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Empfindliche Brustwarzen: Das hilft gegen Frust mit der Brust

Nippel-Alarm

Empfindliche Brustwarzen: Das hilft gegen Frust mit der Brust

Empfindliche Brustwarzen kennt fast jede Frau (und auch so mancher Mann). Und werdende oder stillende Mamas können erst recht ein (Klage-)Lied davon singen. Dabei können schmerzende Brustwarzen verschiedene Ursachen haben. Wir verraten euch, welche und was dagegen hilft!

Die Brustwarzen sind von Natur aus so angelegt, dass sie sehr Reiz- und berührungsempfindlich sind. Das ist ein schöner Vorteil beim Sex, wie wir bestimmt alle wissen. Außerdem hilft die Sensibilität der weiblichen Brustwarzen Babys beim Stillen, denn die aufgerichteten Brustwarzen können Kinder leichter finden und dann daran saugen. Manchmal sind unsere Brustwarzen aber zu empfindlich und schmerzen gar. Das kann verschiedene Ursachen haben.

Empfindliche Brustwarzen vor der Periode

Viele Frauen kennen es: Kurz bevor die Menstruation einsetzt, werden die Nippel empfindlicher. Teilweise machen sich sogar richtige Brustschmerzen bemerkbar. Das ist prinzipiell kein Grund zur Sorge, denn die sogenannten Mastodynie ist häufig eine reguläre und harmlose Begleiterscheinung der hormonellen Schwankungen im Zyklus vor der Periode. Oft kommt es zu diesem Zeitpunkt zu vermehrten Wassereinlagerungen, was die Empfindlichkeit der Brust erhöht. Auch in den Wechseljahren kann es durch die Hormonumstellungen zu empfindlichen Brustwarzen kommen.

Empfindliche Brustwarzen durch das Absetzen der Pille

Es scheint, dass sobald Hormone im Spiel sind, unsere Brüste verrückt spielen. Denn nicht nur durch die Hormonschwankungen innerhalb unseres Zyklus kann es zu empfindlichen Brustwarzen kommen, viele Frauen spüren diese nach dem Absetzen der Antibabypille. Auch hier liegt die Ursache in den Veränderungen des Hormonhaushaltes. In der Regel verschwinden die schmerzenden Nippel aber, sobald sich der Körper von der Pille entwöhnt hat.

Sind empfindliche Brustwarzen ein erstes Zeichen für eine Schwangerschaft?

Und schon wieder die Hormone! Empfindliche Brustwarzen können ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Auch hier werden diese durch die Hormonumstellung in der Frühschwangerschaft getriggert. Später sorgt insbesondere das Wachstum der Milchdrüsen für druckempfindliche und schwere Brüste. Aber auch die Brustwarzen selbst können zu Beginn bzw. die ganze Schwangerschaft hindurch besonders empfindlich sein.

Wann treten in der Schwangerschaft empfindliche Brustwarzen auf?

Das ist ganz unterschiedlich. Viele Schwangere berichten, dass sie gerade durch die empfindlichen Brustschmerzen zuerst darauf kamen, dass sie eventuell schwanger sind – bevor sie überhaupt einen Test gemacht haben bzw. bevor überhaupt ein Test möglich ist. Im Gegenzug muss es aber nicht bedeuten, dass mit deiner Schwangerschaft etwas nicht in Ordnung ist, wenn du nicht gleich zu Beginn eine deutliche Veränderung deiner Brüste wahrnimmst. Im Laufe der Schwangerschaft merkt aber fast jede Schwangere, dass sich ihre Brüste verändern, schwerer und druckempfindlicher werden. Und auch die Nippel werden sensibler und bereiten sich auf ihre spätere Aufgabe des Stillens vor. Das kann sehr unangenehm sein.

Empfindliche Brustwarzen durch das Stillen

Das Stillen eines Babys ist eine deutliche Belastung für unsere Brustwarzen. Je nach Saugreflex des Kindes und Anlegetechnik können die Brüste dabei bis über die Schmerzgrenze hinaus belastet werden. Gerade die Anlegetechnik spielt eine große Rolle, ob das Stillen schmerzt oder nicht. Für alle Mamas da draußen, denen die Brustwarzen vom Stillen schmerzen: Es gibt glücklicherweise hilfreiche Still-Produkte wie Multi-Mam Kompressen und Lanolin-Salbe, die die Schmerzen lindern. Außerdem ist es wichtig, sich intensiv mit dem richtigen Anlegen zu beschäftigen. Im Zweifelsfall hilft hier auch eine Stillberatung durch eine geschulte Hebamme – die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse. Und vielleicht als kleiner Trost: In den meisten Fällen gewöhnt sich die Brust über kurz oder lang an die neue Belastung und die Schmerzen verschwinden.

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Empfindliche Brustwarzen durch Reibung

Schmerzende Brustwarzen können aber auch das Problem einer rein mechanischen Ursache sein: zu viel Reibung. Dabei meinen wir nicht zu viel Zärtlichkeit beim Sex (wobei das ebenfalls eine Ursache für gereizte und empfindliche Brustwarzen sein kann), sondern Reibung durch scheuernde Kleidung. Dieses Problem kennen auch Männer, vor allem beim Sport können so bei den Herren wunde Brustwarzen entstehen.

Bei Frauen taucht dieses Problem meist dann auf, wenn sie keinen BH tragen oder einen in der falschen Größe oder aus einem zu rauen Material (z. B. zu viel Spitze). Hier kann ein BH-Wechsel helfen oder, wenn man keinen tragen will oder kann (als Mann), das Abkleben der Brustwarzen mit speziellen Nippelpads (die beim Abziehen nicht wehtun.)

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Brustdrüsenentzündung als Ursache für schmerzende Brustwarzen

Während der Stillzeit kommt es bei vielen Mamas zu wunden und empfindlichen Brustwarzen durch das Stillen selbst. Aber auch eine Brustdrüsenentzündungen (Mastitis) kann zu massiven Problemen mit schmerzenden Brüsten führen. Diese Entzündung taucht oft nach einem Milchstau auf und führt zu harten, geschwollenen und heißen Brüsten. Sprecht dazu unbedingt mit eurem Arzt oder eurer Hebamme, damit sich die Entzündung nicht ausweitet. Akut hilft gegen die Schmerzen und das unangenehme Gefühl in den Brüsten kühlen und Wickel mit Quark.

Übrigens können auch Männer eine Brustdrüsenentzündung bekommen. Natürlich nicht vom Stillen, aber durch kleine Verletzungen der Drüsen in der Brust, zu viel Rauchen oder bestimmte Medikamente.

Was hilft bei empfindlichen Brustwarzen?

Das kommt ganz auf die Ursache an. Hier unsere Tipps bei empfindlichen Brustwarzen durch verschiedene Auslöser:

    • Vor der Periode: Da hilft nur tapfer sein. Meist ist der Spuk ja mit Beginn der Menstruation wieder vorbei. Du kannst es aber auch mal mit einem extra weichen BH oder einem Bustier probieren.
    • Durch das Absetzen der Pille: Auch wenn du weißt, dass die empfindlichen Brustwarzen nur ein temporäres Problem sind, nervt es. Teste mal das Tragen von einem nahtlosen BH oder einem Bustier.
    • Als erstes Schwangerschaftsanzeichen: Juhu, du bist schwanger! Die empfindlichen Brustwarzen werden dich jetzt vermutlich ein ganzes Weilchen begleiten – so ein, zwei Jahre, wenn du nach der Geburt auch noch stillst. Da lohnt sich die Investition in wirklich gut und bequeme neue BHs. Da deine Brüste aber im Laufe der Schwangerschaft und Stillzeit noch wachsen werden, ist es besser mit dem richtigen Kauf noch ein paar Monate zu warten. Vorher sollte es reichen, wenn du dir ein bequemes Modell zulegst.
    • Beim Stillen: Von empfindlichen bis sehr wunden Brustwarzen können viele Still-Mamas gerade zu Beginn ein Lied singen. Aber es gibt glücklicherweise kleine Helferlein, wie z. B. die Multi-Mam Kompressen, ca. 11 €, Lanolin-Salbe von Lansinoh, ca. 14 €, Heilwolle, ca. 7 €, weiche Stilleinlagen aus Bambus, ca. 19 € oder Brusthütchen aus Silber, ca. 40 € (alles z. B. über Amazon). Auch gute und bequeme Still-BHs können Erholung bringen. Und informiert euch über die richtigen Stilltechniken, das sorgt meist für die größte Erleichterung - vor allem eine dauerhafte.
    • Durch Reibung: Hier hilft Abkleben mit speziellen Nippelpads, besonders beim Sport (gilt für Männer und Frauen). Frauen können sich überlegen, doch einen BH zu tragen oder auf die Auswahl ihrer Oberteile achten – je weicher der Stoff, desto weniger Reibung.
    • Durch eine Brustdrüsenentzündung: Erstmal ab zum Arzt! In der Zwischenzeit können Kühlen und Quarkwickel Linderung bringen.

Was übrigens nicht hilft gegen empfindliche Brustwarzen, ist Abhärtung! Brustwarzen lassen sich nicht “abhärten”. Wäre auch etwas unschön, wenn sich auf den zarten Nippeln Hornhaut bildet, damit sie weniger empfindlich sind.

Still-Quiz: Was weißt du über Muttermilch, die Quelle des Lebens?

 

Charoline Bauer
Das sagtCharoline Bauer:

Abhärtung? Nein, danke!

Während einige Redakteurinnen hier in der Redaktion an ihren empfindlichen Brustwarzen sofort gemerkt haben, dass sie schwanger sind, tauchte bei anderen dieses Symptom erst viel später im Verlauf der Schwangerschaft auf. Empfindliche Brustwarzen können also, müssen aber nicht ein erstes Anzeichen für ein Baby an Bord sein. Im Gegenzug bedeutet es aber nicht, dass man nicht schwanger ist, nur weil die Brüste nicht wehtun. Sicherheit bringt hier nur ein Schwangerschaftstest.

Mein Schwiegermutter hat mir in meiner ersten Schwangerschaft übrigens eine furchteinflößende Konstruktion geschenkt, die aussah, als hätte man zwei Gummipömpel mit Öffnung jeweils an einen Gartenschlauch montiert. Dieses Monsterteil sollte ich an den Wasserhahn anschließen, die Gummiglocken auf meine Brüste setzen und dann täglich mit eiskaltem Wasser und hartem Wasserstrahl spülen – zur Abhärtung! Ich weiß bis heute nicht, ob mein Schwiegervater diese Folterinstrument selbst gebaut hat oder ob man so etwas vor 30 Jahren wirklich kaufen konnte, aber ich habe es zum Wohle aller nachfolgenden Schwangeren in dieser Familie schnellstens entsorgt!

Bildquelle: Getty Images/ max-kegfire

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