservierung können jedoch überzählige Eizellen entnommen und eingefroren werden für spätere erneute Versuche. Diese Methode nennt sich In-vitro-Fertilisation (IVF). Sie wird aber häufig auch als künstliche Befruchtung bezeichnet. In Deutschland darf die IVF derzeit nur bei verheirateten Paaren durchgeführt werden. Für die Behandlung gilt das Embryonenschutzgesetz.

ICSI

Wurde bei den Voruntersuchungen festgestellt, dass die Spermaqualität bzw. Motilität sehr schlecht ist und es die Keimzellen nicht schaffen würden, selbstständig in die Eizelle einzudringen, kommt bei der Kinderwunschbehandlung die ICSI-Methode (Intracytoplasmatische Spermien-Injektion) zum Einsatz. Das Prinzip gleicht dem der IVF-Methode. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass nur ein einzelnes Spermium mittels einer Pipette direkt in die Eizelle injiziert wird. Maximal drei befruchtete Eizellen werden dann in die Gebärmutter eingebracht. Da jedoch bei der Stimulation immer mehrere Eizellen entnommen werden, können diese für spätere Versuche eingefroren werden und es besteht eine neue Chance auf eine Schwangerschaft. Abhängig vom Alter der Frau und ihrer sonstigen körperlichen Gesundheit liegt die Erfolgsquote bei IVF und ICSI bei 15 bis 20 Prozent.

IVM

Bei allen eben genannten Kinderwunschbehandlungen muss die Frau ihren Körper mit zum Teil starken Hormonpräparaten behandeln, damit die Eizellen stark genug für die Entnahme und die Befruchtung im Reagenzglas sind bzw. damit in einem Zyklus mehrere Gelbkörperchen heranreifen. Eine für die Frau schonendere Kinderwunschbehandlung kann daher die IVM-Methode (In-Vitro-Maturation) sein. Die unreifen Keimzellen können direkt aus dem Eierstock entnommen werden. Daher ist eine deutlich geringere Hormonmenge nötig bzw. werden die Hormone über einen kürzeren Zeitraum verabreicht. Erst im Reagenzglas reifen die Eizellen unter Einfluss von Hormonen nach. Befruchtet werden sie dann entweder durch IVF oder der ICSI. Eine IVM kann eine gute Möglichkeit für Frauen mit einem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) sein. Je nachdem, welche Studie man liest, liegen die Erfolgsquoten zwischen 3-27 Prozent.

TESE und MESA

Manche Paare haben auch das Problem, dass der Mann nicht ejakulieren kann oder dass seine Samenleiter verschlossen sind. Dann müssen die Spermien für eine weitere Fruchtbarkeitsbehandlung durch eine Operation gewonnen werden. Man spricht bei diesem Eingriff von MESA (Spermiengewinnung aus Nebenhoden) bzw. von TESE (Spermien aus Hoden). TESE und MESA werden immer mit einer ICSI kombiniert.

Kostenübernahme für die künstliche Befruchtung

"Jeder Mann und jede Frau hat ein Menschenrecht auf die Gründung einer Familie", sagt die WHO und definiert Kinderlosigkeit als Krankheit. Die deutschen Krankenkassen sehen das aber anders. Sie argumentieren, man könne ja auch ohne Nachwuchs glücklich leben. Das stimmt wohl. Aber nur, wenn man sich aus freien Stücken dazu entscheidet. Ungewollte Kinderlosigkeit gehört ansonsten zu den stressvollsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann, vergleichbar mit dem Verlust eines Partners, wie amerikanische Studien belegen. Daher wissen Eltern, die diesen Weg gehen, was es ihnen Wert ist.

Eine Kinderwunschbehandlung bedeutet für Paare eine immense finanzielle Belastung. Für die In-vitro-Fertilisation (IVF) verlangen Kinderwunschzentren im Schnitt 3.000 € – pro Zyklus. Eine Intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) ist mit rund 3.600 € sogar noch teurer. Hinzu kommen die Kosten für die Hormonbehandlung der Frau und allgemeine Arzt- und Beratungskosten. Die meisten Paare brauchen etwa drei Versuche, bis eine künstliche Befruchtung erfolgreich ist. Ist „nur“ eine Insemination notwendig belaufen sich die Kosten pro Behandlung auf 200 €. Allerdings nehmen die meisten Frauen vorab ebenfalls Hormone ein. Addiert man die Kosten der Hormonbehandlung, sind das pro Insemination-Versuch ebenfalls knapp 1.000 €.

Die gute Nachricht: die Kosten für die Kinderwunschbehandlung tragen die Paare nicht alleine. So werden zum Beispiel die Untersuchungskosten zur Feststellung der Unfruchtbarkeit von den Krankenkassen komplett übernommen. Das gleiche gilt für erste Beratungsgespräche in einer Kinderwunschklinik. Auch an den Kosten einer anschließenden Kinderwunschbehandlung beteiligen sich die Kassen. Eine Hormontherapie der Frau, die nicht auf einen Insemination oder einen künstliche Befruchtung abzielt, wird zu 100% erstattet. Bei allen weiteren Methoden der Kinderwunschbehandlung beteiligen sich die Kassen in der Regel mit 50 Prozent – allerdings mit Einschränkungen.

Die Hälfte der Kosten wird erstattet für:

  • max. 3 künstliche Befruchtungen - egal ob IVF oder ICSI
  • max. 3 Inseminationen mit begleitender Hormontherapie der Frau
  • max. 8 Inseminationen, wenn keine hormonelle Stimulation der Eierstöcke stattfindet

Doch damit sich die Krankenkassen an den Kosten für eine künstliche Befruchtung beteiligen, müssen Paare einige strenge Kriterien erfüllen:

  • Das Paar muss verheiratet sein
  • Die Frau muss zwischen 25 und 40 Jahre alt sein, der Mann zwischen 25 und 50 Jahre
  • Das Paar muss einen detaillierten Behandlungsplan bei der Kasse einreichen (ärztliche Diagnose, geplante Fruchtbarkeitsbehandlung, Dauer und Kosten)
  • Beide müssen bei der gleichen Krankenkasse versichert sein

Tipp: Es lohnt sich durchaus die Krankenkasse vor einer Behandlung nochmal zu wechseln. Manche Krankenkassen haben Vorteile für Kinderwunschpatient*innen. Schaut einmal im Krankenkassenvergleich der Stiftung Warentest vorbei, welche Kassen dies extra bezuschussen. Gleichgeschlechtliche Paare sind leider ausgeschlossen. Außerdem könnt ihr in manchen Bundesländern eine zusätzliche Förderung eurer Kinderwunsch-Behandlung bekommen. Die Bedingungen sind jedoch ebenfalls streng und in jedem Bundesland verschieden. Informiert euch einmal beim Bund, ob ihr für die Förderung in Frage kommt.

Was zahlen private Krankenkassen?

Für privat versicherte Paare sind diese Kriterien etwas gelockert. So müssen sie nicht verheiratet sein, um einen Teil der Behandlungskosten bzw. alle Behandlungskosten erstattet zu bekommen. Auch übernehmen die Versicherer in der Regel mehr als drei IVF- oder ICSI-Zyklen, zumindest solange ausreichende Erfolgsaussichten bestehen.

Eine künstliche Befruchtung mit Spendersamen wird weder von privaten noch von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das Paar muss in diesem Fall die Kosten selbst tragen. Allerdings sollten Sie in diesem Fall dennoch bei der Krankenkassen anfragen, ob zumindest die Kosten für die Voruntersuchungen bzw. die Beratungskostet erstattet werden können.

Kinderwunschbehandlung: Belastung für Psyche und Beziehung

Eine Fruchtbarkeitsbehandlung ist eine wunderbare Chance auf ein Baby - und die Erfolge haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Was ihr aber vorher bedenken solltet: Es ist auch eine seelische Achterbahnfahrt. Und die Garantie, dass die Behandlung erfolgreich ist, existiert leider nicht. "Die meisten Paare verdrängen regelrecht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Behandlung am Ende zum Kind führt, realistisch betrachtet nicht sehr groß ist. Aber vielleicht ist dieses Verdrängen am Anfang auch eine sinnvolle Strategie, um genügend Kraft und Optimismus zu bewahren, die Sache überhaupt zu beginnen", erklärt Maren Weidner, Ärztin und Beraterin bei Pro Familia.

Denn die zum Teil jahrelangen Prozeduren führen manches Paar an seine Grenzen: durchschnittlich 100 Spritzen, dutzende Blutabnahmen und mehrfache Narkosen. Jemand, der es selbst nicht erlebt hat, kann sich den Stress kaum vorstellen. Immer wieder das bange Warten, ob es diesmal funktioniert hat. "Natürlich nimmt die Belastung mit jedem gescheiterten Versuch zu. Immer wieder eine so große Enttäuschung zu verarbeiten, ist ein seelischer Kraftakt", sagt Weidner. Darüber solltet ihr euch als Paar unbedingt austauschen und euch notfalls mit anderen Paaren

Keine Erfolgsgarantie, aber gute Chancen

Tatsächlich ist die Erfolgsquote, die sogenannte Baby-Take-Home-Rate, wie Reproduktionsmediziner es nennen, weit geringer, als die meisten denken: Sie liegt in Deutschland pro IVF- bzw. ICSI-Versuch bei ungefähr 15 bis 20 Prozent. Die aktuellen Zahlen (2013) des Deutschen IVF-Registers belegen, dass sich die Quote allerdings weiter nach oben verschiebt. So konnten 26 Prozent aller Paare, die 2013 in Behandlung waren, am Ende ein Baby mit nach Hause nehmen – das sind etwa 1400 Paare. Aktuelle Zahlen könnt ihr immer wieder bei Fertilia nachlesen.

Doch wie groß der Erfolg einer Kinderwunschbehandlung wirklich ist, hängt auch stark von dem jeweiligen Paar ab. Natürlich ist es ausschlaggebend, wie schwer die Fruchtbarkeit beeinträchtigt ist. Aber auch das Alter und das Gewicht der Frau und/oder des Mannes hat Einfluss auf die Behandlung, ebenso schädliche Angewohnheiten wie Rauchen oder regelmäßiger Alkoholgenuss.

Katja Nauck

Nur Mut

Eine Kinderwunschtherapie ist eine sehr individuelle Sache. Ob ihr diese als Paar durchführen solltet, hängt von so vielem ab. Ich kann euch aus eigener Erfahrung nur raten, euch intensiv zu informieren und euch in eine gute Kinderwunschpraxis zu begeben. Entscheidet das unbedingt als Paar gemeinsam auf Basis guter Beratung und erst nach einer ausführlichen Untersuchung von euch beiden. Dann wissen die Ärztinnen und Ärzte, welche Methoden bei euch helfen können und klären euch umfänglich auf. Dann könnt ihr gemeinsam entscheiden, was ihr tut, ob und wie ihr das Ganze finanzieren könnt. Ein Schema F, das bei vielen funktioniert, gibt es da nicht. Bei mir hat die ICSI zum Erfolg geführt, daher kann ich nur sagen, ich würde es wieder tun. Doch man muss auch wissen, dass manche Paare eben viele Versuche benötigen und eine erfolgreiche Einnistung auch noch nicht heißt, dass es nicht harte Rückschläge wie Fehlgeburten oder Eileiterschwangerschaft geben kann. Damit muss man sich einfach einmal als Paar auseinandersetzen, bevor man diesen Weg gemeinsam geht. Denn er bedeutet eine psychische und physische Herausforderung für beide. Doch wenn ihr das gemeinsam wollt und eure Beziehung die nötige Basis dafür hat, dann steht ihr das zusammen durch. Ich wünsche euch ganz viel Mut und Erfolg auf eurem Weg!

Risiken einer Kinderwunschbehandlung

Nicht unerwähnt bleiben sollen natürlich auch die Risiken einer Kinderwunschbehandlung. Mit starken Hormonpräparaten wird massiv in den weiblichen Körper eingegriffen. Dass das auch Risiken birgt, ist klar. Zwar verpflichten sich Ärzte und Ärztinnen darüber aufzuklären, dennoch solltet ihr das bei den Beratungsgesprächen auf jeden Fall ansprechen. Zu den möglichen Risiken zählen:

  • Überstimulation: Auch wenn die Hormonbehandlung der Frau genau überwacht wird, so kann es doch zu dem sogenannten Überstimulationssyndrom kommen. Dann produzieren die Eierstöcke zu viele und zu große Eibläschen, die sich in den Bauchraum ausdehnen, was häufig sehr schmerzhaft ist. Auch Atemnot und Störungen der Blutgerinnung können auftreten.
  • Bakterielle Entzündung: Müssen im Fall einer künstlichen Befruchtung Eizellen entnommen werden, können auch bei den operativen Eingriffen Komplikationen entstehen. Es besteht z.B. das Risiko einer bakteriellen Entzündung der Eierstöcke.
  • Mehrlingsschwangerschaft: Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft steigt, weil viele Frauen sich aufgrund der höheren Chancen mehr als eine Eizelle gleichzeitig einsetzen lassen. Ärzte beraten intensiv dazu, wie viele Eizellen eingesetzt werden können.
  • Emotionale Belastung: Eine Kinderwunschbehandlung ist eine große Belastung für die Beziehung. Der Alltag und das Arbeitsleben müssen sich der Kinderwunschbehandlung unterordnen, eventuelle Rückschlage belasten die Beziehung und die Eingriffe und Hormonbehandlung ist nicht für jede Frau leicht.
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Im Video erläutern wir nochmal kurz im Überblick die verschiedenen Methoden der Fruchtbarkeitsbehandlungen:

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Quellen: Fertilia, familienplanung.de, Netdoktor

Bildquelle: Getty Images

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