Heuschnupfen bei Kindern homöopathisch behandeln

Bei Kindern, die unter Heuschnupfen leiden, wirkt Homöopathie oft gut. Hier erfahren Sie, welche Mittel bei welchen Beschwerden helfen und wie Sie der lästigen Pollenallergie vorbeugen können.


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Mittlerweile leidet jedes vierte Kind unter einer Allergie, viele der Kinder über drei Jahren unter einer Pollenallergie, dem Heuschnupfen. Kaum naht der Frühling, verdirbt der Heuschnupfen die Freude an der aufblühenden Natur und den steigenden Temperaturen. Spielen im Garten oder auf dem Spielplatz wird teilweise zum Albtraum: Niesen, Schniefen, Schnupfen, Augen reiben. Lästig! Die richtige Therapie ist oft schwer zu finden, viele der Medikamente für Kinder nicht geeignet. Auf alle Fälle einen Versuch wert: Den Heuschnupfen mit Homöopathie behandeln. Homöopathische Mittel können bei allen Formen von Allergien helfen, sowohl bei akuten Beschwerden als auch zur langfristigen Vorbeugung.


© Thinkstock
Im Unterschied zu anderen Krankheitsbildern sind bei der homöopathischen Behandlung von Heuschnupfenpatienten keine umständlichen Anamnesen notwendig; bei allergischen Beschwerden werden homöopathische Mittel gewählt, die auf genau die Symptome ansprechen, unter denen der kleine oder große Patient am meisten leidet.

Zu den typischen Heuschnupfensymptomen zählen:

• Fließschnupfen
• eine verstopfte Nase
• angeschwollene Schleimhäute
• tränende, oft juckende Augen
• Niesattacken 

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Welches homöopathische Mittel hilft wann?

Bei der homöopathischen Behandlung ist der Schlüssel zum Erfolg eine genaue und korrekte Einordnung der Beschwerden, um das individuelle Mittel mit der besten Wirksamkeit zu finden. Handelt es sich um einen Fließschnupfen oder eher um zähen Schleim? Werden die Symptome bei Wärme oder eher bei Kälte besser? Ist die Nase heiß, wund, geschwollen, juckend? Brennt sie oder juckt sie? Viele Fragen gilt es zu beantworten, bevor das richtige Mittel gefunden ist. Ein erfahrener Homöopath findet hier schnell das richtige Mittel für jede Allergieform. Es spricht aber auch nichts dagegen, wenn Sie die Symptome selbst genau studieren, um das geeignete homöopathische Mittel für Ihr Kind zu finden.

Wir haben Ihnen hier die wirkungsvollsten „Allrounder“ aufgelistet:

➤ Verstopfte Nase, Brennen im Hals:
Luffa operculata D6 (Kürbisschwämmchen). Luffa gibt es auch als Nasentropfen, die helfen, die verstopfte Nase wieder frei zu bekommen.

➤ Laufende Nase, allergischer Schnupfen, Kopfschmerz: Luffa operculata D12 (Kürbisschwämmchen)

➤ Kribbeln in der Nase, Niesreiz, Fließschnupfen: Allium cepa (Küchenzwiebel)

➤ Juckreiz im Rachenraum: Arundo donax (Pfahlrohr)

➤ Kribbelnde Nase, heftige Niesattacken: Nux vomica (Brechnuss)

➤ Probleme mit entzündeten, tränenden und/oder juckenden Augen, Lichtempfindlichkeit: Euphrasia D6 (Augentrost) oder Euphrasia-Augentropfen

➤ Jucken tief im Gaumen und im Hals: Wyethia helenoides

➤ Jucken in den Ohren: Arundo mauritanica (Wasserrohr)

➤ Starker Niesreiz: Sabadilla Officinalis D6 (Läusesamen)

➤ Wenn verschiedene Symptome gleichzeitig auftreten: Galphimia glauca (Kleiner Goldregen)

➤ Vorbeugen (sechs Wochen vor Beginn der Heuschnupfenzeit): Galphimia glauca, ein Mal täglich drei bis fünf Globuli

Wer sich schwer tut, die Symptome einzuordnen, kann statt eines Einzelpräparats auch auf ein Komplexpräparat zurückgreifen, zum Beispiel eine Kombination aus Luffa operculata, Galphimia glauca und Cardiospermum.

Homöopathie: Tipps für die richtige Anwendung
  • 1 / 7

    Homöopathie eigenständig nur bei leichten Symptomen anwenden. Schlimmere Symptome am besten mit einem Arzt mit Homöopathie-Ausbildung besprechen.

  • 2 / 7

    Experimentieren Sie nicht zu viel selbst herum. Wenn Sie nicht sicher sind, welches Mittel Ihrem Kind hilft, vereinbaren Sie einen Termin bei einem gut ausgebildeten Homöopathen.

  • 3 / 7

    Globuli können auch begleitend zu einer Therapie mit synthetischen Medikamenten eingenommen werden, die Gefahr von Wechselwirkungen besteht nicht.

  • 4 / 7

    Für die Eigenbehandlung eignen sich die niedrigen Potenzen D3-D12 sowie C3-C12.

  • 5 / 7

    Wenn Sie homöopathische Mittel nicht überdosieren, haben sie keine Nebenwirkungen und können auch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.

  • 6 / 7

    Es gilt: Je schlechter der Zustand des Patienten ist, desto niedriger sollte die Potzenz des homöopathischen Mittels sein.

  • 7 / 7

    Globuli nicht schlucken, sondern im Mund zergehen lassen.


Hilfreich bei der Einordnung ist übrigens auch der Ratgeber aus dem Haug-Verlag „Enders‘ Homöopathie bei Atemwegserkrankungen“ von Dr. med. Norbert Enders. Dieser Ratgeber führt Sie schnell und sicher zum richtigen Mittel. Hier gibt's den Ratgeber bei Amazon.de.

Tipps zur Dosierung:

Bei Akutbeschwerden: Alle zwei Stunden drei Globuli (Kleinkinder), bzw. fünf Globuli (Schulkinder) in der Potenz D6 oder D12.
Wenn sich die Beschwerden bessern: auf zwei Mal drei, bzw. fünf Globuli täglich reduzieren.   

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