Muttermilch: Das Geheimnis gesunder Babys

Unbestritten und wissenschaftlich immer wieder belegt: Muttermilch ist und bleibt das Beste fürs Baby. Keine künstlich hergestellte Ersatznahrung kommt in ihrer Zusammenstellung an diesen „Zaubertrank“ der Natur heran.


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Muttermilch: Der gesunde Start ins Leben



Muttermilch ist das Beste fürs Baby


© Thinkstock
Das Stillen ist die natürlichste Art, das Baby zu ernähren. Mal ganz abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen des Stillens gegenüber dem Füttern mit industriell hergestellter Ersatzmilch, wie

-    die ständige Verfügbarkeit,
-    die Keimfreiheit,
-    die richtige Temperatur zum Füttern und
-    die Zeit- und Geldersparnis,

enthält Muttermilch über 200 Bestandteile, die alle perfekt auf die Bedürfnisse des Babys zugeschnitten sind. Deshalb empfiehlt die Nationale Stillkommission auch, das Baby die ersten vier bis sechs Monate voll zu stillen, bevor mit dem Zufüttern von Beikost begonnen wird.

Untersuchungen zeigen außerdem, dass gestillte Kinder gegenüber Kindern, die mit industriell hergestellter Säuglingsnahrung gefüttert werden, weniger an Mittelohrentzündungen und Magen-Darm- und Atemwegsinfektionen erkranken sowie später seltener an Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 leiden.
Muttermilch-Zusammensetzung: Was ist drin?
Das Besondere an der Muttermilch sind ihre Bestandteile, die sich stets dem Ernährungsbedürfnis des wachsenden Säuglings anpassen. Sie enthält Wasser, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Dazu kommen Immunstoffe für den Infektionsschutz, Enyzme für eine leichtere Verdauung und Hormone, die das Wachstum fördern.

Die Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile variiert täglich, von Mahlzeit zu Mahlzeit und sogar während einer Stillmahlzeit. Insgesamt lassen sich aber drei große Phasen der Muttermilch ausmachen:

Phase 1: Kolostrum

Das ist die erste Muttermilch, die schon während der Schwangerschaft gebildet wird und dem Baby die ersten zwei bis drei Tage nach der Geburt zur Verfügung steht. Kolostrum ist leicht gelblich und dickflüssig und enthält jede Menge Abwehrstoffe, die das Baby vor Infektionen schützen und sein Immunsystem anregen. Außerdem stecken in dieser ersten Muttermilch viel Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente. Dafür enthält sie weniger Fett und Kohlenhydrate als die spätere Muttermilch. Das macht sie besonders leicht verdaulich. Zudem wirkt die Milch abführend und unterstützt Babys ersten Stuhlgang (Kindspech).

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Phase 2: Übergangsmilch

Ca. drei Tage nach der Geburt verändert sich die Muttermilch vom Kolostrum zur Übergangsmilch. Die Milch wird dünnflüssiger und die Milchmenge nimmt zu. Das ist auch der Grund, warum die Brüste der Mama jetzt häufig anschwellen und der Milcheinschuss von manchen Frauen als unangenehm empfunden wird. Der Anteil an Abwehrstoffen und Eiweiß in der Übergangsmilch sinkt, dafür enthält sie immer mehr Fett und Zucker. Die Phase der Übergangsmilch dauert ca. 14 Tage.

Phase 3: Reife Frauenmilch

Zwischen der zweiten und der dritten Lebenswoche entwickelt sich aus der Übergangsmilch die Reife Frauenmilch. Sie enthält weiterhin alle Nährstoffe, die der Säugling für eine gesunde Entwicklung braucht: Fett, Eiweiß, Zucker, Vitamine und Mineralstoffe. Da sie überwiegend Wasser enthält, ist sie nun aber dünnflüssiger. Die Reife Frauenmilch verändert sich während einer Stillmahlzeit: Zuerst fließt die Vormilch, die sehr viel Wasser enthält und vorrangig den Durst des Säuglings stillt. Nach den ersten Zügen an der Brust wird die Milch ein wenig dickflüssiger, ihr Fettgehalt nimmt zu und der Zuckergehalt nimmt ab. Diese Nachmilch sättigt das Baby. Daher ist es wichtig, das Baby mindestens zehn Minuten an einer Brust trinken zu lassen, damit es nicht nur die Vor- sondern auch die Nachmilch bekommt.
Muttermilch kann aber noch mehr!
Muttermilch kann aufgrund ihrer antiinfektiösen und entzündungshemmenden Wirkung auch bei Krankheiten des Babys helfen. Hebammen empfehlen zum Beispiel die wunden Stellen bei einer Windeldermatitis mit Muttermilch zu betupfen. Auch bei Schnupfen und einer Bindehautentzündung können einige Tropfen Muttermilch in Nase bzw. Auge des Babys die Schleimhäute beruhigen und die Heilung unterstützen.

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