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Baby weint im Schlaf: Unsere 7 Tipps bringen Licht ins dunkle Schlafzimmer

Baby weint im Schlaf: Unsere 7 Tipps bringen Licht ins dunkle Schlafzimmer

Schluchz

Folgendes Szenario: Das Baby weint im Schlaf, ihr bekommt auch kein Auge zu und fragt euch die ganze Zeit, was euer Kleines nur hat. Wir liefern euch die möglichen Antworten.

Ein Baby kann viel weinen und schreien. Schließlich ist das seine einzige Möglichkeit mit Mama oder Papa zu kommunizieren und ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Während ein quengelnder Säugling tagsüber nicht sofort beunruhigt oder die Nerven strapaziert, ist es nachts eine andere Situation. Das Baby weint im Schlaf und das löst Sorgen bei den Eltern aus und kann ebenfalls kräftezehrend sein. Denn der Schlaf ist für die ganze Familie zur Erholung da. Hilflosigkeit macht sich breit.

Das Baby weint im Schlaf? 7 Gründe und Tipps

Ihr kennt sicherlich den Spruch "Ich habe tief und fest wie ein Baby geschlafen", aber diese Redewendung trifft nicht immer zu, denn Babys sind eben auch kleine Menschen, die nicht jede Nacht eine ruhige Nacht erleben. Ihr kennt das ja auch und teilweise sind ganz simple Gründe die Ursache. Achtet zunächst darauf, ob euer Kleines mit offenen oder geschlossenen Augen weint. Ist das Baby nämlich noch nicht wirklich wach, dann weckt es auch nicht, sondern versucht es zu trösten, indem ihr es sanft streichelt und leise mit Worten beruhigt. Vielleicht zieht ihr noch seine Lieblingsspieluhr auf. Das alles natürlich bei gedämpften Licht. Ist euer Nachwuchs schon wach, dann hilft ganz viel Kuscheln und Trösten. Und auf Spurensuche gehen:

Möglichkeit #1: Falsche Kleidung

Beim auf dem Arm nehmen, merkt ihr gleich, ob euer Nachwuchs schwitzt oder sich kühl anfühlt. Beides ist natürlich ein Grund, um sich lautstark zu beschweren. Optimal sind Babykleidung aus Wolle-Seide oder mit Bambusanteil. Beides wirkt temperaturausgleichend.

Möglichkeit #2: Hunger oder volle Windel

Bei Hunger oder einer vollen Windel lässt sich das "Problem" zwar leicht lösen, achtet aber darauf, dass ihr beides ruhig und ohne viel Trara und Licht macht. Also Wickeln nur im Nachtlicht-Modus und ohne Bespaßung. Dasselbe gilt für Stillen oder Fläschchen geben. Es geht übrigens das Phänomen Clusterfeeding, wo das Baby sehr sehr oft an die Brust will.

Möglichkeit #3: Reizüberflutung am Tag

Geht im Kopf noch mal den Tag durch: Habt ihr viel Besuch bekommen? Ward ihr draußen an einem überfüllten und lauten Ort? Oder war oft das Radio oder der Fernseher an? Was für uns Unterhaltung zum Runterkommen ist, kann sich ganz anders auf den Wonneproppen auswirken. Auch gerade wenn euer Baby schon Geschwister hat, die gerne laut Hörbücher anhören oder Kinderserien angucken, ist das nicht die geeignete Geräuschkulisse für ein Neugeborenes. Sorgt für einen ruhigen Tagesablauf mit Reduzierung an Reizen und für ein konstantes Abendritual wie Kuscheln, Baden, kurze Massage, Schlaflied singen etc.

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Möglichkeit #4: Veränderung der Gewohnheiten

Die kleinen Erdenbürger sind echte Gewohnheitstierchen. Wehe, ihr bringt den vertrauten Ablauf durcheinander. Das verunsichert die Kleinen und macht sich besonders nachts, wenn sie das Erlebte in ihren Träumen verarbeiten, bemerkbar. Struktur sorgt für Stabilität und Vertrautheit. Manchmal muss auch nicht so sein, dass ihr irgendetwas anders gemacht, sondern die Umstände einfach anders sind, wie z. B. ein Elternteil ist verreist, das Geschwisterkind war nicht alleine da, sondern hatte plötzlich Freunde zu Besuch usw.

Möglichkeit #5: Luft im Bauch

Das drückt aber auch. Luft in Babys Bauch ist wirklich sehr unangenehm, viele Säuglinge verdrücken deswegen sehr viele Tränchen oder äußern ihren Unmut durch Schreiattacken. Mehr zu den Ursachen und viele hilfreiche Tipps gibt es in unseren Artikeln zu Blähungen beim Baby und den 3-Monats-Koliken.

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Möglichkeit #6: Nachtschreck

Meist tritt der Nachtschreck bei Kleinkindern auf – etwa zwischen zwei und sechs Jahren. Ganz selten erleben auch schon Babys den Nachtschreck. Ein furchtbarer Anblick für die Eltern, wenn das kleine Würmchen herzzerreißend schluchzt, weint und vor etwas größte Angst zu haben scheint. Aber Entwarnung, der Nachtschreck ist meist völlig harmlos und tritt vor allem bei Kindern auf, da das kindliche Gehirn noch nicht so weit ist, richtig mit dem Übergang vom Tiefschlaf zu Traumschlaf umzugehen. Wichtig ist es für die Eltern, Ruhe zu bewahren, da sich die Kleinen meistens von selber wieder beruhigen. Ansonsten auf den Arm nehmen und sanft zureden.

Möglichkeit #7: Babys Traumphase

"Wieso schläft mein Baby nachts so unruhig?" Das fragen sich viele Mamas und Papas. Die Ursache ist u. a. auch der Anteil der REM-Phase, der sogenannten Traumphase. Bei uns Großen macht diese Phase nur etwa 20 % - 25 % des Schlafs aus. Das Erstaunliche ist, dass bei Babys die Traumphase fast doppelt so lang ist. Wenn Babys schlafen, dann verbringen sie die Hälfte der Zeit mit Träumen. Und dabei sind sie oft sehr aktiv und dadurch eben auch unruhig. Kleiner Trost: In den ersten Lebensmonaten ist das völlig normal und gut so, denn im ersten Lebensjahr ist Träumen für Babys extrem wichtig. Dabei verarbeiten sie all die gewonnen Eindrücke der wachen Stunden. Das Gehirn zündet in diesen Ruhephasen ein wahres Entwicklungsfeuerwerk. Permanent entstehen neue Verknüpfungen von Gehirnzellen und das Baby lernt sprichwörtlich über Nacht.

Neben all den Ursachen, die dahinterstecken könnten, muss ein medizinischer Hintergrund ausgeschlossen werden. Wenn euer Baby also immer wieder nachts weint, dann geht bitte zum Arzt und lasst es klären. Wir drücken die Daumen, dass ihr bald wieder ruhige und erholsame Nächte erleben könnt.

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Mein Fazit

Wenn man mich heute fragt, ob meine Tochter in den ersten Monaten nachts viel geweint hat, verschwimmen meine Erinnerungen, da es für mich gefühlt kein Unterschied zwischen Tag und Nacht gab. Die Kleine hatte ja noch keinen Schlafrhythmus und ich dadurch auch nicht mehr. Zudem war es Winter, es wurde früh dunkel und ich war kaum draußen. Fragt man meinen Mann, sagt er, dass unsere Maus damals nachts schon geweint hat, aber er hat sie dann einfach auf den Arm genommen und ist mit ihr gefühlt stundenlang durch die Wohnung gelaufen. Kein Wunder also, dass sie ein echtes Papakind geworden ist.

Bildquelle: monkeybusinessimages/iStock/Getty Images Plus

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