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Studie zeigt: 174 % mehr Schlafstörungen bei Teenagern

Müde?

Studie zeigt: 174 % mehr Schlafstörungen bei Teenagern

Teenager liegen nachts häufiger wach und finden keine Ruhe. Eine neue Studie zeigt, dass immer mehr jungen Menschen von Schlafstörungen geplagt sind. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Schlafstörungen haben um 174 % zugenommen

Dass sich das Gedankenkarussell nachts einfach nicht abschalten lässt und man sich genervt von einer Liegeposition in die nächste wälzt, dürfte vielen jungen Menschen eine gut bekannte Szenerie sein. Denn immer mehr Teenager in Deutschland schlafen schlecht. Das zeigt eine aktuelle Studie der Barmer. 2005 diagnostizierten Ärztinnen und Ärzte noch bei insgesamt 9.167 Teenagern im Alter von 15 bis 19 Jahren eine Schlafstörung. 2018 waren es bereits 25.116 – das entspricht einer Steigerung von 174 %!

Auch Erwachsene schlafen schlecht

Aber nicht nur bei Teenagern hat sich die Zahl der Schlafstörungen auf ein erschreckendes Maß ausgeweitet. Auch bei den jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 gab es eine drastische Steigerung gegenüber 2005: Die Zahl stieg von 17.042 auf 45.597 an. Ein Plus von 168 %. Insgesamt wurden im Jahr 2018 bundesweit bei ca. 1,76 Millionen Menschen Schlafprobleme diagnostiziert. Dabei gibt es große regionale Unterschiede.

Gemessen an der Einwohnerzahl haben Menschen im Saarland, in Bayern und in Rheinland-Pfalz am meisten mit nächtlicher Unruhe zu kämpfen. In diesen drei Bundesländern waren 29,8 beziehungsweise 24,7 und 24,5 Menschen je 1.000 Einwohner von Schlafstörungen betroffen. Nur etwa halb so viele Schlafstörungen gab es in in Sachsen-Anhalt: Hier hatten 14,9 von 1.000 Einwohner nachweislich Schlafprobleme. Wie es dazu kommt, ist unklar: „Diese Ergebnisse sind rein medizinisch nicht erklärbar. Hier sind weitere Untersuchungen erforderlich“, so die Barmer.

Schlafstörungen machen krank

„Auch jüngere Menschen dürfen anhaltende Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter nehmen", erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer. „Sie sind unangenehm und machen krank. Dabei wird nicht nur die Leistungsfähigkeit im Beruf und beim Sport eingeschränkt, sondern sie können auch erste Hinweise auf psychische Erkrankungen sein." Daher sollten Schlafstörungen beim nächsten Arztbesuch unbedingt angesprochen werden.

Wieso schlafen wir so schlecht?

Auf diese Frage gibt die Studie leider keine Antwort. Laut Bundesärztekammer gibt es viele verschiedene Gründe, wieso wir nachts nicht zur Ruhe kommen:

  • Stress, etwa bei der Arbeit oder im Privatleben
  • Koffein, Alkohol oder Drogen
  • körperliche oder seelische Krankheiten, wie Schmerzen, Schlaganfall, Depression oder Demenz
  • Medikamente, wie bestimmte Antibiotika, Blutdruck- oder Asthmamittel
  • Schichtarbeit
  • Persönlichkeitseigenschaften, wie Perfektionismus
  • erbliche Veranlagung

Ein wichtiger Faktor – vor allem bei jungen Menschen – dürfte aber auch das Smartphone sein. Eine Studie der DAK fand 2019 raus, dass Jungen und Mädchen, die mehr als vier Stunden am Tag vor Bildschirmen zu verbringen, im Schnitt deutlich weniger als diejenigen schlafen, die Tablet, Smartphone und ähnliches weniger als eine Stunde täglich in den Händen halten.

Bildquelle: Unsplash/Gregory Pappas

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