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Grippeschutzimpfung für Kinder: Wann ist sie sinnvoll?

Grippeschutzimpfung für Kinder: Wann ist sie sinnvoll?

Grippewelle

Dass der Herbst Einzug hält, merken wir nicht nur an früher Dunkelheit, Stürmen und fallenden Temperaturen. Auch die Zahl der Erkältungs- und Grippe-Erkrankungen steigt in die Höhe. Vor allem Eltern, deren Kinder in der Kita oder Schule gerne mal alle Viren mit nach Hause tragen, fragen sich nun, ob eine Grippeschutzimpfung für den Nachwuchs sinnvoll wäre.

Grippeschutzimpfung für Kinder: Soll ich mein Kind gegen Grippe impfen lassen?

Insgesamt können Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grippeschutzimpfung erstmal nur Kindern, die chronisch krank sind. Dazu gehören Kinder mit den folgenden Krankheiten:

  • Asthma
  • Diabetes mellitus
  • Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, der Leber und Nieren.

Kinder können ab einem Alter von 6 Monaten gegen Grippe geimpft werden.

Wer sollte sich noch gegen Grippe impfen lassen?

Insgesamt wird die jährliche Influenza-Impfung von der STIKO folgenden Personengruppen empfohlen:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Schwangeren ab dem 2. Trimester, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens schon ab dem 1. Trimester
  • Menschen mit Grundleiden wie z. B. Asthma, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z. B. Multiple Sklerose oder erworbene Immundefizienz oder HIV
  • Menschen mit erhöhter Gefährdung wie medizinisches Personal
  • Menschen, die in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr arbeiten
  • Menschen, die eine mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen sein können.

RKI warnt vor Doppelbelastung des Gesundheitssystems

Es kann aber durchaus passieren, dass eure Kinderärztin oder euer Kinderarzt auch eurem gesunden Kind zu einer Impfung rät. Die Impfung dient nicht nur dem Selbstschutz, sondern auch dem Schutz der anderen. Vor allem in diesem Jahr könnte das wichtig sein: Gesundheitsminister Jens Spahn warnte in einer Pressekonferenz im Oktober, dass das Risiko für eine Grippewelle in diesem Jahr größer sei als sonst. Das liege daran, dass es im letzten Jahr infolge des Lockdowns kaum Grippeerkrankungen gegeben hätte. Die Grundimmunität gegen Grippe sei daher momentan in der Bevölkerung schwächer als sonst.

Viele schlimme Influenza-Erkrankungen könnten zu einer Doppelbelastung des Gesundheitssystems führen: "Wenn viele Covid-19- und viele Grippe-Erkrankte gleichzeitig auftreten, dann werden die Krankenhäuser massiv belastet", erklärte Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI). Um eine möglichst hohe Impfquote zu erreichen, stünden daher dieses Jahr 27 Millionen Impfdosen zur Verfügung. In der letzten Grippesaison seien 22 Millionen Dosen verabreicht worden.

Nur ein gewöhnlicher Schnupfen oder doch eine ernsthafte Erkrankung? Auf diese Symptome solltet ihr achten:

Quellen: RKI, Tagesschau

Was noch wichtig ist

Nicht nur die Grippeschutzimpfung ist jetzt, wo der Herbst Einzug hält, wichtig. Es ist genauso bedeutend, dass wir uns alle weiter an die Abstands- und Hygieneregeln halten. So gelingt es uns, die Viren möglichst gut im Griff zu behalten und eine Doppelbelastung unseres Gesundheitssystems zu vermeiden.

Bildquelle: Getty Images/Geber86

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