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Seltener Ernstfall

Eileiter­schwangerschaft: Daran kannst du sie erkennen

© Getty Images/franckreporter, Getty Images/Koyuki
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Selten kann es passieren, dass sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern außerhalb einnistet. Eine Eileiterschwangerschaft ist leider nicht lebensfähig und muss schnell behandelt werden. Egal, ob du Symptome einer Eileiterschwangerschaft hast oder einfach sichergehen willst, dass mit deiner Schwangerschaft alles in Ordnung ist: Wir haben alle Infos auf einen Blick.

Eine Eileiterschwangerschaft kommt sehr selten vor. Bei nur etwa 1% der Schwangerschaften nistet sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter ein, sondern im Eierstock, Eileiter, Muttermund oder in der Bauchhöhle. Leider bedeutet das auch, dass die Schwangerschaft nicht erhalten werden kann. In den allermeisten Fällen wird eine Eilerschwangerschaft im frühen Ultraschall oder an Symptomen wie Bauchschmerzen (s.u.) erkannt.

Eileiterschwangerschaft: Skizze
Bei einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle im Eileiter ein.

Eileiterschwangerschaft: Was tun?

Durch moderne Diagnostik wie Ultraschall werden die meisten Eileiterschwangerschaften früh erkannt und es kommt nur noch selten zum Notfall. Tritt er trotzdem einmal ein, ist eine sofortige Not-OP unumgänglich. Meist passiert dieser Riss in der 7. bis 8. SSW.

Eine Eileiterschwangerschaft muss in jedem Fall behandelt werden. Dies kann medikamentös oder per Operation – meist mit einer endoskopischen OP – geschehen. In vielen Fällen kann der Eileiter erhalten bleiben und muss nicht komplett entfernt werden.

Wie gefährlich ist eine Eileiterschwangerschaft?

Lebensgefährlich ist eine Eileiterschwangerschaft heutzutage durch gute Diagnosemöglichkeiten nur noch sehr, sehr selten. Früher sah das anders aus: Ende des 19. Jahrhunderts war die Eileiterschwangerschaft oder Tubargravidität, wie der lateinische Fachbegriff lautet, eine der häufigsten Todesursachen bei jungen Frauen.

Aber starke Blutungen und eine Ruptur können auch Folgen für deine Fruchtbarkeit haben. Deshalb ist es wichtig, dich bei den ersten Anzeichen direkt untersuchen zu lassen.

Merke ich den Unterschied zwischen Eileiterschwangerschaft und normaler Schwangerschaft?

Nicht immer kannst du merken, dass etwas mit deiner Schwangerschaft nicht stimmt. Die Symptome einer Eileiterschwangerschaft sind besonders am Anfang oft ähnlich denen in der Frühschwangerschaft:

Die meisten Gynäkolog*innen empfehlen, dich nach einem positiven Schwangerschaftstest untersuchen zu lassen. Mit einem Ultraschall lässt sich so schnell abklären, dass sich die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat – und nicht außerhalb.

Symptome einer Eileiterschwangerschaft

Nicht immer merkst du den Unterschied zwischen einer Eileiterschwangerschaft und einer normalen Schwangerschaft, denn die Symptome können sehr ähnlich sein. Manche Frauen spüren schon in der 5. SSW Anzeichen wie Schmerzen und Schmierblutungen. Bei anderen bahnen sich die Symptome in der 6.SSW bis 9. SSW an.

Das sind die Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft

  • Schmerzen im Unterleib: Meist sind die Schmerzen bei einer Eileiterschwangerschaft einseitig. Manchmal kann auch der gesamte Bauch berührungsempfindlich sein.
  • Blutungen: Schmierblutungen oder periodenähnliche Blutungen solltest du so schnell wie möglich abklären lassen. Das gilt sowohl während der Schwangerschaft und auch dann, wenn du keine Schwangerschaft geplant hast und sie mit den anderen Symptomen auftreten.
  • Fieber: Eine erhöhte Körpertemperatur kann auf eine Eileiterschwangerschaft hinweisen. Bei manchen Frauen kann auch hohes Fieber mit Schüttelfrost auftreten.

Warum nistet sich die Eizelle im Eileiter ein?

Dafür kann es mehrere Ursachen geben. Normalerweise dauert die Wanderung der Eizelle in die Gebärmutter drei bis fünf Tage. Wenn es länger dauert, nistet sich die Eizelle nach spätestens sieben Tagen dort ein, wo sie gerade ist.

Wenn also der Eileiter sehr lang ist, Einstülpungen hat oder andere Merkmale wie eine zu dünne Muskelschicht oder Polypen, dann erreicht das Ei im Zweifel nicht rechtzeitig die Gebärmutter.

Auch Verwachsungen und Vernarbungen, die von Operationen oder einer zurückliegenden Eileiterentzündung stammen, können den Weg der Eizelle behindern und eine Eileiterschwangerschaft begünstigen. Meist ist nicht nur die Durchgängigkeit der Eileiter vermindert, sondern auch die Kontraktionsfähigkeit. Denn durch das Zusammenziehen unterstützt das Gewebe des Eileiters normalerweise den Transport der Eizelle.

Risikofaktoren für eine Eileiterschwangerschaft

Leider hast du keinen direkten Einfluss darauf, ob du eine Eileiterschwangerschaft erleidest und kannst auch die meisten Risiken dafür nicht verhindern.

Folgende Faktoren können eine Eileiterschwangerschaft begünstigen:

  • Vorerkrankungen wie Entzündungen des Eileiters oder Infektionen
  • Vorangegangene Operationen und dadurch entstandene Narben
  • Endometriose
  • Künstliche Befruchtung
  • Verhütung mit der Spirale
  • Unvollständige Sterilisation
  • Verschiebung des Eileiters im Bauchraum
  • Rauchen
  • Vorherige Eileiterschwangerschaften

Wie reagiert der Körper auf eine Eileiterschwangerschaft?

Meistens beendet der Körper selbst diese Einnistung des Eis im Eileiter und absorbiert das abgestorbene embryonale Gewebe. Wenn der Körper die Schwangerschaft jedoch nicht selbst unterbricht und der Embryo im Eileiter weiter heranwächst, dehnt sich der Eileiter immer weiter. Begleitet wird das meist von immer stärker werdenden Schmerzen. Dies ist eine Notfallsituation, denn der Eileiter reißt ab einem gewissen Punkt und das führt zu starken und lebensbedrohlichen inneren Blutungen.

Kann ich nach einer Eileiterschwangerschaft "normal" schwanger werden?

Nach einer Eileiterschwangerschaft wird, wie nach einer Fehlgeburt, empfohlen, ca. 3 Monate warten, bevor du erneut schwanger wirst. Diese Zeit braucht der Körper, um sich zu erholen. Danach steht einem weiteren Versuch nichts im Wege. Wie schnell du schwanger wirst, kommt darauf an, wie stark der betroffene Eileiter beschädigt wurde.

Musste er zum Beispiel bei der OP entfernt werden, kann aus dem Eierstock dieser Seite keine Eizelle mehr Richtung Gebärmutter wandern. Das heißt, für zukünftige Schwangerschaften bleibt nur der andere Eierstock. Weswegen es ein bisschen länger dauern könnte.

Konnte Eileiter-erhaltend operiert werden, hängt es davon ab, ob Verwachsungen zurückgeblieben sind und wie gut der Eileiter durchgängig ist. Auch wenn nach solch einer OP per se ein etwas höheres Risiko für eine weitere Eileiterschwangerschaft besteht, darfst du nicht vergessen, dass dieser Fall nur sehr selten auftritt.

Egal, ob deine Schwangerschaft geplant war oder nicht: Nach dem Verlust einer Eileiterschwangerschaft ist es wichtig, dass du dich geliebten Menschen anvertraust oder dir professionelle Unterstützung in Beratungszentren wie profamilia suchst. Mit diesen Tipps geht die Trauerbewältigung etwas leichter:

Trauerbewältigung: Das hilft nach dem Verlust eines geliebten Menschen Abonniere uns
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