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Experimente mit Wasser für Kinder: Unsere 3 Highlights, Fails und kindgerechte Erklärungen

Experimente mit Wasser für Kinder: Unsere 3 Highlights, Fails und kindgerechte Erklärungen

H2OOOOOOOOHHHH!

Meine Tochter Frieda (8) liebt Eiswürfel. Nicht nur, dass damit Getränke aufgepeppt werden und sie immer wieder geräuschvoll in den Mund (und wieder raus) wandern. Die eisigen Kugeln sind einfach super interessant und werden intensiv untersucht. Im Netz habe ich mich deshalb mal auf die Suche nach weiteren Experimenten mit Wasser für Kinder gemacht. Und da gibt es so einiges. Was wir warum ausprobiert haben, welche Experimente misslungen sind und welche Versuche Frieda und mich wirklich zum Staunen gebracht haben.

Was lernen Kinder beim Experimentieren mit Wasser?

Wasser ist einfach faszinierend und hat ganz besondere Eigenschaften. Welche das sind, könnt ihr mit Experimenten mit Wasser für Kinder erforschen. Und dass diese Eigenschaften grundlegende Bedeutung für das Leben auf der Erde haben. Gerade deshalb sind diese Experimente so wichtig, weil sie Antworten geben können auf alltägliche Fragen, wie zum Beispiel "Wie entsteht Regen?", "Wie entsteht Schnee?" oder "Wie entstehen Wolken?".

Warum experimentieren mit Kindern wichtig ist

Kinder wollen alles wissen. Aber sich alles nur von anderen erklären lassen, ist meistens öde und hat auch nicht immer den gewünschten Lerneffekt. Mädchen und Jungen erforschen ihre Umwelt ohnehin am liebsten selbst. Deshalb ist das Experiment eine super Methode, Kindern die Möglichkeit zu geben, sich naturwissenschaftliches Wissen praxisnah anzueignen. Und natürlich wecken spannende Experimente das Interesse an Physik, Chemie und Co.

Was kann man mit Wasser experimentieren?

Zum Beispiel können Kinder mit Wasser-Experimenten die unterschiedlichen Zustandsformen von Wasser untersuchen, also wann gefriert es, wann ist es flüssig oder gasförmig. Ebenso können Experimente mit Wasser für Kinder Wetterphänomene erklären und Einblicke geben in biologische Vorgänge. Aber natürlich macht auch das absichtslose Tun mit Wasser riesig Spaß: Das beweisen zum Beispiel unsere 7 1/2 schönsten Wasserspiele für Kinder.

Diese Experimente mit Wasser für Kinder haben wir ausprobiert

Bei der Auswahl unserer Wasser-Experimente habe ich darauf geachtet, dass nicht zu viele Materialien notwendig sind (und ich nicht noch mal extra los muss, um etwas zu besorgen). Außerdem war es mir wichtig, dass verschiedene Wissens- und Themenbereiche rund ums Wasser mit den Versuchen abgedeckt werden.

# TOP 1: Der magische Wasserbeutel

Experimente mit Wasser für Kinder

Mit diesem Experiment könnt ihr mächtig Eindruck schinden bei euren Kindern, denn so ein wild durchstochener Beutel mit Wasser sieht eben echt lässig aus. Physik-Basics gibts gratis dazu (und auch ein bisschen Nervenkitzel, ob denn auch wirklich alles hält). Unser Tipp: Macht das Experiment am besten im Freien, oder haltet eine große Schüssel bereit!

Dafür braucht ihr:

  • 3-Liter-Gefrierbeutel mit Verschluss oder Verschlussklemme
  • Wasser
  • Schaschlikspieße
  • große Schüssel

Und so gehts:

  • Füllt den Gefrierbeutel bis etwa zur Hälfte mit Wasser und verschließt ihn mittels Druckverschluss oder Klemme.
    Jetzt fragt ihr eure Kinder, was wohl passiert, wenn sie den mit Wasser befüllten Teil des Beutels mit einem Schaschlikspieß durchstoßen? Vermutlich werden sie sagen, dass das Wasser dann herausläuft.
  • Dann dürfen eure Kinder zur Tat schreiten und die Spieße vorsichtig durch den Gefrierbeutel stechen, also vorne rein- und hinten wieder raus. Haltet zur Sicherheit die Schüssel darunter (oder geht dafür ins Freie). Und? Genau, der Beutel reißt nicht und das Wasser bleibt drin.

Erklärung: Der Trick funktioniert, weil Plastik (also der Gefrierbeutel) dehnbar ist und sich leicht verformen lässt. Die Plastikteilchen legen sich beim Durchstechen sofort wieder eng um den Schaschlikspieß, so dass kein Wasser austreten kann.

# TOP 2: Buntes Wasser aus der Eiszeit

Experimente mit Wasser für Kinder

Total simpel und super schön: Wasser mit Lebensmittelfarbe bunt färben und dann in Eiswürfelformen, Bechern und Schüsseln einfrieren. Die Ergebnisse sehen klasse aus und Spielen kann damit sogar meine Dreijährige, die Farben sind ja völlig unbedenklich. Und das Beste: Bei diesem Experiment kann eigentlich nichts schief gehen (zumindest wenn die Kinder so lange warten können, bis das Wasser auch wirklich gefroren ist).

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Erklärung: Wasser ist von Haus aus ja flüssig. Wenn es aber auf 0 Grad Celsius abkühlt, werden die Moleküle fest und zu Eis. In welchem Aggregatzustand Wasser vorliegt, ist also von seiner Temperatur abhängig.

# TOP 3: Faszinierende Tropfen aus dem Farblabor

Dieses Experiment mit Wasser für Kinder ist unser absolutes Highlight. Nur mit Mühe konnte ich Frieda wieder von der Pipette losbekommen, dafür sind aber auch tolle Aufnahmen entstanden. Der Versuch punktet, weil auch hier nichts schief gehen kann und ganz schnell faszinierende Vorgänge zu beobachten sind.

Ihr braucht:

  • 200 ml Wasser
  • 200 ml Öl
  • Lebensmittelfarbe
  • ein Glas (ohne Muster o. Ä., damit ihr alles gut beobachten könnt)
  • Pipette / Strohhalm

Und so gehts:

  • Zuerst gießt ihr das Wasser in das Glas, darauf wird dann das Öl geschüttet. Und schon jetzt der erste Wow-Effekt: Eure Kinder können beobachten, dass sich die beiden Flüssigkeiten nicht mischen, sondern zwei Schichten bilden.
  • Wartet so lange bis sich die beiden Flüssigkeiten komplett voneinander getrennt haben und keine Bläschen mehr zu sehen sind. In dieser Zeit könnt ihr schon einmal die Lebensmittelfarbe in ein bisschen Wasser auflösen.
  • Nehmt dann einzelne Tropfen mit einer Pipette (wahlweise geht auch ein Strohhalm) auf. Lasst die farbigen Tropfen vorsichtig ins Öl gleiten und schaut was passiert: Die farbigen Wassertropfen gleiten langsam durch die Ölschicht. Gelangen sie ins Wasser platzen sie auf und es entstehen coole Farbverläufe (vor allem, wenn ihr unterschiedliche Farben verwendet).

Erklärung: Weil Öl leichter ist als Wasser und noch dazu Wasser überhaupt nicht leiden kann (also hydrophob ist), bilden sich zu Beginn im Glas zwei Schichten. Die farbigen Wassertropfen sinken durch die Ölschicht hindurch, weil sie schwerer sind. Mit der Wasserschicht vereinigen sie sich dann wieder, indem sie platzen.

# Regen im Glas

Experimente mit Wasser für Kinder

Dieses Experiment klingt erst einmal wunderschön und ist auch leicht umsetzbar. Für meine Tochter war da aber dann doch ein bisschen zu wenig Regen, auf die dicken Tropfen im Glas haben wir nämlich leider vergeblich gewartet. Aber probiert es doch einfach mal selbst aus.

Für "Regen im Glas" braucht ihr:

  • kochendes Wasser
  • ein Glas (ohne Muster o. Ä., damit ihr alles gut beobachten könnt)
  • 2 Hände voll Eiswürfel
  • flache Schale

Und so gehts:

  • Bringt das Wasser im Wasserkocher oder auf dem Herd zum Kochen und füllt es kurz danach etwa 4 cm hoch in das Glas. Dabei solltet ihr euren Kindern auf jeden Fall helfen, damit es nicht zu Verbrühungen kommt.
  • Dann stellt ihr die Schale auf die Glasöffnung. Achtet darauf, dass die Schale das Glas vollständig bedeckt (aber es nicht luftdicht verschließt) und gebt die Eiswürfel hinein.
  • Dann beginnt ihr mit der Beobachtung.

Erklärung: Das beinahe siedende Wasser verdunstet langsam und es entsteht Wasserdampf, der sich im ganzen Glas verteilt bis hinauf zum Boden der Eis-Schale. Die Wasserteilchen im Dampf kühlen sich dort ab und werden wieder zu flüssigem Wasser, das sich sammelt und in Tropfen wieder nach unten fällt.

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Wo die Wärme aus dem Wasserdampf hingeht, könnt ihr übrigens auch beobachten: Die sorgt dafür, dass die Eiswürfel in der Schale schmelzen!
Im Prinzip habt ihr in eurem Glas dann eine regnende Miniwolke gebaut. Denn auch Wolken bestehen ja aus verdunstetem Wasser.

# Regenbogen-Wasserzauber

Egal was wir auch versucht haben, es sollte einfach nicht sein. Bei Frieda und mir hat sich der Regenbogen einfach nicht so perfekt aufgebaut, wie ihr das zum Beispiel in diesem Video hier seht:

Aber: Meine Tochter hatte trotzdem ganz viel Spaß bei der Vorbereitung (und war auch weitaus weniger enttäuscht als ich). Und der Lerneffekt war trotzdem gegeben!

Für den Regenbogen-Wasserzauber braucht ihr:

  • weißes, einfarbiges Stück Küchenrolle
  • bunte Filzstifte
  • zwei Gläser
  • Wasser

Und so gehts:

  • Zuerst müsst ihr die Küchenrolle wie Frieda in Regenbogenfarben anmalen, am besten von beiden Seiten, damit richtig viel Farbe im Tuch steckt.
Experimente mit Wasser für Kinder
  • Füllt danach die beiden Gläser mit Wasser und hängt jeweils die beiden unteren Teile des Küchentuchs hinein. Im besten Fall wandern die Farben links und rechts nach oben und komplettieren so den Regenbogen.

Darauf solltet ihr bei diesem Experiment achten:

  • benutzt ein wirklich saugfähiges Papiertuch oder eine Serviette
  • verwendet unbedingt wasserlösliche Farbstifte, sonst habt ihr den Fließeffekt nicht
  • legt das Ende des Papierhandtuchs nicht zu tief in das Wasser, sonst lösen sich die Farben im Wasser auf, anstatt das Papiertuch hochzulaufen
  • je kürzer das Papiertuch desto besser, denn dann müssen die Farben nicht so einen weiten Weg nehmen

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Erklärung: Das Küchenpapier besteht aus vielen Fasern mit jeder Menge Hohlräume dazwischen, auch Kapillare genannt. Wasser kann daran aufsteigen und zieht in unserem Experiment die Farben mit sich nach oben. Diesen Wassertransport gegen die Schwerkraft nutzen zum Beispiel auch unsere Pflanzen: In ihren Wurzeln befinden sich dünne Röhrchen, die das Wasser bis nach in die Blätter leiten.

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# Trockenes Wasser selbstgemacht

Im Wasser wird man nass? Mit diesem Experiment wollten wir beweisen, dass das nicht immer stimmt. Leider hat das bei uns nicht ganz so gut geklappt, aber vielleicht bleibt ihr ja trocken ...

Experimente mit Wasser für Kinder

Das braucht ihr:

  • Wasser
  • gemahlenen Pfeffer
  • Teelöffel
  • 1 Glas

Und so gehts:

  • Zuerst füllt ihr das Glas mit Wasser und streut vorsichtig 4 bis 5 Teelöffel gemahlenen Pfeffern auf die Wasseroberfläche. Lasst das Glas jetzt ganz ruhig stehen.
  • Jetzt taucht ihr einen Finger ganz langsam ins Wasser ein und zieht ihn wieder heraus. Na, seid ihr nass geworden?

Erklärung: Die kleinen Pfefferkörnchen verstärken die Oberflächenspannung des Wassers und bilden sozusagen eine Haut. Wenn ihr diese Haut nur ganz leicht dehnt, schützt sie euren Finger vor dem Wasser und er wird nicht nass. Reißt ihr aber zu kräftig daran, wird der Finger nass. Für dieses Experiment ist also absolutes Fingerspitzengefühl gefragt.

Ihr sucht noch nach mehr Ideen, mit denen ihr eure Kinder unterhalten könnt? In unserem Video findet ihr Beschäftigungsmöglichkeiten für die Ferien.

Wie früher in der Schule!

Bei unseren Experimenten habe ich mich manchmal schon ein bisschen in meine Schulzeit zurückversetzt gefühlt: In Chemie und Physik haben doch auch selten die Versuche auf Anhieb geklappt, oder? Frieda aber konnten unsere Fails nicht schrecken und sie fand auch eher unspektakuläre Versuche interessant. Experimente mit Wasser machen Kindern einfach riesig Spaß, auch wenn nicht alles perfekt klappt. Es lohnt sich also auf jeden Fall!

Bildquelle: familie.de-Redaktion

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