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Rote Beete für's Baby: Erlaubt oder schädlich?

Rote Beete für's Baby: Erlaubt oder schädlich?

Beikost-Wissen

Ihr Geschmack ist süß und erdig. Aber ist Rote Beete für dein Baby geeignet? Erfahre bei uns, ab wann dein Kind das Wurzelgemüse probieren darf und worauf du achten solltest.

Ab wann darf mein Baby Rote Beete essen?

Zur Roten Beete wirst du viele verschiedene Meinungen lesen. Da die Knolle viel Nitrat besitzt, empfehlen wir dir, bis zum zehnten Monat zu warten. Ab diesem Zeitpunkt kannst du deinem Baby ab und zu eine kleine Menge Rote Beete anbieten. Denn neben Nitrat, auf das wir später noch eingehen, liefert das Gemüse auch wertvolle Inhaltsstoffe. Dazu zählen unter anderem Kalzium, Kalium und Magnesium. Damit unser Körper wertvolles Eisen aus dem Gemüse aufnehmen kann, braucht es Vitamin C. Das rote Wurzelgemüse liefert praktischerweise beides zusammen. Das wichtige Vitamin Folsäure macht die Rote Beete zusätzlich zum Superfood für die Schwangerschaft.

Warum ist Nitrit gefährlich für mein Baby?

Vor allem Blatt- und Wurzelgemüse besitzt einen hohen Anteil Nitrat. Diese Stickstoffverbindung kommt von Natur aus im Boden vor und wird zusätzlich als Dünger eingesetzt. Erst die Bakterien in unserem Körper oder auf dem Gemüse wandeln Nitrat teilweise in Nitrit um. Auch wenn wir die Lebensmittel mit hohem Nitratgehalt noch einmal erwärmen, kommt es zu dieser Umwandlung. In unserem Körper verringert Nitrit den Sauerstofftransport in unserem Blut. Frühestens ab dem sechsten Monat besitzen Säuglinge ein ausgereiftes Enzymsystem. Bis zu diesem Zeitpunkt kann ihr Körper den ausgelösten Prozess noch nicht umkehren und es kann zu einem Sauerstoffmangel kommen. Im schlimmsten Fall treten dann Atemnot und eine blaue Verfärbung der Lippen und Haut auf. Expert*innen sprechen von einer Blausucht (Zyanose). Zusätzlich können sich krebserregende Nitrosamine aus Nitrit bilden. 

Was soll ich bei Roter Beete beachten?

Auch wenn dein Baby ab dem sechsten Monat ein ausgereiftes Enzymsystem besitzt, sollte Rote Beete nicht zu Beginn der Beikost auf dem Plan stehen. Bis zum zehnten Monat oder darüber hinaus kann dein Baby auch andere, leckere Gemüsesorten ohne hohen Nitratgehalt kosten. Als Alternative eignen sich Pastinaken sehr gut für einen leckeren Babybrei. Auch später sollte das rote Wurzelgemüse nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Achte beim Kauf auf frische Knollen in Bioqualität und lagere das Gemüse maximal zwei Tage im Kühlschrank.

Beim Kochen verliert Rote Beete einen großen Anteil des Nitrats. Das Kochwasser solltest du anschließend wegschütten, da sich hier die gelösten Stoffe befinden. Servierst du das erdige Wurzelgemüse als Brei, friere diesen nicht ein und wärme ihn auch nicht wieder auf. Zusätzliches Vitamin C verringert die Umwandlung von Nitrat in Nitrit. Mische den Brei aus Roter Beete mit etwas Fruchtsaft oder einem Gemüse mit einem hohen Anteil Vitamin C. Blumenkohl ist ein leckerer Vitamin-C-Lieferant für dein Baby.

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Fazit

Ab dem zehnten Monat kannst du deinem Baby ab und zu Rote Beete anbieten. Um Babybrei auf Vorrat zu kochen, eignet sich das rote Gemüse aufgrund seines Nitratgehalts allerdings nicht. Praktizierst du alltagstaugliche Methoden wie Baby-led Weaning, kannst du deinem Baby gerne ab und zu ein weich gekochtes Stück anbieten. Nach dem Verzehr der roten Knolle kann sich der Stuhl und Urin deines Babys rot färben. Das liegt aber nicht am Nitrat oder Nitrit, sondern am roten Pflanzenfarbstoff und ist ungefährlich. Was der Stuhlgang noch über dein Baby verrät, haben wir für dich zusammengefasst.

Beikost-Quiz: Was weißt du über BLW, Brei und Co.?

Bildquelle: Getty Images/Alina Demidenko

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