Verhütung mit Spermizid oder durch Operation

Wer keine hormonellen Verhütungsmittel nutzen möchte und wem natürliche Verhütungsmethoden zu unsicher sind, der kann zusätzlich chemische Verhütungsmittel nutzen oder - für eine langfristige Verhütung - über eine operative Lösung nachdenken.


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Spermizid: Chemische Verhütungsmittel


Chemische Verhütungsmittel, auch Spermizide genannt, gibt es zum Beispiel in Form von Salben, Gels oder Zäpfchen, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt und aufgetragen werden. Ihre Wirkstoffe töten Spermien ab, hemmen ihre Bewegung oder dichten den Muttermund ab. Mit einem alleinigen Pearl-Index von unsicheren 18 - 29  sollten Spermizide nur in Kombination mit Barrieremethoden, wie dem Diaphragma, angewendet werden.

Dazu ergeben sich weitere Nachteile: die Wirkung einer Anwendung hält nur für einen Samenerguss und maximal eine Stunde lang an. Dafür muss das Spermizid mindestens zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr möglichst nahe am Muttermund aufgetragen werden. Spontaner Sex ist somit nicht möglich. Zudem können Nebenwirkungen wie Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen und unangenehme Gerüche auftreten. Der große Vorteil aber: Das Spermizid wirkt sich nicht auf den Hormonhaushalt und Zyklus der Anwenderin aus.

Spermizide sind rezeptfrei für ca. zehn Euro in Apotheken erhältlich.

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Operative Methoden zur Verhütung

Operative Methoden zur Verhütung kommen nur für Frauen und Männer in Frage, die mit der Familienplanung ganz sicher abgeschlossen haben. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Sterilisation der Frau, bei der die Eileiter abgeklemmt oder durchtrennt werden. Dieser Eingriff führt zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit der Frau und ist nicht wieder rückgängig zu machen. Der Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft ist bei der Sterilisation der Frau dementsprechend hoch: der Pearl-Index liegt bei 0,2 - 0,3.

Unkomplizierter und im Zweifel wieder rückgängig zu machen, ist die zweite Möglichkeit: die Sterilisation des Mannes durch eine Vasektomie (Pearl-Index: 0,1). Der Eingriff, bei dem die Samenleiter durchtrennt werden, erfolgt ambulant und mit örtlicher Betäubung. Obwohl eine Vasektomie viel einfacher vorzunehmen ist, wird sie weitaus seltener in Anspruch genommen als Sterilisationen bei Frauen.

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