Kinderarzt: 6 Tipps für den Besuch beim "Onkel Doktor"

Ein Besuch beim Kinderarzt ist nicht immer ganz einfach. Mit unseren Tipps wird Ihr nächster Arztbesuch mit Kind entspannter und stressfreier.


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Wann zum Kinderarzt?


Manchmal kann das Immunschutzsystem des Körpers empfindlich gestört werden. Aber niemand möchte wegen jedem kleinen Schnupfen sofort zum Kinderarzt rennen, zumal die Kleinen erfahrungsgemäß nicht so gern zum "Onkel Doktor" gehen. Leichtere Beschwerden können Sie nach bestem Wissen und Gewissen selbst behandel. Holen Sie sich zum Beispiel Rat in unserem Kinderkrankheiten-Lexikon oder in der Apotheke.

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Wenn Sie sich unsicher sind oder zum Beispiel das Gefühl haben, Ihr Kind benimmt sich seit längerer Zeit anders, ist ruhiger oder aufgedrehter, und Sie sich das Verhalten nicht erklären können, sollten Sie einen Kinderarzt konsultieren.

Typische Gründe für einen Termin beim Kinderarzt sind zum Beispiel:


Unter- und Übergwicht des Kindes: Liegt der Body-Mass-Index (BMI) Ihres Kindes unter- oder oberhalb des entwicklungsbedingten Normalbereichs, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen. Den BMI Ihres Kindes können Sie ganz leicht mit unserem BMI-Rechner für Kinder berechnen lassen.

Häufige Infekte:
Acht bis zwölf Infektionen wie Erkältungen oder Mittelohrentzündungen sind bei Kindern völlig normal. Falls Ihr Kind häufiger erkrankt, bitten Sie Ihren Kinderarzt um Ursachenklärung.

Schlechte Besserung: Zeichen dafür, dass die Immunabwehr zu schwach ist, sind Infekte, die mit Komplikationen verlaufen, etwa eitriges Nasensekret beim Schnupfen oder wenn sie sehr lange andauern oder wiederholt an einer Stelle auftreten (z.B. Polypen).

Unklare Ursache: Manchmal sind Schnupfen und Husten keine Reaktion auf Krankheitserreger, sondern auf harmlose Stoffe. Dann liegt vielleicht eine Allergie vor.


Besuch beim Kinderarzt


6 Tipps für den Besuch beim Kinderarzt

Diese Tipps helfen Ihnen, dem Arztbesuch mit Kindern ganz gelassen anzugehen:

Nur die Ruhe: Ganz grundsätzlich: „Wenn die Mutter sicher ist, dann kann sie ihr Kind gut unterstützen, auch während der Untersuchung beim Kinderarzt“, sagt Dr. Ulrich Fegeler, Berliner Kinder- und Jugendarzt und Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Die Mutter kennt ja den Ablauf. „Die Menge der Einzelerfahrungen gibt ihr Sicherheit!“ Aber: Mütter müssen auch nicht Heldinnen spielen. Jeder Kinderarzt hat Verständnis für unsichere Mütter.

Kind vorbereiten:
Bereiten Sie sich und Ihr Kind auf den Besuch beim Kinderarzt vor. Mit Bilderbüchern zum Thema oder einem kleinen Arztköfferchen. „Auch das Nachspielen der Situation nach dem Arztbesuch kann wichtig sein, um alles zu verarbeiten“, rät Ulrich Fegeler.

Termin vereinbaren: Zögern Sie den Besuch beim Kinderarzt nicht lange hinaus. „Wenn Mütter sich unsicher sind, ob ihr Kind ärztliche Hilfe benötigt, dann sollten sie vorbeikommen! Am Telefon zu etwas Stellung zu nehmen, ist schwierig. Jede Mutter nimmt ihr Kind anders wahr.“ Rufen Sie vorher in der Arztpraxis an und vereinbaren Sie einen Termin. So ersparen Sie sich lange Wartezeiten mit dem kränkelnden und wohlmöglich quengeligem Kind.


Kinderarzt: 6 Tipps für den Termin beim "Onkel Doktor"


"Was möchte ich wissen?":
Notieren Sie sich alles, was Sie wissen wollen, schon vor dem Arztbesuch zu Hause. So vergessen Sie nichts, wenn Sie beim Kinderarzt sitzen. Auch die Arzthelferinnen können bei manchen Fragen weiterhelfen. Aber: Konzentrieren Sie sich möglichst auf die Krankheit, wegen der Sie gekommen sind. „Gibt es ein Anliegen, das einer längeren Beratung bedarf, ist es oft besser, einen gesonderten Termin dafür auszumachen“, erklärt Ulrich Fegeler. Und: Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben, was der Kinderarzt erklärt hat.

Wartezeiten einplanen: Rufen Sie beim Kinderarzt an, bevor Sie sich auf den Weg machen, und fragen Sie, ob sich der Terminplan verschoben hat. Bringen Sie beim Arztbesuch trotzdem Wartezeit mit: Ein Notfall kann immer dazwischenkommen. Sehen Sie es positiv: Jetzt haben Sie und Ihr Kind Zeit füreinander, ohne dass die Hausarbeit dazwischenkommt.

Unterlagen nicht vergessen: Denken Sie an alle nötigen Unterlagen für den Arztbesuch (U-Heft, Impfpass, Röntgenausweis…) und an anderes Hilfreiches (Taschentücher, Kekse, Getränk, Lieblingskuscheltier, ausreichend Babyspielzeug). 




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