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Computer für Kinder: Wir Eltern gestalten die Regeln

Medienkonsum

Computer für Kinder: Wir Eltern gestalten die Regeln

Computer, Laptops und Smartphones sind aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Auch die Kleinsten greifen schon danach und finden es interessant, wie sich das Licht durch eine Taste an- und ausschaltet. Sie erkennen sich auf Fotos und ziehen Grimassen. Unweigerlich kommt irgendwann die Frage auf, wann ein (eigener) Computer für Kinder angeschafft werden sollte.

Ab wann ist ein Computer für Kinder angebracht?

Wie so immer in der Erziehung, sind pauschale Ansagen nicht möglich. Jedes Kind, jede Familie ist anders. In der einen Familie spielen Computer nicht solch eine Rolle, in anderen steht er auf dem Esstisch, weil einer der Eltern täglich daran arbeitet.

Die einen Kinder interessieren sich deswegen schon früh dafür, andere nehmen keine Notiz von dem Laptop. Jede Familie muss also für sich den passenden Umgang finden und das Kind beobachten, ob es mit den neuen Einflüssen klar kommt.

Bevor ein erster PC auf dem Tisch steht, vergehen sicher einige Jahre. Vielleicht ist ein sanfter Einstieg eine Möglichkeit? Es gibt bereits extra Computer für Kinder ab zwei Jahren. Das sind einfache Spielcomputer, die Töne von sich geben oder Musik spielen (z. B. von VTech über Amazon für 25,21 €). Alternativ gibt es von Ravensburger (z. B. über Amazon für 18,42 €) ein Kinder-Tablet. Hier können die Kinder erste Erfahrungen machen und das Interesse an dem "richtigen" Computer ist vielleicht gestillt.

Die Bewertung, inwieweit diese Kinderlaptops nun auf den richtigen Umgang mit digitalen Medien vorbereiten und ob eure Kinder in diesem Alter über diesen Weg wirklich schon etwas (neues) lernen können, überlassen wir euch.

Ab welchem Alter ist ein Computer für Kinder sinnvoll?

Hinsichtlich des Medienkonsums und der Frage, ab wann ein Kinder-Computer sinnvoll ist, haben sich mittlerweile einige Grundsätze durchgesetzt:

  • Bis zu einem Alter von zwei Jahren sollten Kleinkinder nicht bzw. kaum mit Computern, Laptops oder Smartphones in Berührung kommen.
  • Ein eigener Computer für Kinder ist im Grundschulalter meist noch nicht nötig.
  • Auf der weiterführenden Schule, also ab der fünften Klasse, gehört ein Computer für ein Kind schon fast zur Grundausstattung.
  • Gerade in den ersten Jahren solle der Computer für Kinder nicht uneingeschränkt zu Verfügung stehen, vereinbart daher feste Medienzeiten und Regeln.
  • Darüber hinaus ist eine Begleitung der Computernutzung immens wichtig. Das ist gerade dann relevant, wenn der Computer nicht nur für Word genutzt wird, sondern auch das Internet dazu kommen und mehr noch: Social Media. Kinder verstehen noch nicht, was es bedeutet, wenn sie beispielsweise ein Bild von sich im Netz hochladen und welche Gefahren sonst noch lauern.

Gerade im Schulalter kann ein Computer für Kinder aber auch sinnvoll sein. Es gibt wirklich tolle Spiele und Lernprogramme für Schulkinder. So bauen sie ihr Wissen aus und können gleichzeitig Zeit am PC verbringen.

Welcher Computer ist für Kinder geeignet?

Sogenannte Kinder-Lerncomputer gibt es für jede Altersgruppe.

Lerncomputer ab 2/3 Jahren:

Vtech 80-600904 2-in-1 Touch-Laptop, Lernlaptop, Mehrfarbig

Vtech 80-600904 2-in-1 Touch-Laptop, Lernlaptop, Mehrfarbig

Lerncomputer ab 4/5 Jahren:

Fire 7 Kids Edition-Tablet, 7-Zoll-Display, 16 GB, blaue kindgerechte Hülle

Fire 7 Kids Edition-Tablet, 7-Zoll-Display, 16 GB, blaue kindgerechte Hülle

Ab dem Grundschulalter ist ein Kinderpc vielleicht nicht mehr nötig. Ein alter PC der Eltern mit eingeschränkter Funktion, tut es dann sicher auch oder ihr legt an eurem Laptop ein Profil für euer Kind an. Ab der Grundschule kann es auch sein, dass Kinder für den Unterricht mal etwas am PC vorbereiten sollen. Dieser Anlass eignet sich wunderbar, um aufzuzeigen, dass man an einem Computer nicht nur spielen kann.

 

Sarah Plück
Das sagtSarah Plück:

Schon Babys finden Handys spannend

Unsere Familie lebt rund 500 km weiter weg, entsprechend sehen wir uns nicht sehr häufig. Wir haben also schon früh über das Handy per Video mit den Großeltern und der Tante telefoniert. Unser Sohn fand daher bis vor wenigen Wochen das Handy sehr spannend. Ich habe ihm das Handy nie als Beschäftigung in die Hand gedrückt, aber wenn er es "ergattert" hat, durfte er sich damit beschäftigt (selbstverständlich war die Tastensperre drin). Das hat dazu geführt, dass er mittlerweile das Interesse verloren hat.

Wenn er mich am Laptop sieht, findet er das spannend. Er hat schon die Funktion der Maus verstanden. Ich bin immer erstaunt, wie schnell so etwas geht. Wir werden es hier ähnlich wie mit dem Handy handhaben. Ein eigener Lerncomputer für Zweijährige kommt für mich nicht in Frage.

Ich könnte mir vorstellen, dass er im Grundschulalter einen ausrangierten Laptop von uns bekommt, mit dem er dann erste Erfahrungen (mit uns zusammen!) sammeln darf. Ich halte nichts davon, Kinder künstlich von den digitalen Medien fernzuhalten - es klappt am Ende doch nicht und das Interesse ist dann nur umso größer. Wichtig ist viel mehr: Wir Eltern sind in der Verantwortung und machen die Regeln!

Bildquelle: Gettyimages/Maryna Andriichenko

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