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Splitter bzw. Spreißel entfernen: So geht’s beim Kleinkind!

Wilde Kindheit

Splitter bzw. Spreißel entfernen: So geht’s beim Kleinkind!

Können die Kleinen erst mal krabbeln, hält sie nichts mehr an Ort und Stelle. Über den unebensten Weg bewegen sie sich fort und erkunden ihre Umgebung. Es ist da fast nur eine Frage der Zeit, bis z. B. der erste Holzsplitter im Finger zu finden ist. Auch wir haben diese Erfahrung gemacht, als unser Sohn 11 Monate alt war.

Muss der Splitter immer entfernt werden?

Aber nicht nur Krabbelkinder holen sich schnell mal einen Splitter bzw. Spreißel, auch größere Kinder, die barfuß herumtollen, fangen sich schon mal einen Splitter im Fuß ein. Häufig sieht es schlimmer aus, als es ist. Unser Sohn hatte beide Handflächen und den ganzen Daumen voll mit Holzsplittern, das war kein schöner Anblick.

Nun wissen wir alle, ein Kleinkind ruhig zu halten, ist schier unmöglich. Wir haben in diesem Zuge gelernt: Nicht jeder (Holz-)Splitter muss entfernt werden. Denn gerade Splitter aus Holz können sehr klein sein und sind damit fast gar nicht zu erwischen. Ist der Splitter zudem noch an der Oberfläche, könnt ihr die Stelle auch einfach beobachten und erst mal nichts tun.

Die Splitter werden dann durch die regelmäßige Hauterneuerung einfach mit abgestoßen. Und tatsächlich nach einer Woche waren die ganzen Splitter weg. Wir haben einfach abgewogen: Können wir den Splitter überhaupt entfernen oder öffnen wir damit nur eine Wunde, die eben auch das Risiko birgt, sich zu entzünden.

Wie den Splitter beim Kleinkind richtig entfernen?

Anders sieht es natürlich mit tief sitzenden oder sehr großen Splittern aus. Diese haben wir entfernt:

  1. Stelle und Werkzeug (feine Nadel und Pinzette) desinfizieren.
  2. Schaut der Splitter noch heraus, kann man ihn einfach mit der Pinzette entfernen.
  3. Alternativ mit einer Nadel den gesamten Wundkanal entlang des Splitters öffnen.
  4. Mit der Nadel unter den Splitter gehen und herausheben.
  5. Noch mal desinfizieren und Wunde beobachten.

Wir waren zufälligerweise wenige Tage später bei unserer Kinderärztin und haben uns noch mal zum Thema “Splitter entfernen” erkundigt: Auch die Kinderärztin riet dazu, kleine und feine Splitter nicht zu entfernen. Einweichen ist gerade bei kleinen Kindern nicht sinnvoll, da dann die Haut noch weicher ist und wir den Splitter wahrscheinlich gar nicht mehr erwischen.

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Möglichst den Splitter zu Hause entfernen, denn Kinderärzte dürfen wohl nicht mehr mit der Pinzette ran: Sie müssen mit einer Kanüle den Wundkanal öffnen und den Splitter entfernen. Das hört sich zwar schlimmer an, als es ist, dennoch entsteht dadurch eine Wunde.

Splitter entfernen: Darf Zugsalbe schon verwendet werden?

Bitte erkundigt euch hierzu in einer Apotheke oder beim Arzt, gerade bei Babys und Kleinkindern wären wir vorsichtig, mit jeglicher Anwendung von Cremes und Salben. Wala Mercurialis Salbe (über Amazon für 8,51 Euro) kann laut Informationen des Herstellers für jedes Alter verwendet werden.

Anders sieht es mit den Klassikern unter den Zugsalben aus. Diese können laut Packungsbeilage erst ab 12 Jahren verwendet werden.

Splitter am Finger: Eine Entzündung muss behandelt werden

Egal, ob ihr Team “Splitter entfernen” oder nicht seid, behaltet die Stelle in jedem Fall im Auge. Wird sie rot oder eitert sogar, solltet ihr mit euren Kleinen zum Kinderarzt. Unbehandelt kann ein Splitter zu einer Blutvergiftung führen.

Sarah Plück
Das sagtSarah Plück:

Auch wenn es unangenehm ist, irgendwie gehört es dazu.

Wir haben uns sehr erschrocken, als wir die Holzsplitter in den Händen unseres Sohnes gesehen haben. Aber was soll ich sagen: Ende gut, alles gut. Und ich hätte nie gedacht, dass die Splitter so schnell raus gehen. Wir sind also mit unserer Methode, die großen Splitter zu entfernen und die kleineren drin zu lassen, gut gefahren und wurden ja letztlich auch durch unsere Kinderärztin darin bestätigt.

Bildquelle: Gettyimages/encrier

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