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12 Baderegeln in Seen, die euer Leben retten können

12 Baderegeln in Seen, die euer Leben retten können

Vorsicht im Wasser

Leider passieren jährlich vor allem in der Badesaison wieder zahlreiche Unfälle, die teils tragisch enden. Die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mahnt zur Vorsicht und hat einige Regeln parat für sicheres Baden in Seen, Flüssen und im Meer.

Jedes Jahr ertrinken rund 500 Menschen in Deutschland.

DLRG

Ertrinken können Menschen jedes Alters und jeder Kondition. Vor allem in offenen Gewässern müssen wir vorsichtig sein und sollten den Untergrund, Strömungen und Unwegsamkeiten unter Wasser nicht unterschätzen – Auch und vor allem nicht die eigenen Schwimmfähigkeiten. Wer nicht regelmäßig trainiert und nur ab und zu mal im Sommer planscht, muss immer vorsichtig sein und Baderegeln einhalten.

12 Baderegeln der DLRG für offene Gewässer und Seen

Die DLRG weiß genau, wie unvorsichtig Menschen sich im Wasser verhalten. Daher versucht sie immer wieder Erwachsene, Kinder und Jugendliche über die Baderegeln aufzuklären. Nicht immer ist ein Rettungsschwimmer in der Nähe, vor allen nicht an offenen Seen mit inoffiziellen Badestellen. Auch ein Bademeister kann nur im Freibad ein Auge auf das Geschehen haben und ist nicht an jedem See zur Stelle. Wenn ihr folgende Baderegeln einhaltet und eure Umgebung beobachtet, dann sind wir alle ein wenig sicherer.

#1 Geht nur an offiziellen Stellen baden!

Wer das Gewässer, in dem er baden geht, nicht kennt, sollte vorsichtig sein. Beachtet Warnhinwiese am Ufer. Ganz sicher geht ihr, wenn ihr an offiziell markierten Badestellen in den See geht. In freien Gewässern kann euch keiner helfen. Lasst auch eure Kinder nur dort baden, wo es freigegeben ist.

#2 Badet nur, wenn ihr wohl fühlt

Ihr solltet in Seen nur ins Wasser springen, wenn ihr gesund seid und euch gut fühlt. Wenn ihr eure Kondition nicht einschätzen könnt, dann bleibt besser nur am Rand und wagt euch nicht zu weit raus. Das gleiche gilt auch für eure Kinder. Wenn sie nicht fit sind, ist Baden bzw. Schwimmen keine so gute Ideen.

#3 Trinkt keinen Alkohol vor dem Baden

Wer vor dem Baden im See Alkohol trinkt, befindet sich in Lebensgefahr. Denn der Alkohol macht euch unvorsichtig und führt dazu, dass die Wahrnehmung eingeschränkt ist. Ihr habt keine gute Kondition mehr und könnt euch nicht mehr sicher im Wasser bewegen.

#4 Lasst Kinder nie unbeaufsichtigt ins Wasser

Kinder dürfen nie außer Reichweite eurer Augen im Wasser sein. Babys und Kleinkinder sollten sowieso nur mit euch im Wasser oder am Strand spielen. Am besten haben sie dabei eine Schwimmweste oder Schwimmflügel an. Nichtschwimmer solltet ihr besonders gut beobachten und am besten mit Schwimmweste ins Wasser schicken.

#5 Geht nicht mit vollem oder komplett leerem Magen baden

Was uns unsere Eltern früher immer gesagt haben, ist wirklich nicht von ungefähr eine wichtige Baderegel im See: Nie mit vollem Magen schwimmen gehen. Dann seid ihr träge und habt im Zweifel keine Kraft, euch aus dem Wasser zu ziehen. Auch wenn ihr viele Stunden nichts gegessen habt, ist es nicht ratsam, direkt weit raus zu schwimmen. So fehlt euch Energie bzw. ihr könntet weiter draußen plötzlich einen Schwächeanfall bekommen. Also am besten eine Stunde vor dem Banden etwas essen.

#6 Springt nie in unbekannte Gewässer, deren Tiefe ihr nicht kennt

Zu den Baderegeln in Seen gehört auch der Hinweis, dass man unbekannte Gewässer mit Vorsicht genießt. Ihr solltet euch vorher vergewissern, dass ein Sprung hinein auch ungefährlich ist oder bei jenen fragen, die schon vorher dort gebadet haben.

#7 Ruft nicht um Hilfe aus Scherz, aber seid aufmerksam wenn andere Hilfe brauchen

Mit Hilferufen treibt man keine Späße. Ruft also nur um Hilfe, wenn ihr sie wirklich braucht und achtet auf andere Personen im Wasser, die Hilfe brauchen könnten. Eltern sollten ihren Kindern lernen, dass es nicht lustig ist, "ertrinken" zu spielen, sondern ein schwerer Ernstfall.

#8 Geht nicht baden, wo Schiffe und Boote fahren

An Anlegestellen von Schiffen und Booten ist baden meist verboten. Fragt ggf. nach, ob ihr dort ins Wasser springen dürft bzw. tut dies nur, wenn es ausdrücklich erlaubt ist. Sonst könntet ihr euch verletzten und z.B. unter das Schiff geraten.

#9 Schätzt eure Kondition ein und werdet nicht übermütig

Auch wenn ihr gute Schwimmer*innen seid und seit Jahren baden geht: Was vor allem für Kinder gilt, die schwimmen lernen, das gilt auch noch für Erwachsene. Seid immer vorsichtig mit eurer Kondition und schwimmt nie zu weit hinaus in offenen Seen. Vor allem ohne Schwimmhilfe und Co. solltet ihr euch nicht weiter hinauswagen, als ihr euch zutraut. Wenn ein Boot mit in der Nähe ist, ist das mal okay, aber wenn ihr ganz alleine schwimmt, wird es umso gefährlicher.

#10 Vermeidet das Baden bei Gewitter

Die DLRG warnt davor, bei Gewittern und Unwettern baden zu gehen. Blitz und Donner können im Wasser lebensgefährlich sein. Zieht ein Unwetter auf, solltet ihr das Gewässer verlassen und euch ein festes Gebäude als Unterschlupf suchen.

#11 Verlasst euch nicht auf aufblasbare Schwimmhilfen

Wer denkt, eine Luftmatratze, ein Schwimmtier oder ähnliches rettet euch immer, der irrt. Wenn ihr nicht die besten Kondition habt und selten schwimmt, dann ist die beste Schwimmhilfe eine Rettungsweste bzw. Schwimmweste. Die sollte man auch zum Kanu- oder Kajakfahren immer tragen.

#12 Nichtschwimmer*innen dürfen nur bis zum Bauch ins Wasser

Besonders gut aufpassen, solltet ihr auf eure Nichtschwimmer*innen. Schwimmen lernen ist für ein Kind überlebenswichtig. In der Phase des Lernens solltet ihr eurer Kind gut beobachten und es nur unter eurer Aufsicht in den See oder das Meer lassen. Zur Sicherheit hat euer Nichtschwimmer auch am besten eine Schwimmweste. Er oder sie sollte immer nur bis zum Bauch ins Wasser gehen, so dass er sich noch mit den Füßen halten kann.

Ihr stellt fest, jemand in eurer Nähe braucht Hilfe und hat eine Panikattacke? So fühlt sich derjenige und das könnt ihr dabei tun.

Die allgemeinen Baderegeln der Wasserwacht könnt ihr hier downloaden: Baderegeln (PDF)

Quelle: DLRG

Bildquelle: Getty Images/ARTindividual

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