Die richtige Ernährung bei Kinderwunsch

Mit ein paar einfachen Änderungen im täglichen Speiseplan können Sie die Chancen auf ein Wunschbaby erhöhen. Wir zeigen, worauf Sie bei der Ernährung bei Kinderwunsch unbedingt achten sollten.


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Ernährung bei Kinderwunsch


© Thinkstock
Wir sind ehrlich, es gibt kein spezielles Superfood, mit dem Sie schon vom Ansehen alleine schwanger werden. Allerdings können Sie mit ein paar Ernährungsregeln dem Kinderwunsch sehr wohl auf die Sprünge helfen. Dabei gilt vor allem eines: Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund.

Und das soll es gewesen sein? Mehr Obst und Gemüse dazu Vollkornprodukte, ein bisschen mehr Bewegung und dann klappt das schon mit dem Schwanger werden? Ja und nein. Natürlich ist es immer ein komplexes Zusammenspiel aus mehreren Faktoren, warum es mit dem Wunschbaby nicht klappen will. Eine gesunde Lebensweise, wozu auch eine bewusste Ernährung gehört, ist definitiv ein ganz entscheidender Fruchtbarkeits-Faktor.

Ist der weibliche Körper nicht optimal mit Nährstoffen versorgt, stellt er als erstes die Fortpflanzungsfunktion ein. Er ist quasi im Überlebensmodus und hat für eine anstrengende Schwangerschaft keine zusätzlichen Ressourcen. Ähnliches gilt für Männer. Auch ihre Ernährung hat direkten Einfluss auf ihre Zeugungskraft beziehungsweise auf die Qualität der Spermien. Was können Sie also besser machen?

Vollwerternährung für Rundumversorgung


Experten empfehlen immer wieder, dass mit einem Idealgewicht auch die Chancen einer Empfängnis steigen. Bemühen Sie sich also im ersten Schritt am besten darum, vielleicht ein paar Kilos zuzunehmen beziehungsweise abzuspecken. Gerade beim Abnehmen sollten Sie unbedingt darauf achten, langsam aber dafür gesund abzunehmen. Radikal- und Blitzdiäten haben den gegenteiligen Effekt. Sie bedeuten Stress für den Körper, er arbeitet auf Sparflamme und darunter leidet die Fruchtbarkeit.

Aber auch Frauen mit Idealgewicht sollten ihre Ernährung einmal kritisch hinterfragen. Bei Kinderwunsch wird eine Vollwerternährung empfohlen. So versorgen Sie den Körper optimal mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen. Das heißt konkret:

• Viel Obst und Gemüse – am besten 5 Portionen am Tag
   » vor allem für Vitamin C und E
• Vollkornprodukte statt Weißmehl
• Geflügel, Fisch, Eier, Hülsenfrüchten und Nüsse
   » für gesunde Eiweiße
• Mehr Fisch - mindestens zweimal die Woche
• Milchprodukte wie Käse und Jogurt und frische Milch
  » für die Kalziumzufuhr
• Kohlehydrate zum Beispiel aus Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln
• Rotes Fleisch, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte
  » für mehr Eisen

Gerade Frauen sollten sich den letzten Punkt besonders zu Herzen nehmen. Denn während der Monatsblutung verlieren Frauen immer auch etwas Eisen, sodass sie oft an einen Eisenmangel leiden. Füllen Sie Ihre Eisen-Depots also schon auf, wenn Sie an einem Baby arbeiten. In der Schwangerschaft werden Sie und das Kleine diese Kraftreserven dringend brauchen. Das gleiche gilt für Kalzium. Auch hiervon sollten Sie genügend auf Lager haben, wenn ein Baby in Ihnen heranwächst. Es braucht das Kalzium unbedingt für eine gesunde Entwicklung. Sind die Depots leer, entzieht der Körper das Kalzium den Knochen der Mutter. Das kann bei der Mutter auch nach der Schwangerschaft noch zu körperlichen Beeinträchtigungen führen.
Frauen, die lange hormonell verhütet haben, müssen außerdem damit rechnen, einen Folsäure-Mangel zu haben. Diesen sollten Sie vor einer Schwangerschaft unbedingt ausgleichen. Denn Folsäure ist gerade in der Frühschwangerschaft ganz entscheidend für die Zellteilung des Embryos und kann Fehlbildungen wie einen offenen Rücken verhindern. In diesem Fall kann die Einnahme von speziellen Vitaminpräparaten durchaus sinnvoll sein. Sprechen Sie am besten Ihren Arzt das nächste Mal darauf an.

Auch wenn sie die Fruchtbarkeit nicht direkt steigern, sind Eisen, Kalzium und Folsäure für die Ernährung beim Kinderwunsch unablässig. Für den direkten Fruchrbarkeits-Boost sorgen verschiedene Vitamine und vor allem das Spurenelement Zink.
Nährstoffe für bessere Fruchtbarkeit

Zink ist einer der größten Mitstreiter des Körpers an der Zyklusfront. Es unterstützt den Organismus bei einem regelmäßigen Zyklus. Und der ist bekanntermaßen ganz entscheidend für die Empfängnis. Aber auch Männern hilft Zink auf die Sprünge bzw. ihren Spermien. Das Spurenelement regt die Bildung des männlichen Sexualhormons Testosteron an und sorgt damit für eine erhöhte Samenproduktion und macht sie beweglicher. Am höchsten ist die Zink-Konzentration in Austern und Leber – nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Massentauglicher sind da: Kalbfleisch, Käsesorten wie Gouda oder Edamer, Haferflocken, Sonnenblumenkerne und Meeresfrüchte wie Garnelen.

Noch um einiges wichtiger sind verschiedene Vitamine. So hilft zum Beispiel das Vitamin E (Olivenöl, Mandeln und Erdnüsse) der Eizelle dabei, sich in der Gebärmutter einzunisten. Vitamin C (Paprika, Kiwi und Orangensaft) sorgt allgemein für ein gesundes Immunsystem, regt wichtige Stoffwechselprozesse an und bei Männern kann es sogar die Spermaqualität verbessern. Ebenfalls hilft es dem Körper Nährstoffe wie Eisen besser aufzunehmen.
Darauf sollten Sie verzichten

Wie eingangs schon gesagt, das eine Baby-Superfood gibt es nicht. Es ist die ausgewogene Ernährung, mit der Sie Ihren Körper optimal beim schwanger werden unterstützen können. Dazu gehört auch, auf Alkohol und auch auf Koffein zu verzichten bzw. den Konsum zu reduzieren. Alkohol? Kein Problem. Aber Kaffee? Sehen Sie es einfach als eine Art sanfte Entwöhnung. In der Schwangerschaft sollten Sie ohnehin nur wenig Koffein zu sich nehmen – dem Baby zu Liebe.

Machen Sie daraus aber bitte keine Wissenschaft. Schwanger werden braucht manchmal einfach seine Zeit. Ganz oft stehen sich Paare dabei selbst im Weg, indem sie sich zu viel Stress machen und einfach zu verkrampft sind, um schwanger zu werden. Versuchen Sie es daher doch mal mit diesen Super-Foods: Erotikfood. Scharfe Chillis, Muskatnuss, Erdbeeren und Schokolade stimulieren die Libido und bringen vielleicht den Spaß beim Babys machen zurück, der irgendwo zwischen Eisprung berechnen und Schwangerschaftstests verloren gegangen ist.





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